Heppenheimer Realschüler berichten über ihre Berufspraktika

Copyright: Echo Online vom 20.04.2018

Das Glück der Erde: Über den Beruf der Pferdewirtin informiert eine Mädchengruppe bei der Ausstellung in der Aula der Heppenheimer Martin-Buber-Schule. Foto: Karl-Heinz Köppner

Von Astrid Wagner

HEPPENHEIM – Erste Erfahrungen im Berufsleben sammelten in den vergangenen Wochen die Schüler der drei achten Realschulklassen der Heppenheimer Martin-Buber-Schule. Was sie bei ihren Praktika erlebt und gelernt haben, fassten sie zunächst in Praktikumsberichten und auf Plakaten zusammen und stellten es am Mittwochabend ihren Eltern vor. Die drei besten Praktikumsberichte werden in jedem Jahr ausgezeichnet.

Jonas Gugenberger aus der 8 a R ist einer der drei Glücklichen. Der Blick in seine Praktikumsmappe, die in der Ausstellung im Foyer der Schule ausliegt, begeistert. „Den würde ich sofort einstellen“, nickt ein Vater zustimmend. Jonas hat sein Praktikum im „Muse Chocolat“ gemacht. Mit zahlreichen Fotos hat er seinen Bericht bebildert.

Liest man hinein, spürt man sofort, wie viel Freude ihm all seine Erfahrungen gemacht haben. Wenn einer in diesem Alter schreibt, dass die Zeit jeden Tag „viel zu schnell“ vorbeigegangen sei, dann merkt man schon, da brennt einer für diese Arbeit. Gekonnt präsentierte der Schüler seine Erlebnisse den Eltern. Dabei sprach er ins Mikrofon, als hätte er nie etwas anderes gemacht. Lauter Bilder von Köstlichkeiten zeigt er dem immer hungriger werdenden Publikum, erklärt ganz genau, was man dort sieht. Gerne, so unterstreicht er, würde das jeden Tag machen. Vielleicht sollte Jonas aber auch über eine Ausbildung in der Werbebranche nachdenken. Denn für seinen Praktikumsbetrieb hat er die beste Reklame gemacht, die man sich vorstellen kann. Mit „Wissen Sie was? Ich durfte das alles auch probieren!“ landet er am Ende noch einen großen Lacher. Ausgezeichnet wurden auch Pascal Tix (8 b R) und Damla Cavuldak (8 cyR). Amelie Seelig berichtete anschaulich von ihren Erfahrungen bei der Firma Langnese.

Darüber hinaus stellte die Agentur für Arbeit die Aufgaben der Berufsberatung vor, Diakon Peter Jakob erläuterte die Berufsfindungsaktion „Bufi“ der Gemeinde St. Peter und der Kolpingfamilie Heppenheim.

Vorab hatten die Gäste Gelegenheit, sich die Ausstellung anzusehen. Hier hatten sich unter anderem vier Mädchen den Beruf des Pferdewirts näher angeschaut. Eine Erfahrung, die Daria in ihrem Berufswunsch bestärkt hat. Mit ganz viel Mühe und Liebe hatten die vier jungen Damen ihre informativen Plakate gestaltet. Auf dem Tisch konnte man Halfter, Hustentee für Pferde und vieles mehr sehen. Auch im Tierheim oder beim Tierarzt sammelten Praktikanten Erfahrungen.

Der Beruf des technischen Produktdesigners wurde unter die Lupe genommen. Ein auseinandergenommener PC ließ bereits von Weitem vermuten, dass es sich um die Ausbildung zum Fachinformatiker handelte. Andere hatten akribisch die Werkzeuge eines Optikers gezeichnet.mn Auch die Berufe einer Erzieherin, eines Kfz-Mechatronikers und einer Rechtsanwaltsfachangestellten wurden ausprobiert.

Gar nicht begeistert war ein Mädchen vom Beruf der Friseurin. „Der Beruf hat mein Interesse nicht geweckt“, schreibt sie im Bericht und ist ein wenig traurig darüber, dass ihr so wenig beigebracht wurde. Der Beruf des Konditors oder Bäckers fand recht guten Anklang. Es habe Spaß gemacht, so viel zu lernen und zu erfahren, konnte man nachlesen. Aber das frühe Aufstehen war dann doch nicht so der Fall des Praktikanten.

Wie junge Menschen die Welt verändern

„Soko Tierschutz“ zu Gast an der Martin Buber Schule

 

„Sei du selbst die Veränderung, die du dir wünschst für diese Welt.“ Wieviel Wahrheit in den Worten Mahatma Gandhis steckt und dass jeder Einzelne viel bewegen kann, erfuhren Schüler der Martin Buber Schule Heppenheim bei einem Besuch von Soko Tierschutze.V. . Hanna Elsig informierte die Klassen 6c und 8bR über die Arbeit des Vereins mit Sitz in Augsburg, über Tier- und Verbraucherschutz. Ziel dieses Vereins ist es, durch investigativen Journalismus tierrechtswidrige Zustände in Ställen, Schlachthöfen und Tierversuchslaboren europaweit zu dokumentieren und an die Medien weiterzuleiten. Jeder Bürger hat ein Recht auf Aufklärung und der entstehende Medienrummel z.B. durch TV-Auftritte bei stern TV oder Spiegel TV zeigte bereits Wirkung.
Bewegend, interessant und auch erschütternd war das teils bei Undercover Recherchen entstandene Bildmaterial zu den Themen Nutztierhaltung, Eierproduktion, Tierversuchen und Pelzindustrie.

Nachdenklich lauschten die Schüler sowie deren Lehrkräfte Angelika Mußbach und Silke Michel dem Vortrag, einige Jugendliche beeindruckten durch großes Vorwissen und auch viele Fragen konnten beantwortet werden.
So wusste Merdan aus der 6c, dass ein Küken vom Schlüpfen bis zur Tötung  41 Tage leben darf, während es in der Natur eine Lebenserwartung von 6-8 Jahren hat. Nicola aus der 8bR kannte bereits das aus Weizeneiweiß hergestellte und ursprünglich aus Japan stammende Seitan und Amelie wusste, wie grausam Primatenversuche am MPI in Tübingen sind.

Ein Ratequiz veranschaulichte den Jugendlichen unglaubliche Zahlen des derzeitigen Fleischkonsums: jeder Deutsche isst in seinem Leben durchschnittlich 1100 Tiere und jährlich müssen in Deutschland 750 Millionen Tiere für Lebensmittel sterben. Zur Herstellung von 1kg Rindfleisch werden stolze 15000l Trinkwasser benötigt, für 1kg Kartoffeln hingegen nur 100l.
Diese Fakten sorgten für sichtliche Überraschung und Betroffenheit und es wurde klar, dass Fleischkonsum nicht nur den Einzelnen betrifft, sondern auch die natürlichen Ressourcen der Erde und letztlich zu Wasserknappheit und Umweltzerstörung beiträgt.

Die älteren Schüler der 8bR, einige haben bereits Erfahrungen in vegetarischer Ernährung gesammelt,  interessierten sich sehr für die sog. „Fleischersatzprodukte“ aus Soja oder Tofu und erkundigten sich nach vegetarisch-veganen Restaurants im Umkreis.
Tier- und Umweltschutz wurden an diesem Unterrichtstag greifbar und es wurde klar, dass jeder Einzelne sich engagieren und die bestehenden Zustände im Kleinen und Großen verändern kann.

Ein herzliches Dankeschön an Hanna Elsig und Soko Tierschutz für den Besuch!

Weitere Informationen zum Verein : www.soko-tierschutz.org

von: Silke Michel

FSJ – Team für das Schuljahr 2018/2019 gesucht

Unser aktuelles FSJ-Team für das Schuljahr 2017/18

Die Martin-Buber-Schule in Heppenheim sucht für das kommende Schuljahr freundliche junge Menschen, die ein Freiwilliges soziales Jahr absolvieren möchten. Falls Sie Interesse an einer Tätigkeit als FSJ-Kraft an unserer Schule haben, können Sie sich die nachfolgenden Informationen herunterladen.

FSJ-Ausschreibung-2018-19 (442.8 KiB, 22 downloads)

 

Präventionsarbeit an der MBS: Wir helfen uns, keiner darf allein zurückbleiben

Schülerinnen und Schüler sind täglich konfrontiert mit Abenteuern. Assoziationen liefern die Medien, Werbung, Zigaretten, besondere alkoholische Getränke, Zigarettenmarken oder die Schulkameraden, welche jemanden überzeugen wollen dieses ‚Abenteuer‘ zu erleben. Dieses setzt besonders bei jungen Menschen ein hohes Maß an Erwartungen, Fragen und auch Problemprozessen in Gang.

Um bei der Bewältigung dieser Problemprozesse eine Alternative zu bieten, haben sich die Pädagogen der Martin-Buber-Schule zusammen mit Kubus e.V. seit vielen Jahren ein Suchtpräventionsprogramm erarbeitet. In diesem interdisziplinarem Konzept sollen Schülerinnen und Schüler positiv bestärkt werden, das eigene Ich zu fokussieren, im richtigen Moment Nein sagen zu können und diesen Standpunkt zu vertreten. Die Förderung der Selbstsicherheit und des Selbstbewusstsein haben hier die oberste Priorität.

So erhalten die Schülerinnen und Schüler seitens der Naturwissenschaften einen Einblick über die Suchtmittel und ihre Folgen. Weiter erarbeiten sie sich gesellschaftliche Folgen und erörtern dies in Bezug auf das Individuum und die umgebende Umwelt. Um diesem Prozess der Förderung der sozialen Kompetenz gerecht zu werden, bedarf es nicht nur der theoretischen Durchdringung und Sensibilisierung, sondern auch eines Zugangs mit praktischer Durchführung und Selbsterfahrung.

In diesem Zusammenhang werden den Schülerinnen und Schüler aller siebten Klassen der Martin-Buber-Schule Lernprozesse mit kooperativen Abenteueraufgaben eröffnet. Im Fokus hier steht die Auseinandersetzung mit der eigenen Person in ständiger Wechselwirkung zu den Mitschülern und den an sie gestellten Wagnisssituationen. Am vergangenen Montag fanden, geleitet durch die Sportfachschaft der MBS, dazu Übungen in der Sporthalle statt, wo es galt Hindernisse in verschiedenen Aufgabenstellungen zu bewältigen. So gab es eine Vertrauensübung, bei der Schüler mit verbundenen Augen von Mitschülern durch die Halle und einen Parcours geführt wurden. An anderen Stationen galt es als Gruppe ein Hindernis zu überwinden. Leitaufgabe war hier: Keiner darf zurückbleiben.

Einige Teilnehmer mussten dabei Ängste überwinden, andere konnten ihnen dabei helfen und erfuhren so eine Wertschätzung. Allgemein waren die Schüler oft überrascht, was man alles als Gruppe leisten kann, wenn man zusammen arbeitet.

Das Überwinden des Berges, das bei der ersten Anschauung vorher oft mit „das geht nicht“ und „das kann ich nicht“ bewertet wurde, war am Ende kein Problem mehr und viele Schülerinnen und Schüler kamen über das Hindernis , die das nicht für möglich gehalten hätten.

Ein Schüler schlussfolgerte richtig: „Es ist gut, wenn helfende Hände da sind und ich weiß, dass ich auch zupacken kann und mir dann die Aufgabenbewältigung leichter fällt.“

Die Lehrkräfte resümierten für den Tag, dass sich das Erlebnis des gemeinsamen Handelns der Schüler untereinander als sehr lohnenswert herausgestellt hat. Die Beiträge der Schüler in den Reflexionen haben deutlich zu verstehen gegeben, dass Kooperation, Teamwork und Empathie Kernaufgaben zur Suchtprävention darstellen und dass dieses Thema als gesellschaftliche Querschnittsaufgabe anzusehen ist, in welcher die Schule als ein zentraler Ort durch einen hohen Grad positiver Einflussnahme auf die jungen Menschen viel bewirken kann.

Die Schülerinnen und Schüler werden an die gemachten Erfahrungen bei einem mehrtägigen Ausflug nach Lindenfels in kleineren Seminareinheiten weiterarbeiten, um die Jugendlichen stark gegen negative Einflüsse zu machen.

von: Robert Vuletić

Die Schulleitung dankt Frau Menzel, Herrn Keller und Herrn Vuletić für ihren Einsatz
für die Schülerinnen und Schüler.

Spektakuläre Auftritte und Beiträge beim Schüler-Lehrer-Konzert

Bilder von Lara Gärtner (9bR) und S. Zappen

Schüler und Lehrer musizieren an Buberschule

Copyright Echo Online 17.03.2018

HEPPENHEIM – (red). Das traditionelle Schüler- und Lehrerkonzert wird am Mittwoch, 21. März, in der Aula der Heppenheimer Martin-Buber-Schule veranstaltet. Einlass ist ab 18 Uhr, das Konzert beginnt um 18.30 Uhr. Schülerinnen und Schüler verschiedener Altersgruppen von Klasse sechs bis zehn werden ihr musikalisches Können zeigen auf Violine, Akkordeon, Keyboard, Klavier, Gitarre und Stimme. Die Gesangs-AG singt aktuelle Popsongs solistisch und in der Gruppe, eine Sprachintensivklasse wird auf Perkussions-Instrumenten ihr Können zeigen und eine Lehrergruppe mit dreistimmigen Liedern das Programm bereichern.

Förderverein bewirtet die Zuhörer

Erstmalig ist das Programm nicht nur von Schülern und Lehrern der Buberschule gestaltet, sondern es wird auch eine Kollegin zusammen mit ihrem Vater auftreten. Zwei Schülerinnen der Klasse 10aR führen durch das Programm. Die Schulgemeinschaft mitsamt den ehemaligen Schülern und Lehrern sowie alle musikalisch Interessierten sind zu diesem Konzert eingeladen.

Ab 18 Uhr und in der Konzertpause bewirtet der Förderverein der Martin-Buber-Schule die Gäste mit Getränken und belegten Brötchen. Der Erlös kommt den Schülerinnen und Schülern zugute. Der Eintritt ist frei, eine Spende an den Förderverein willkommen.

An der Martin-Buber-Schule geben Profis Tipps für die Bewerbung

Copyright Echo Online 16.03.2018 von Astrid Wagner

Kerstin Lackmann (Mitte) selbst Auszubildende, erläutert den Jugendlichen, was sie für ihre Bewerbung wissen müssen. Foto: Sascha Lotz

HEPPENHEIM – „Nicht für die Schule, sondern für das Leben lernen wir“, hat Seneca einst geschrieben. An der Martin-Buber-Schule wird zurzeit besonders viel für das Leben gelernt, für die eigene Zukunft: Bei den Assessment-Tagen erfahren die 71 Schüler der neunten Klassen des Realschulzweigs allerhand rund um das Thema Bewerbung.

Drei Wochen lang stehen die Mittagsstunden im Zeichen des Bewerbungstrainings. Aber es sind nicht die Lehrer, die den Kindern graue Theorie zu vermitteln versuchen. Neun Firmen sind es insgesamt, die eng mit der Bildungseinrichtung zusammenarbeiten. Und die schicken in dieser Zeit Mitarbeiter an die Schule, sodass man mit „echten“ Arbeitgebern unter realistischen Bedingungen üben kann.

ASSESSMENT-TAGE

Seit vielen Jahren bereits gibt es die Assessment-Tage an der Heppenheimer Martin-Buber-Schule, wie Beate Späth aus dem Schulleiter-Team berichtete. Hier lernen die Mädchen und Jungen das Einmaleins der Bewerbung kennen: Vom Bewerbungsgespräch bis hin zum Einstellungstest.

Viele kommen hier auf den Geschmack, was das eine oder andere Berufsbild anbelangt, andere lernen, an sich und ihre Stärken zu glauben oder an den Schwächen zu arbeiten. Keiner wird nach dem Schulabschluss unvorbereitet auf den Ausbildungsmarkt entlassen. (rid)

Nicht ganz einfach, vor Publikum zu sprechen

Die Heppenheimer Firma Jäger direkt ist gerade zu Gast. Im neu hergerichteten, stylischen Raum der Strahlemann Talent Company treffen sich die Schüler in Kleingruppen mit Linda Rhein von Jäger direkt und Kerstin Lackmann, die dort eine Ausbildung absolviert. Firmeninhaber Franz-Josef Fischer ist übrigens Vorsitzender der Strahlemann-Stiftung.

Die beiden Frauen stellen das Unternehmen zunächst vor. Für drei Ausbildungsberufe kann man sich – aktuell auch noch für 2018 – bei Jäger direkt bewerben: als Elektroanlagenmonteur, Kaufmann/-frau für Büromanagement oder Fachkraft für Lagerlogistik. Nur alle zwei Jahre wird ein Azubi zum Fachinformatiker gesucht. In den Ausbildungsberufen werden pro Lehrjahr derzeit zwölf Jugendliche ausgebildet – 36 sind es insgesamt in dem 260 Mitarbeiter starken Unternehmen. Im Vorhinein mussten die Schüler sich einen „Wunsch-Beruf“ aussuchen und sich bewerben – auch, wenn der eigentliche Traumberuf nicht dabei war. Es soll schließlich möglichst realistisch geübt werden.

Neben einer schriftlichen Bewerbung freut man sich bei Jäger direkt, die künftigen Azubis während eines Praktikums kennenzulernen. Denn eine schriftliche Bewerbung lesen, mit einem Bewerber reden, das sei etwas ganz anderes, als ihn bei der praktischen Arbeit kennenzulernen. Ist er teamfähig? Wie geht er mit Herausforderungen um? „Brennt“ er für den Job?

Viele Firmen fordern von ihren Bewerbern bei der Vorstellung kleine Präsentationen. Die beiden Mitarbeiterinnen von Jäger direkt geben den Schülern allerlei Ideen für eine Kurz-Präsentation an die Hand. Eine Viertelstunde ist Zeit, sich vorzubereiten. Wichtig: Man sollte zu einem Thema sprechen, das einen interessiert, für das man sich begeistert. Da muss es nicht zwangsläufig um den künftigen Beruf gehen. Die Arbeitgeber wollen vielmehr sehen, wie sich der Bewerber verkaufen kann.

Zwei Minuten vom liebsten Hobby oder vom letzten Urlaub erzählen – das klingt gar nicht so schwer, mögen sich die einen denken. Anderen sieht man die Panik bei dem Gedanken an, vor Publikum reden zu müssen. Johannes, 15 Jahre alt, traut sich als Erster. Und er macht seine Sache gut, lächelt viel, zeigt sich offen und sucht den Blickkontakt zu den Zuhörern. Linda Rhein schafft es, auf charmante und motivierende Art zu kritisieren. Bei jedem der Vortragenden nennt sie zunächst das, was gut war an der Präsentation. Und dann gibt es Tipps, was besser werden könnte, Tipps, die Mut machen.

Der 15-jährige Abi erzählt von seiner Liebe zur Mathematik, Fabian (14) reißt alle mit seiner strukturierten Erzählung lustiger und spannender Urlaubserlebnisse förmlich mit. Selina (15), die Tierpflegerin werden möchte, erzählt von ihrem Traumberuf. Lob und gute Ratschläge gibt es für alle. Mit der Zeit legt sich bei allen die Nervosität und sie spüren: Übung macht den Meister.

Wie aus einem Schimpansen ein französischer Staatsbürger wurde

Schülerinnen und Schüler der Klassen 8a und 8bH besuchten am vergangenen Freitag die sehr moderne und  lehrreiche Inszenierung des Stückes „Der Affe von Hartlepool“ im Jungen Theater Mannheim.  Die begleitenden Lehrkräfte sahen in diesem Unterrichtsgang auch so etwas wie ein Experiment bzw. Versuch, wie sich die Jugendlichen mit dieser ihnen doch sehr ungewohnten Umgebung arrangieren und auch einen persönlichen Nutzen aus dieser neuen Erfahrung ziehen werden. 

Da es sich bei der Aufführung um eine „Premiere“ handelte, verständigte man sich auf Anlass gemäßer Kleidung. Und so erschienen die Jugendlichen herausgeputzt in chicken Hosen und weißen Hemden und Blusen.  Im Foyer des Theaters entwickelte sich eine gespannte, aber dennoch ausgelassene und freudige Atmosphäre.  „Was erwartet uns da und wie werden wir das in der klassengemeinschaftlichen  Runde erleben?“ Und dann war es soweit. Die Saaltüren öffneten sich und man betrat einen abgedunkelten Raum, der durch verschiedene Lichteffekte und exponierte Bühnenrequisiten Aufmerksamkeit einforderte.  Und dann auch noch „Menschenaffen“. Schauspieler, die sich mit Schimpansenmasken und Gehhilfen so natürlich über die Bühne bewegten, als seien das tatsächlich „Affen“.  „Echt krass, cool“, entfuhr es einem Schüler, „was geht da ab?“  Und dann nahm das Spiel seinen Lauf. In der 75-minütigen Darbietung wurde die Geschichte eines Schimpansens erzählt, der bei dem Untergang eines französischen Kriegsschiffs im 18.Jahrhundert, als Einziger überlebte.  An die nordenglische Küste gespült, wird dieser als französischer Spion festgesetzt und ihm der Prozess gemacht.  Niemand hatte vorher einen Schimpansen gesehen, aber ignorante und indoktrinierte Menschen peitschten die Menge auf und bezeugten, dass Wesen, die so aussehen würden nichts anderes sein könnten als Franzosen.  Und diese hätten nichts anderes im Sinn als die bestehende Ordnung zu zerstören.  Schließlich folgte man dem Mob. Die Vernunft blieb auf der Strecke und mit dem „vermeintlichen Franzosen“ nahm es das zu erwartende Ende.

Beim Fallen des Vorhanges gab es stehenden Applaus und ein Schüler skandierte sogar „Zugabe“, was von den Schauspielern mit wohlwollenden „Gegenapplaus“ beschieden wurde.

Im Anschluss verweilte man noch einige Minuten im Foyer und versuchte das Gesehene zu reflektieren. Keine einfache Kost, so waren sich alle einig, aber man hatte etwas gesehen, was einen berührte, irgendwie auch betraf. Dies aber in Worte zu fassen, fiel schwer. Daher vereinbarte man mit der zuständigen Theaterpädagogin ein Nachtreffen in der Schule, bei dem das Kernthema, nämlich Fremdsein, Anders sein und Rassismus thematisiert werden soll. 

Experiment gelungen, denn an diesem Abend wurden einige Lernfelder angesprochen und teilweise auch erfolgreich bearbeitet.  Dass die Schülerinnen und Schüler glücklich nach Hause fuhren,  konnte man bei der Zugfahrt erleben. Ein Schüler outete sich als absolut begabter Rapper, der mit seinen Songs Schulleben und Alltagserfahrungen in Raps packte und damit das ganze Zugabteil zum Schwingen und Grooven brachte. Was ein Abend!
(ml)

Ticket Hartlepool (937.2 KiB, 9 downloads)

Zurück zur Haupt- & Realschule in den Jahrgangsstufen 5 und 6

Für das kommende Schuljahr 2018/19 wurde für die neuen 5. und künftigen 6. Klassen folgendes Programm erarbeitet:

1 Hauptschulklasse mit

  • einem Projekttag, auch in Kooperation mit externen Unterstützern unserer Schule
  • 2 Unterrichtsnachmittagen mit verbindlichem Mittagessen
  • Doppelbesetzung in den Hauptfächern
Realschulklassen mit

  • Lernzeiten am Vormittag
  • Entweder 2 Unterrichtsnachmittagen mit verbindlichem Mittagessen
  • oder 2 Unterrichtsnachmittage + 2 Lernzeitnachmittage mit verbindlichem Mittagessen
  • LRS-Förderung

Kosten entstehen nur für das Mittagessen. Diese betragen ca. 3,60 €  pro Essen.

Tobias Diehl neuer stellvertretender Leiter der Heppenheimer Martin-Buber-Schule

Von Astrid Wagner
Copyright Echo Online 21.02.2018

Quartett komplett: Mit der Ernennung von Tobias Diehl zum stellvertretenden Schulleiter hat das Führungsteam der Martin-Buber-Schule volle Mannschaftsstärke erreicht. Unser Bild zeigt (von links): Konrektorin Beate Späth, Tobias Diehl, Schulleiterin Petra Röhrig und Konrektor Jonas Meier. Foto: Sascha Lotz

HEPPENHEIM – Tobias Diehl ist der neue stellvertretende Schulleiter der Heppenheimer Martin-Buber-Schule (MBS). „Nach vier Jahren ist unser Schulleitungsteam endlich voll besetzt“, freut sich Schulleiterin Petra Röhrig gemeinsam mit den beiden Konrektoren Beate Späth und Jonas Meier.

Diehl, der vor knapp zwei Wochen den Dienst an der MBS antrat, kommt von der Bensheimer Geschwister-Scholl-Schule nach Heppenheim (wir haben berichtet). Dort war er in den vergangenen zweieinhalb Jahren Leiter des Realschulzweigs. Der 40 Jahre alte gebürtige Lorscher ist Lehrer für Deutsch, Geschichte sowie Politik und Wirtschaft, hat in Heidelberg studiert.

Seine Laufbahn als Lehrer begann er an der Heppenheimer Konrad-Adenauer-Schule und der Auerbacher Schillerschule. Auf der Suche nach neuen Herausforderungen verschlug es Diehl für sechseinhalb Jahre an eine Schule in München.

Kombiklassen haben ausgedient

Irgendwann zog es ihn zurück in seine Heimat: „Ich bin Bergsträßer“, unterstreicht er im Gespräch. Sieben Jahre war er an der Scholl-Schule. Dann kam der Ruf nach Heppenheim. An der Buber-Schule habe er sich vom ersten Tag sehr wohl gefühlt, sagt der Pädagoge. Es sei familiärer hier. In Bensheim gibt es 1500 Schüler, in Heppenheim sind es 520.

Begeistert zeigt er sich von der „tollen Medienausstattung“ – eines der Ergebnisse von Modernisierungsmaßnahmen. „Die Kreidezeit liegt hinter mir“, scherzt er mit Blick auf die zur Verfügung stehenden Smartboards.

In Heppenheim unterrichtet er Deutsch und Geschichte, derzeit in der sechsten, neunten und in der Sprachintensiv-Klasse. An der neuen Aufgabe reizt Diehl, dass er stärker als zuvor Schule mitgestalten, eigene Ideen einbringen und umsetzen kann. Eine der ersten Maßnahmen ist die Digitalisierung des Stundenplans. Künftig kann man online sehen, welchen Unterricht man wo hat – und welche Stunden eventuell ausfallen. Ein großes Lob zollt Diehl der Berufsorientierung; er freut sich, künftig die Abschlussprüfungen mitzugestalten.

Ein Meilenstein ist die Auflösung der Kombiklassen. Bisher wurden Haupt- und Realschüler in der fünften und sechsten Klasse gemeinsam unterrichtet. Ab dem kommenden Schuljahr werden die Schulzweige wieder komplett getrennt. „Fördern und fordern“ ist das Konzept überschrieben, das große Chancen für beide Zweige birgt. Die Hauptschüler werden gefördert, zwei Lehrer kümmern sich im Unterricht um sie, es gibt einen Projekttag pro Woche, an dem durch Praxis gelernt wird.

Petra Röhrig ist froh, dass man zu viert nun die Aufgaben neu verteilen kann und sich mehr auf die Schulentwicklung konzentrieren kann. „Wir sind im Aufbruch“, kündigt Diehl an, der sich auch auf die Zusammenarbeit mit den Eltern – etwa im Förderverein – freut.

Ein Aufbruch auch in die Moderne: Denn die vor etwa zehn Jahren begonnenen Umbau- und Sanierungsarbeiten an der Haupt- und Realschule finden nun ihren Abschluss.

Renoviert verfügt die Schule über neue Klassenräume, neue naturwissenschaftliche Räume, neue Werkstätten, eine Mediothek und eine Mensa. Ganztagsklassen bieten neben der Hausaufgabengarantie zusätzlich je eine Förderstunde in den Hauptfächern. Alle Stunden, auch die Hausaufgabenbetreuung, finden bei den Lehrern statt. Zusätzliches Personal (FSJler und Schüler der neunten Klasse während des verpflichtenden Sozialpraktikums) steht zur Verfügung. Das Angebot ist bis auf das Mittagessen kostenlos.

Ab der siebten Klasse wirkt das Berufsorientierungs- und Übergangskonzept der Schule. Jährliche intensiv betreute Berufspraktika vermitteln Einblicke in die Arbeitswelt und ermöglichen Kontakte zu interessanten Betrieben ebenso wie die Talent Company im Gebäude der MBS. Firmen stellen sich hier vor, Workshops werden von Personalleitern, Unternehmern und anderen Fachkräften geleitet. Profis aus der Wirtschaft leiten die Bewerbungstrainings, Gymnasial- und Berufschullehrer der Karl-Kübel-Schule und der Heinrich-Metzendorf-Schule gestalten den Wahlpflichtunterricht. In den zehnten Klassen erfolgt eine besondere Förderung in den Hauptfächern für den Übergang in die gymnasiale Oberstufe.