Jahreshauptversammlung des Fördervereins am 11. April 2019 um 19:30 Uhr

Am 11. April findet um 19.30 Uhr in der Mensa unserer Schule die Jahreshauptversammlung des Fördervereins der MBS statt. Unser Förderverein unterstützt durch finanzielle Mittel und personelle Kräfte die Arbeit der Schule und wir hoffen, dass diese erfolgreiche Zusammenarbeit auch mit dem neuen Vorstand fortgeführt werden kann. Der Förderverein lädt daher alle interessierten Eltern und Mitglieder zu dieser wichtigen Veranstaltung ein. Wir freuen uns auf eine große Zahl von Gästen.

Sieben Schülerinnen und Schüler nehmen am Hessischen Gesundheitscamp teil

Spannende Erfahrungen konnten sieben Schülerinnen und Schüler der MBS im Rahmen des ersten Hessischen Gesundheitscamps im Kreis Bergstraße sammeln. Das Hessische Sozialministerium bietet seit einigen Jahren mit dem Kultusministerium die Gesundheitscamps an, um den Jugendlichen Einblicke in die Vielfalt der Pflege- und Gesundheitsberufe zu ermöglichen und um hier einen drohenden Fachkräftemangel abzuwenden. An vier Tagen lernten nun zum ersten Mal Schülerinnen und Schüler des Kreises Bergstraße im Rahmen des Gesundheitscamps Behörden, Krankenhäuser, Firmen der Medizinbranche und Altersheime der Region kennen. Neben Vorstellungen und Führungen durch die einzelnen Betriebe gab es in den verschiedenen Institutionen auch praktische Übungen. So lernten die Schülerinnen und Schüler beispielsweise, wie man Blutgruppen bestimmt, Diabetes behandelt und wie ein Computertomograph funktioniert. Außerdem gab es Übungen zur Wiederbelebung und Hinweise, was bei einem Herzinfarkt als erste Maßnahme zu tun ist. Am vergangenen Freitag (15.) stand dann die Präsentation der einzelnen Tage an, zu der auch die Gesundheitsdezernentin des Kreises Bergstraße, erste Kreisbeigeordnete Diana Stolz, eingeladen war. In anschaulichen Vorträgen ließen die Jugendlichen die Tage im Gesundheitscamp Revue passieren und banden dabei auch die anwesenden Gäste in ihre Präsentation mit ein. Abschließend erhielten die Teilnehmer von Frau Stolz die Zertifikate. Herr Diehl, stellvertretender Schulleiter, äußerte dabei den Wunsch, dass es auch im kommenden Jahr ein Gesundheitscamp geben sollte, damit die Jugendlichen durch Experten Praxiswissen erlangen können und eine Neugierde für das vielfältige Berufsfeld der Gesundheitsberufe entwickeln.

Assessmenttage als Einblick in die Berufswelt

Traditionell gibt es an der Martin-Buber-Schule Assessmenttage für die neunten Realschulklassen. Im Rahmen des Arbeitslehreunterrichts lernen die Schülerinnen und Schüler im Vorfeld Stellenausschreibungen zu lesen und dazu passende Bewerbungsanschreiben mit Lebenslauf zu verfassen.

Bei den anschließenden Assessments kommen namhafte Firmen aus der Region in die TalentCompany, unsere Zukunftswerkstatt, und gehen mit den Schülerinnen und Schülern deren Bewerbungen durch und vermitteln weitere Bewerbungstipps. Außerdem bieten die Firmen kurze Vorträge über ihre Betriebe und praktische Übungen an, um die Bewerber bei der Ausführung der Arbeiten genauer zu beobachten und einschätzen zu können. Frau Späth, Konrektorin für die Berufsorientierung, koordinierte auch in diesem Jahr die Veranstaltung der Assessmenttage, die sich über mehrere Wochen hinwegzog. Diesjährige Kooperationspartner waren beispielsweise Aldi Süd, Merck, KLN, Sirona, die Sparkasse Starkenburg, die Gesundheitsakademie und die Firma Jäger direkt. Wir danken Frau Späth und allen Kooperationspartnern der MBS und freuen uns auf die Zusammenarbeit im nächsten Jahr.

Fridays for Future am 15.03.2019 in Bensheim: zwei Klassen der MBS waren hautnah dabei

Als die damals 15-jährige Schwedin Greta Thunberg während der Dürre- und Hitzewelle 2018 an einem Freitag im August zu einem „Schulstreik fürs Klima“ aufrief, konnte kaum jemand ahnen, welche Ausmaße dies annehmen würde. Innerhalb kürzester Zeit und forciert durch die sozialen Netzwerke, gewann die hierzulande als „Fridays for Future“ bekannt gewordene Bewegung immer mehr Anhänger.

Während die Bewegung von vielen Seiten Zuspruch erhält, beispielsweise von Bundespräsident Steinmeier oder auch einem Zusammenschluss von über 23.000 namhaften Wissenschaftlern, den „Scientists for Future“, gibt es auch Kritik an den regelmäßig stattfindenden Schüler-Demos: die in Deutschland geltende Schulpflicht lasse sich nicht mit den Streiks während der Unterrichtszeit vereinbaren und die Demonstrationen sollten stattdessen in der Freizeit stattfinden. Eine schwierige Situation, in der sich Schulen befinden und für die es bisher keine einheitliche Regelung gibt.

Auch in unserer Region finden seit einigen Monaten regelmäßig Fridays for Future Demonstrationen statt. Vorläufiger Höhepunkt der Bewegung sollte der vergangene Freitag (15.03.) werden, an dem zu einem weltweiten Klimastreik aufgerufen worden war: in über 2000 Städten in 125 Ländern auf allen Kontinenten versammelten sich weit über eine Million Jugendliche zum lauten, aber friedlichen Protest für einen Wandel in der Klimapolitik, in Deutschland waren es 300.000.

Die Martin Buber Schule legt großen Wert auf Umweltschutz und Demokratiebildung und möchte die Kinder und Jugendlichen zu einem verantwortungsbewussten Leben mit politischer und gesellschaftlicher Teilhabe animieren.

Nachdem die Freitagsdemonstrationen in den Klassen 7aR und 10aR im Unterricht ausführlich thematisiert worden waren, gaben die verantwortlichen Lehrkräfte Bettina Meißner und Silke Michel im Rahmen ihres Bildungsauftrages den Schülerinnen und Schülern Gelegenheit, eine solche Kundgebung als Ort gelebter Demokratie zu erleben. Für die meisten war es die erste Demonstration ihres Lebens und so fuhr die Gruppe mit einer Mischung aus Neugier, Aufregung und ein wenig Unsicherheit nach Bensheim.

Auf dem Marktplatz hatten sich 600 Teilnehmer versammelt – Kinder und Jugendliche vom Grundschul- bis Oberstufenalter, Eltern, Lehrer, Großeltern. Kreative Plakate wurden gehalten und den vielfältigen Redebeiträgen gelauscht. Viele hatten nicht mit einem so großen Ansturm gerechnet und waren erstaunt über die Energie, die von einer solchen Kundgebung ausgeht. Andere zeigten sich auf dem Rückweg nach Heppenheim nachdenklich – dass der weltweite Klimawandel bereits so weit fortgeschritten ist, war ihnen nicht bewusst.

Ganz bestimmt wird es im Unterricht einigen Redebedarf und eine entsprechende Nachbereitung geben in den beiden Klassen. In jedem Fall war es ein spannender, lebendiger, aufrüttelnder Vormittag – eben Unterricht zum Anfassen und Erleben!

(B. Meißner, S. Michel)

Praktische Projektprüfung 2019 – Herausforderungen annehmen

Eine alte Weisheit besagt, dass nur diejenigen persönliche Weiterentwicklungen erfahren, die sich den Aufgaben stellen und die damit verbundenen Herausforderungen annehmen. Diese Tatsache bestätigte sich  auch bei der diesjährigen praktischen Projektprüfung. Schülerinnen und Schüler der Klasse 9H hatten sich im Vorfeld über ansprechende und anschaulich zu präsentierende Projekte Gedanken gemacht und der Schulleitung zur Genehmigung vorgelegt. In der Vorbereitungsphase hatten die Neuntklässler nun die Aufgabe, ihre benötigten Materialien zu besorgen und diese zu einem überprüfbaren Ergebnis zusammen zu führen. Ein wichtiger Teil bei dieser Arbeit war die Reflexion über die Prozessfortschritte. Welche Schwierigkeiten haben sich ergeben, an welche Details hatte man gedacht oder nicht gedacht und musste gegeben falls nachjustieren, hat sich die Arbeitsteilung im Team so ergeben, wie geplant etc.?  Alle Erfahrungen wurden auf vorbereiteten Formularen festgehalten und als Teil der zu erbringenden Prüfungsleistung gewertet.

Für die Klassenlehrerin und Klassenlehrer, Anke Ludewig und Robert Vuletic, waren die sehr arbeitsintensiven Vorbereitungstage eine Freude zu sehen, wie sich die Schülerinnen und Schüler ins Zeug legten und zum Teil über sich hinauswuchsen. Schließlich entstanden Dinge, die man zunächst nicht für möglich gehalten hatte. „Wir werden mit einem selbst gebauten fahrbaren Untersatz zur Prüfung vorfahren“, versicherte Kevin Arnold der verdutzten Fachlehrerin Ludewig, als diese das Projektthema schwarz auf weiß vor sich liegen hatte. Gesagt getan, am Tag der Prüfung ratterte ein umgebautes Kettcar auf dem Schulgelände und begeisterte damit das gesamte Prüfungsteam. Ein weiteres Team widmete sich einem chemischen Thema, nämlich der Wirkung von Mehlstaub bei Entzündung. Auch hier staunten die Fachprüfer nicht schlecht, als dieses Phänomen in einer Modellanlage experimentell nachvollziehbar war. Das Team hatte ein kleines Plexiglashaus gebaut und die entsprechenden Zuleitungen konstruiert, durch die das Mehl in Form von feinem Staub in die Kammer geblasen wurde und dort von einer brennenden Kerze entzündet wurde. Die sich daraus ergebende Kettenreaktion war in Form einer kontrollierten Explosion zu bestaunen.

In vielerlei Hinsicht sind diese Projektprüfungen sinnvoll und lehrreich. Zum einen erfahren die Schülerinnen und Schüler, was wirklich in ihnen steckt, und dass sich Anstrengungen lohnen. Zum anderen dürfen Lehrer ihre „Kinder“ einmal von einer ganz anderen Seite kennenlernen, nämlich in Situationen, in denen sie handwerklich, initiativ, kreativ und zielorientiert arbeiten.  Mit Sicherheit werden die meisten Prüflinge diesen „Event“ als außerordentlich gewinnbringend verbuchen und mit Stolz auf ihre Projekte schauen. Für die Lehrkräfte waren diese Tage allemal ein Gewinn, durfte man doch erfahren, dass die meisten Absolventen einiges an handwerklichem und schulischem Potential für die Lebens- und Berufswelt in sich tragen. Ein Dank auch an die Kolleginnen und Kollegen, die während der Vorbereitungsphase die Projektgruppen mit Tat und Rat begleiteten und somit zu einer  erfolgreichen Projektprüfung an der Martin Buber Schule beitrugen. (ml)

Assessments als Vorbereitung für die Berufswahl

Berufsorientierung wird an der MBS großgeschrieben. Fester Bestandteil im Kalender der Heppenheimer Haupt- und Realschule sind die Assessmenttage der neunten Realschulklassen. Namhafte Firmen wie Sirona, Aldi oder Merck stellen Kleingruppen ihre Betriebe und Ausbildungsberufe vor. Ergänzt werden die Vorträge durch praktische Übungen und das gemeinsame Besprechen der angefertigten Bewerbungsunterlagen unserer Schülerinnen und Schüler. Durch die besondere Atmosphäre in der TalentCompany der Strahlemann-Stiftung erhalten die Assessmenttage eine ganz besondere Bedeutung. Wir danken allen Kooperationspartnern und Frau Späth für die Organisation der beliebten Assessmenttage.

Martin-Buber-Schule ehrt die Sieger des Mathematikwettbewerbs

(D.E.) Jährlich findet im Land Hessen ein Mathematikwettbewerb der 8. Klassen statt. Hierzu werden zunächst die Schulsieger, in der 2. Runde die Kreissieger und schließlich in der Endrunde die Landessieger ermittelt. Die Jury zur Ermittlung der Landessieger wird vom Hessischen Kultusministerium berufen.

Im Dezember fand an der Martin-Buber-Schule die erste Runde statt. Am 01.02.2019 erfolgte die Ehrung der Schulsieger. 

Im März findet in der Alfred-Delp-Schule in Lampertheim der Kreisentscheid statt.

In der Realschule belegte Meike Wobbe aus der Klasse 8 a R den ersten Platz. Den zweiten Platz erreichte Furkan Ünal aus der Klasse 8 c R und den drittten Platz Inga Döding, Klasse 8 a R. Schulsiegerin der Hauptschule wurde Najeeh Zamani.

Als Anerkennung ihrer Leistung überreichten die Schulleiterin Petra Röhrig und die Fachbereichsleiterin „Mathematik“ Diana Englmeier den Schülern eine Urkunde und ein Buchpräsent.

 

Basketballturnier – 8. Klassen im Leistungsvergleich

Jetzt gilt es… Die Vorbereitungen für das alljährlich stattfindende Basketballturnier waren abgeschlossen. Die Sportlehrer und Lehrerinnen hatten die Schüler auf den großen Tag bestens vorbereitet und stiegen nun am vergangenen Dienstag hochmotiviert in den Wettbewerb ein. Auch die Kolleginnen und Kollegen der Klassen waren gespannt, wie sich ihre Schülerinnen und Schüler in dem Turnier schlagen würden. Dank der gut getackteten Spielfolge und einem strengen Schiedsgericht konnten die 25 Einzelspiele erfolgreich zu Ende gebracht werden. Klar, dass bei dem einen oder anderen Spieler der Wettkampfgeist und Siegeswille zu emotionalen Überreaktionen führten, die jedoch souverän vom leitenden Schiedsrichter und den begleitenden Klassenlehrern und -innen durch beruhigende Worte und Ermunterungen in geordnete Bahnen zurückgeführt werden konnten.

Basketball ist ein hoch technisches und athletisches Mannschaftsspiel. Spielübersicht, blitzschnelle Ballweitergaben und das Herausspielen von optimalen Wurfpositionen zum Korb, ohne dabei den Gegenspieler körperlich zu berühren, sind Spiel entscheidend. Die Schrittregeln bereiteten vielen Turnierteilnehmern arge Probleme und auch das körperlose Spiel stellte gerade für die Handball- und Fußball gewöhnten Schüler große Herausforderungen dar.  Letztendlich zählten die Freude an einem fairen Messen der spielerischen Kräfte und das eigene Engagement zum Erreichen des begehrten Turniersieges. Und der stand dann natürlich nach einem viereinhalbstündigen Wettbewerb fest. Die gut eingestellte und sehr wurfsichere Klasse 8bH von Frau Rohr konnte sich als 1.Turniersieger feiern lassen. Ein Kuriosum, welches es in den vergangenen Jahren noch nie gegeben hatte, ergab sich dann bei der weiteren Platzierungsfolge. Denn alle weiteren Klassen erreichten die gleiche Punktzahl, so dass man nun vier punktgleichen Turnierteilnehmern zum 2.Platz gratulieren konnte. Schlussendlich aber ein gerechter Ausgang des Turniers, denn jede Mannschaft legte sich mächtig ins Zeug und präsentierten sich den Zuschauern als gleichwertiger Gegner. Ein besonderer Dank gilt dem Organisator des Turniers, Herrn Keller, der den Sportkollegen Menzner in seiner Abwesenheit ebenbürtig vertrat. (ml)

Heppenheimer Martin-Buber-Schule stellt sich vor

Copyright Echo Online 04.02.2019 von Astrid Wagner

Beim Tag der offenen Tür zeigt die Haupt- und Realschule alles, was sie zu bieten hat. Das reicht von der Kletterwand bis zum 3D-Drucker.

An der Martin-Buber-Schule gibt es auch eine Kletterwand. Piyapong zeigt, wie es geht. Foto: Sascha Lotz

HEPPENHEIM – Piyapong zeigt wie es geht: Mit geübten Griffen klettert der Sechstklässler die Kletterwand in der Sporthalle der Heppenheimer Martin-Buber-Schule empor. Unten steht Benjamin und sichert ihn. Die beiden Jungs sind in der Kletter-AG der Schule und haben die Sportart schon richtig gut drauf. Die neunjährigen Zwillinge Isabell und Nicole probieren es das erste Mal – die sportlichen Mädels schaffen es auf Anhieb bis ganz nach oben.
Es ist Tag der offenen Tür an der Haupt- und Realschule am Rande der Altstadt. Es wimmelt nur so von Viertklässlern und ihren Eltern, die die Schule erkunden. Über allem steht die Frage: An welche Schule wechselt das Kind nach der Grundschulzeit? Entscheidungshilfen gibt es hier genug. Lehrer und Schüler der MBS haben einen Film gedreht, in dem man so allerlei erfährt über den Schulalltag. In der Aula gibt es zahlreiche Infostände. Hier kann man unter anderem in die Fremdsprachen Englisch (ab der 5. Klasse), Französisch (ab Klasse 7) und Spanisch (ab Klasse 9) hineinschnuppern. Der Fachbereich Ethik zeigt, wie mit Kindern bereits philosophiert werden kann.
Jenseits der üblichen Fächer wie Deutsch und Mathe gibt es auch AGs und Wahlpflichtunterricht. Der zwölfjährige Merdan präsentiert den Wahlpflichtunterricht „Schüler für Tiere“. Wortgewandt erzählt er, was die Kinder im Laufe des Schuljahres alles gemacht haben, etwa Blumen im Schulgarten gepflanzt für Bienen und Hummeln. Demnächst geht’s nach Lorsch in den Unverpackt-Laden und zum Müll sammeln an den Bruchsee.
Seit diesem Schuljahr werden Haupt- und Realschüler wieder ab Klasse 5 getrennt unterrichtet. Man könne so die Bedürfnisse der einzelnen Schüler besser fördern, heißt es von der Schulleitung. Für die Hauptschüler bedeutet das: Einmal in der Woche steht ein Projekttag an. Evin aus der Fünften stellt einen solchen vor, in dem sich alles um Hieroglyphen und Geschichte dreht. Die Projekttage sind fächerübergreifend gestaltet. Auch handwerkliche Elemente sind enthalten. Von Anfang an lernen die Kinder, Themen methodisch zu erarbeiten, so werden Schlüsselkompetenzen gefördert.
Oben im ersten Stock wird Theater gespielt, in der Mediothek stellen sich die „Digitalen Helden“ vor. Unten in den Fachräumen von Biologie, Chemie und Physik wird experimentiert. Im Chemiesaal steht neuerdings ein 3D-Drucker, mit dem die Lehrer viele der benötigten Utensilien selbst herstellen. Die technische Ausstattung ist modern, vom Smartboard bis hin zur Ausstattung der Fachräume. Experimentieren steht im Vordergrund, man ist abgekommen vom Frontalunterricht.
 
Holz- und Nähwerkstatt gewähren Einblick
Semira, ein Chemie-Ass aus der 10. Klasse, ist wie viele andere an diesem Tag freiwillig gekommen, um zu helfen. In der Holzwerkstatt sind es Ceren und Hamid, die den künftigen Schulkameraden praktisches Arbeiten mit Holz zeigen. Auch in der Nähwerkstatt können die künftigen Fünftklässler sich ausprobieren. Gut besucht sind auch die Lego-Mindstorm-Station und die Räumlichkeiten der Talent Company. Schulleitung, Elternbeirat und Förderverein geben Auskunft. Und die Grundschüler? „Das ist hier viel spannender als in unserer Schule“, findet ein Mädchen und rennt mit der Freundin schon zur nächsten Station.

Präsentationsprüfungen in Sicht

Prüfungen sind in jedem Alter und in jeder Lebenslage eine Herausforderung. Über eine gute Vorbereitung geht daher nichts, will man im entscheidenden Moment seine Trümpfe nicht aus der Hand geben.

Die Hauptschulabschlussklassen 9a und 9bH ergriffen die Gelegenheit und übten in einem kleinen, überschaubaren Projekt die bevorstehende Prüfungssituation. Die Aufgabenstellung die zu bewältigen war, wurde von den Klassenlehrern Frau Ludewig und Herr Vuletic vorgegeben.  „Mit den euch zur Verfügung gestellten Materialien, wie z.B. Draht, Lüsterklemmen, Lampenfassungen und Lämpchen, sowie Grundbrettchen sollt ihr in vier Schulstunden das Geschicklichkeitsspiel – der heiße Draht – bauen“, so die Ansage der Lehrkräfte.  Alle relevanten Prüfungsteile sollten nun durchgespielt werden. Von der Zusammenstellung der Dreierteams über die Aufgabenverteilung hin zu Planung des Prozesses und die eigentliche Erstellung des „Produktes“ bis zur Vorstellung des Spiels und Prozesserläuterungen wurde alles durchgespielt und nachempfunden.

Wichtige Erkenntnisse wurden sowohl bei den begleitenden Lehrkräften als auch bei den Schülerinnen und Schüler gewonnen. Die Verwendung und der Einsatz von eher gebräuchlichen und alltäglichen Werkgegenständen sind bei vielen Schülern nicht mehr als bekannt vorauszusetzen. Ein Schüler hatte z.B. noch nie eine Lüsterklemme in der Hand, geschweige denn einen passenden Schraubenzieher mit dem man die Kabelenden in der Klemme befestigen konnte. Aber auch der Umgang mit Schrauben, Nägeln, Hammer und Säge bereitete einiges Kopfzerbrechen bei den Eleven.  Schließlich ging es um den physikalischen Sachverstand, nämlich, als man einen funktionierenden Schaltkreis aufbauen sollte. Wie sind die Leitungen zu verlegen und anzuschließen, dass bei einem Kontakt die Leuchte brennt? Etwas relativ einfaches, wenn man ein entsprechendes Grundverständnis mitbringt. Durch sehr anschauliche und geduldige Erläuterungen und Erklärungen der Fachlehrer wurden schließlich alle Probleme gelöst. Durch die selbst gebaute Anlage wurden physikalische Grundkenntnisse „begreifbar“, denn schließlich funktionierte das Geschicklichkeitsspiel, so wie es im Plan theoretisch aufgezeichnet war. Eines wurde bei diesem Versuch deutlich: Praktisches Handwerken und Arbeit kann nicht früh genug in der Schule gefördert und geübt werden. Hier sollte Schule das leisten, was früher der Großvater mit seinen Enkeln in der Werkstatt mit großer Selbstverständlichkeit praktizierte und damit vielmals die Grundlagen für spätere Berufsentscheidungen in einem Handwerksbereich legten. Und ein Sprichwort gilt auch heute noch und in Zukunft wahrscheinlich noch mehr: „Handwerk hat einen goldenen Boden“.  (ml)