Weitere Impressionen vom Sommerfest 2018

Mädchen und Jungen präsentieren bei Sommerfest der Martin-Buber-Schule ihre Projekte

Copyright Echo Online 23.06.2018

Über aufgemalte Blumen schreiten die Besucher zum Sommerfest der Martin-Buber-Schule. Foto: Sascha Lotz

Von Astrid Wagner

HEPPENHEIM – Es gibt sie noch: Die idealen Männer zum Heiraten. Jedenfalls bald. Und die kommen alle aus der Heppenheimer Martin-Buber-Schule. Bei der Projektwoche haben Jungen, die derzeit die Klassen 5 bis 9 besuchen, beim Kniggekurs für Halbstarke so allerhand Nützliches gelernt und sind nun die wahren Gentlemen.
Wasif machte es beim Sommerfest am Donnerstag nicht nur vor, sondern erklärte auch noch perfekt, wie man eine Krawatte richtig bindet. Die Schüler hatten sich in ihren feinsten Zwirn geworfen – die Hemden waren selbstverständlich allesamt selbst gebügelt. Da wurde jede Hausfrau blass vor Neid, so ordentlich und akurat beherrschen das die Jungs mittlerweile.
Neben Bügeln und Krawatte binden waren die allgemeinen Umgangsformen Thema des Projekts, bei dem die Heranwachsenden lernten, wie man sich für welche Gelegenheit am besten anziehen sollte. All die Basics eben, die man auch für ein Vorstellungsgespräch bestens gebrauchen kann.

Garten erwacht aus Dornröschenschlaf
Weil der Kurs so gut ankommt, wird nun überlegt, ihn als AG oder innerhalb des Wahlpflichtunterrichts anzubieten. Bei aller Freude darüber, dass diese Jungs nun perfekt bügeln können, gab’s für die Mamas einen Dämpfer: „Bei aller Liebe, die Bügelwäsche daheim übernehme ich trotzdem nicht!“, zerstörte ein Teenager alle mütterlichen Hoffnungen.
Am Tag vor dem Beginn der Sommerferien herrschte allerlei Trubel im und um das Schulgebäude. Ins Auge fielen den Besuchern sofort die riesigen gemalten, wunderschönen Blumen auf dem Schulhof-Boden, die ein Gute-Laune-Gefühl verbreiten. Die Mauer hinter der Mensa haben Schüler und Lehrer im Laufe der Woche mit einer ebenso dekorativen Blumenwiese bemalt. Endlich schaut man beim Essen nicht mehr auf eine triste graue Wand.
Richtig schwer geschuftet hat die Gruppe, die den Schulgarten im wahrsten Sinne des Wortes aus dem Dornröschenschlaf erweckt hat. „Schulgarten in der Buberschule? Wo soll der denn sein?“, fragten sich viele. Auf dem Dach der Sporthalle – verborgen hinter meterhohen Brombeerhecken – befindet sich das großzügige Areal. In den Jahren des Umbaus an der Schule war das Vorhaben „eingeschlafen“. Ab dem kommenden Schuljahr soll es wieder richtig belebt werden.
Die Voraussetzungen wurden unter großem körperlichen Einsatz geschaffen: Brombeerhecken wurden gestutzt, Büsche geschnitten, in Hochbeeten wachsen nun bienenfreundliche Kräuter, die ebenso wie die Blüten der frisch eingesäten Wildblumenwiese möglichst bald Gäste für das aufgehängte Insektenhotel anlocken sollen. Im Arbeitslehreunterricht können dann Nistkästen und weitere Hochbeete entstehen, vielleicht gibt es auch eine Garten AG. Noch nicht wiedergefunden unter dem wuchernden Bewuchs wurde der einst angelegte Barfußpfad.
Viele Schüler der Sprachintensivklassen erhielten während des Festes ihre Sprachdiplome. Ein Zeichen dafür, dass Integration und Spracherwerb klappen kann, wie die Lehrer unterstreichen.
Auf der Bühne im Foyer zeigten viele Talente in den Sparten Musik, Tanz und Akrobatik, was sie können. Auch eine Theateraufführung konnte man bewundern. Das Tischkicker-Turnier fand großen Anklang. Und die rührigen Frauen vom Förderverein in ihren schicken grünen Shirts mit der Aufschrift „Gemeinsam für unsere Kinder“ versorgten die Gäste mit Kaffee und Kuchen.
Im unteren Bereich gab’s eine Ausstellung zu ernsten Themen wie Magersucht, Drogen oder Ritzen. Kreative Schüler hatten Papierlampen verschönert, andere wussten so ziemlich alles über Vulkane und gaben ihr Wissen mithilfe von Pappmacheemodellen von feuerspeienden Bergen an die Besucher weiter. Ein paar Schritte weiter freuten die sich über Leckereien des Kochprojektes. Die Kinder hatten sogar ihre Lieblingsrezepte zu Papier gebracht. So kann man nun daheim alles nachkochen.

 

NAMENSGEBER
Die Heppenheimer Haupt- und Realschule trägt den Namen des jüdischen Religionsphilosopen Martin Buber (1878-1965). Der Gelehrte lebte mit seiner Familie von 1916 bis zu seiner Emigration nach Palästina 1938 in Heppenheim. Seine damalige Wohnstätte, das Martin-Buber-Haus, ist als Kulturdenkmal geschützt und dient dem Internationalen Rat der Christen und Juden (ICCJ) als Sitz. (red)

92 Jugendliche bekommen ihr Abschlusszeugnis an der Martin-Buber-Schule in Heppenheim

Copyright Echo Online 14.06.2018

HEPPENHEIM – (jn). „Die Plackerei mit Höhen und Tiefen hat ein Ende, euer Einsatz hat sich mehr oder weniger gelohnt, doch ihr habt es geschafft und wir gratulieren euch“, begrüßte am Dienstag Schulleiterin Petra Röhrig die 92 Jugendlichen, die ihren Haupt- oder Realschulabschluss an der Martin-Buber-Schule (MBS) bestanden haben und in der neuen Aula verabschiedet wurden. Zum ersten Mal, dank der Renovierung, mit einer richtigen „akademischen Feier“, und so bot sich bei der Zeugnisübergabe ein schönes Bild, das die Absolventen sicher in Erinnerung behalten werden.

 

Gesamte Schulzeit während der Umbauphase
Froh gestimmte Eltern, zufriedene Klassenlehrer und ihre ehemaligen Schützlinge in festlichen Outfits ergaben einen prächtigen Rahmen, Worte der Anerkennung und Aufmunterung durften nicht fehlen. Die Schulleiterin erinnerte die Abgänger, von denen manche nur zwölf Monate, andere acht Jahre den Unterricht an der MBS besucht hatten, an eine Gemeinsamkeit: „Ihr seid ein Jahrgang, der während seiner gesamten Schulzeit den Umbau der Schule über sich ergehen lassen musste. Ständig musste geräumt und umgezogen werden, eine Klasse wurde noch im jetzt stillgelegten Nebengebäude unterrichtet, eine andere musste in den alten Bioraum im Keller ausgelagert werden. Aber das habt ihr gut und unbeschadet überstanden – schade nur, dass ihr die Einweihungsfeier nach zehn Jahren Bauzeit nicht mehr miterleben werdet.“ In diesem Jahrgang seien viele dabei, die gut gelernt, zuverlässig Klassenbücher geführt und Ordnungsdienst übernommen haben, die sich als Klassensprecher oder in Sozialpraktika engagiert und sich uneigennützig eingesetzt haben für die Belange der Mitschüler oder mehr Gerechtigkeit, so die Schulleiterin.
Stellvertretend dankte sie den Schulsprechern Marie Franken, Omar Ouro-Koura und Abdul Kadir, aber auch den Eltern, die die Schule unterstützt haben auch in der Vermittlung von Kompetenzen wie Drogenprävention, Integration, Fairness, Inklusion von Schwächeren und dem Umgang mit Computer, Smartphone und sozialen Medien.
„Mehr Mut und Zusammenhalt: Engagiert euch in wichtigen, die Welt bewegenden Dingen, tragt dazu bei, diese unsere Welt zu erhalten in all ihrer Vielfalt und all ihrer Schönheit. Ich wünsche euch alles Glück auf eurem weiteren Lebensweg und drücke euch die Daumen, dass ihr es schafft, einen Teil eurer Träume wahr werden zu lassen.“
Doch zunächst warten Berufsausbildung oder der Übergang auf weiterführende Schulen auf die 48 Abgänger, die einen qualifizierten Abschluss geschafft haben. Nachdem die Klassenlehrer ihren Schülern die Zeugnisse ausgehändigt hatten, wurden die Klassenbesten mit der Eins vor dem Komma noch einmal extra geehrt. Den musikalischen Part hatten Fachleiter Matthias Jakob und Lehramtsstudent Albert Sänger vorbereitet. Mit dem Song „Better in Time“ leiteten Jennifer Scholl und Blerona Jashari (10bR) über zum Finale.

Eine 10. Abschlussklasse sammelte für einen guten Zweck. Das gespendete Geld kommt Anni’s Suppenküche zu Gute. Vielen Dank im Namen der Pfarrei St. Peter.

Mit Projekttagen und Spanisch ins neues Schuljahr

MBS setzt neue Akzente für die Haupt- und Realschule

Heppenheim. Das Kollegium der Heppenheimer Haupt- und Realschule traf sich kürzlich zu einem Pädagogischen Tag. Nach einem Impulsvortrag der Schulleiterin der Alfred-Delp-Schule Lampertheim, Sylvia Meier, erarbeitete das Kollegium für die künftige fünfte Hauptschulklasse Projekttage. „Uns ist es wichtig, dass diese Kinder nicht nur mit dem Kopf, sondern auch mit Herz und Hand lernen“, äußert sich Schulleiterin Petra Röhrig zuversichtlich, dass das neue Konzept erfolgreich wird. Über zwanzig Projektideen wurden erarbeitet, die den Fünftklässlern zu Gute kommen sollen. Anschließend erarbeitete das Kollegium Kompetenztests, die künftig am Ende einer jeden Jahrgangsstufe in den Hauptfächern geschrieben werden sollen. „Wir erhoffen uns dadurch, Transparenz und eine möglichst individuelle Förderung unserer Schülerinnen und Schüler“, so Röhrig weiter. Neu an der Martin-Buber-Schule ist, dass im kommenden Schuljahr Spanisch als zweite Fremdsprache in der Jahrgangsstufe 9 angeboten wird. „Wir haben damit ein Alleinstellungsmerkmal an der Bergstraße mit diesem Sprachangebot in einer Realschule“, bilanziert Tobias Diehl, stellvertretender Schulleiter der MBS. Für diesen Fachunterricht wurde eine Muttersprachlerin aus Argentinien gewonnen, die Schulleitung und das Kollegium freuen sich über die Erweiterung des Sprachangebots. Am Ende des Pädagogischen Tages wurde auf die Projektwoche und das abschließende Sommerfest verwiesen. Am 21.06. werden zwischen 16.00 und 19.00 Uhr die Ergebnisse der Projektwoche im Sommerfest präsentiert. Gäste, auch die neuen Fünftklässler, sind herzlich willkommen.

Wie der Verzicht auf Nutella und Plastik die Welt retten hilft

Robert Marc Lehmann hält Vortrag „Abenteuer extrem“ an der MBS Heppenheim

Am Donnerstag stand der Unterricht der Heppenheimer Martin-Buber-Schule im Zeichen des Umweltschutzes. Alle Klassen der Haupt- und Realschule besuchten den Vortrag des bekannten Meeresbiologen Robert Marc Lehmann, der durch seine Fotografien und Filmbeiträge bei den großen Fernsehsendern berühmt wurde und u.a. im Jahr 2017 das Tierfoto des Jahres schoss.
Er selbst sieht sich als Meeresbiologe, Forschungstaucher und Abenteurer, doch Robert Marc Lehmann ist viel mehr; er ist ein „Robin Hood der Meere“, Umweltaktivist, Kämpfer für die Schöpfung.
Nach einer Begrüßung durch Schulleiterin Petra Röhrig ging es in der Aula der Schule direkt los mit einem Multivisionsvortrag voll von Information, bitterer Wahrheit und notwendiger Aufklärung.
Zuerst für die Klassen 5-7 und danach für die Klassen 8-10 gab der National Geographic Photographer of the Year 2015 mit seinen packenden Bildern Einblicke in den Lebensraum unter Wasser und vermittelte gleichzeitig, wie der Mensch die dort lebenden Tiere gefährdet.
Lehmann berichtete humorvoll und lässig von Tauchgängen mit Orcas, Robben und mit seinen Lieblingstieren, den zu Unrecht als Bestien verschrienen Haien. Während durch Hunde- und Katzenbisse jährlich 30000 Menschen weltweit sterben, sind es durch Haie nur  6. Zudem fressen diese hochsensiblen Tiere die Kadaver toter Meeresbewohner und gelten deshalb als „Gesundheitspolizei“ der Meere.
Weiter ging es mit verstörenden Bildern von Orang Utan Waisen, deren Mütter Brandrodungen zur Palmölgewinnung zum Opfer gefallen waren. Palmöl findet sich heute in so gut wie jedem zweiten Lebensmittel (zum Beispiel auch in Schokoladenaufstrichen), fördert jedoch die Zerstörung des Regenwaldes, Monokulturen und auch Kinderarbeit. Robert Marc Lehmann appellierte an die Jugendlichen, unbedingt auf Produkte mit Palmöl oder Palmfett zu verzichten und betonte, dass es fast immer leckere Alternativen gebe.

Selbst mit dem Angelsport aufgewachsen und als ehemaliger Leiter von Europas größtem Aquarium, kennt sich Lehmann bestens aus mit Tieren in Gefangenschaft. Heute verurteilt er diese Zurschaustellung von fühlenden Lebewesen in Zoos und Aquarien und hält diese für „völligen Quatsch“ und Tierquälerei.
Immer wieder erinnerte er die erstaunten und teils betroffenen Schüler und Lehrer daran, selbst aktiv zu werden – so auch beim Thema Plastikmüll. Qualvoll verendete Meerestiere, Vogelkolonien, die ihre Nester aus Plastikmüll bauen, an dem ihre Jungen ersticken, zugemüllte Südseeinseln, all das machte die Zuschauer sprachlos. Mit 235kg pro Kopf und Jahr seien wir Deutschen die zweitgrößten Plastikmüllproduzenten der Welt, da seien „nur noch die Amis dümmer.“
Nach einer Fragerunde konnten die Schüler abschließend noch Fotos mit sich und dem prominenten Gast machen und sich Autogramme geben lassen.
Wenn 500 Schüler 120 Minuten still sitzen und lauschen und sowohl bei Jugendlichen als auch Lehrern stellenweise Tränen kullern, dann muss das schon ein ganz besonderer Vortrag gewesen sein.
Lehmanns Schlussworte  werden in jedem Fall in Erinnerung bleiben: „Die Welt ist es wert, um sie zu kämpfen. Wir haben`s versaut – aber wir können`s noch ändern. Gebt niemals auf!“ Mit viel Applaus endete der spannende Schultag. Die Schulleiterin dankte Herrn Lehmann für die eindrucksvollen Vorträge und Lehrerin Silke Michel, die für die Organisation des Vortrages verantwortlich war.

(S. Michel)

Bundesjugendspiele am 03.05.2018

Der 2. Versuch im Schuljahr 2017/18

Die Sportlehrerinnen und Sportlehrer der Martin-Buber-Schule blickten am 3.5.2018 immer wieder besorgt zum Himmel, denn der Wettergott durfte nicht noch einmal einen Strich durch die Rechnung machen. Schon zu Beginn des Schuljahres mussten die Bundesjugendspiele aufgrund schlechten Wetters abgesagt werden. Und das kam an der Martin-Buber-Schule in der Vergangenheit eigentlich noch nie vor. Zumindest kann sich keiner der Sportlehrkräfte daran erinnern.
Um 8 Uhr, als die Klassenstufen 5-7 ins Stadion einliefen, herrschten noch recht kühle Temperaturen von ca. 15 Grad und es wehte ein frisches Lüftchen. Aber für sportliche Höchstleistungen waren dies perfekte Bedingungen. Nach einer Begrüßung und motivierenden Worten von Frau Röhrig war der Wettkampf eröffnet und die jüngeren Schülerinnen und Schüler unserer Schule machten sich mit ihren Klassenlehrerinnen und Klassenlehrern auf den Weg zu den verschiedenen Stationen, die von den 10. Klassen und Lehrkräften betreut wurden.
Um 10.00 Uhr trafen dann die 8. und 9. Klassen, sowie die SIK-Klassen ein. Nun versammelte sich die ganze Schülerschaft zum traditionellen Staffellauf, bei dem jeweils ein Jahrgang gegeneinander antrat. Pro Klasse liefen vier Mädchen und vier Jungen unter den Anfeuerungsrufen ihrer Klassen in einer Pendelstaffel im Wechsel.
Nach dem spannenden Staffellauf verließen die „Jüngeren“ den Sportplatz. Nun gaben die 8. und 9. Klassen ihr Bestes im Weitsprung, Sprint und Schlagballwurf. Aber auch die Disziplinen Langstrecke, Kugelstoß und Hochsprung konnten gewählt werden.
Um ca. 12.30 Uhr waren dann auch die letzten Sportler mit allen Stationen fertig. Und ganz zum Schluss kam sogar noch die Sonne hinter den Wolken hervor. Was will man mehr?

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Crêpes im Erdkundeunterricht

Im Rahmen der Unterrichtseinheit „Europa deckt den Tisch“ sollten die Schülerinnen und Schüler  der Klasse 6c zu Hause recherchieren, woher die Lebensmittel kommen, die sie konsumieren. Dabei stellten sie erstaunt fest, aus wie vielen europäischen Ländern die Produkte stammten. Im nächsten Schritt der Einheit wurden verschiedene europäische Länder in Bezug auf ihre Exportprodukte und Spezialitäten unter die Lupe genommen. Dabei sollte das Thema nicht nur theoretisch, sondern auch praktisch behandelt werden. Das heißt, es sollte auch gebacken, gekocht und selbstverständlich probiert werden.

Herr Ristock, Vater eines Schülers,  bot sich an, mit der Klasse ein landestypisches französisches Gericht zu backen –  Crêpes. Die Kinder waren sofort begeistert. Damit wir gleich mit dem Backen anfangen konnten, hatte Herr Ristock den Teig schon zuhause vorbereitet. In seiner Einführung wurde besprochen, welche Zutaten der Teig hat, wie man diesen auf die heißen Platten bringt, gleichmäßig verteilt, wendet und faltet. Anschließend durften die Schüler selbst aktiv werden. Als Toppings gab es Nutella, Zucker & Zimt, Apfelmus und Bananen. Der Duft der gebackenen Crêpes verbreitete sich schnell in der ganzen Schule. Als Getränk gab es eine Pfirsichbowle, natürlich ohne Alkohol. Alle waren begeistert. An diesem Beispiel sieht man, dass Unterricht auch Spaß machen kann.

An dieser Stelle danken wir  nochmals herzlich  Herrn Ristock für seinen Einsatz. Eine größere Freude hätten Sie uns nicht machen können.

Angelika Mußbach

 

Heppenheimer Realschüler berichten über ihre Berufspraktika

Copyright: Echo Online vom 20.04.2018

Das Glück der Erde: Über den Beruf der Pferdewirtin informiert eine Mädchengruppe bei der Ausstellung in der Aula der Heppenheimer Martin-Buber-Schule. Foto: Karl-Heinz Köppner

Von Astrid Wagner

HEPPENHEIM – Erste Erfahrungen im Berufsleben sammelten in den vergangenen Wochen die Schüler der drei achten Realschulklassen der Heppenheimer Martin-Buber-Schule. Was sie bei ihren Praktika erlebt und gelernt haben, fassten sie zunächst in Praktikumsberichten und auf Plakaten zusammen und stellten es am Mittwochabend ihren Eltern vor. Die drei besten Praktikumsberichte werden in jedem Jahr ausgezeichnet.

Jonas Gugenberger aus der 8aR ist einer der drei Glücklichen. Der Blick in seine Praktikumsmappe, die in der Ausstellung im Foyer der Schule ausliegt, begeistert. „Den würde ich sofort einstellen“, nickt ein Vater zustimmend. Jonas hat sein Praktikum im „Muse Chocolat“ gemacht. Mit zahlreichen Fotos hat er seinen Bericht bebildert.

Liest man hinein, spürt man sofort, wie viel Freude ihm all seine Erfahrungen gemacht haben. Wenn einer in diesem Alter schreibt, dass die Zeit jeden Tag „viel zu schnell“ vorbeigegangen sei, dann merkt man schon, da brennt einer für diese Arbeit. Gekonnt präsentierte der Schüler seine Erlebnisse den Eltern. Dabei sprach er ins Mikrofon, als hätte er nie etwas anderes gemacht. Lauter Bilder von Köstlichkeiten zeigt er dem immer hungriger werdenden Publikum, erklärt ganz genau, was man dort sieht. Gerne, so unterstreicht er, würde das jeden Tag machen. Vielleicht sollte Jonas aber auch über eine Ausbildung in der Werbebranche nachdenken. Denn für seinen Praktikumsbetrieb hat er die beste Reklame gemacht, die man sich vorstellen kann. Mit „Wissen Sie was? Ich durfte das alles auch probieren!“ landet er am Ende noch einen großen Lacher. Ausgezeichnet wurden auch Pascal Tix (8bR) und Damla Cavuldak (8cR). Amelie Seelig berichtete anschaulich von ihren Erfahrungen bei der Firma Langnese.

Darüber hinaus stellte die Agentur für Arbeit die Aufgaben der Berufsberatung vor, Diakon Peter Jakob erläuterte die Berufsfindungsaktion „Bufi“ der Gemeinde St. Peter und der Kolpingfamilie Heppenheim.

Vorab hatten die Gäste Gelegenheit, sich die Ausstellung anzusehen. Hier hatten sich unter anderem vier Mädchen den Beruf des Pferdewirts näher angeschaut. Eine Erfahrung, die Daria in ihrem Berufswunsch bestärkt hat. Mit ganz viel Mühe und Liebe hatten die vier jungen Damen ihre informativen Plakate gestaltet. Auf dem Tisch konnte man Halfter, Hustentee für Pferde und vieles mehr sehen. Auch im Tierheim oder beim Tierarzt sammelten Praktikanten Erfahrungen.

Der Beruf des technischen Produktdesigners wurde unter die Lupe genommen. Ein auseinandergenommener PC ließ bereits von Weitem vermuten, dass es sich um die Ausbildung zum Fachinformatiker handelte. Andere hatten akribisch die Werkzeuge eines Optikers gezeichnet.mn Auch die Berufe einer Erzieherin, eines Kfz-Mechatronikers und einer Rechtsanwaltsfachangestellten wurden ausprobiert.

Gar nicht begeistert war ein Mädchen vom Beruf der Friseurin. „Der Beruf hat mein Interesse nicht geweckt“, schreibt sie im Bericht und ist ein wenig traurig darüber, dass ihr so wenig beigebracht wurde. Der Beruf des Konditors oder Bäckers fand recht guten Anklang. Es habe Spaß gemacht, so viel zu lernen und zu erfahren, konnte man nachlesen. Aber das frühe Aufstehen war dann doch nicht so der Fall des Praktikanten.

Wie junge Menschen die Welt verändern

„Soko Tierschutz“ zu Gast an der Martin Buber Schule

 

„Sei du selbst die Veränderung, die du dir wünschst für diese Welt.“ Wieviel Wahrheit in den Worten Mahatma Gandhis steckt und dass jeder Einzelne viel bewegen kann, erfuhren Schüler der Martin Buber Schule Heppenheim bei einem Besuch von Soko Tierschutze.V. . Hanna Elsig informierte die Klassen 6c und 8bR über die Arbeit des Vereins mit Sitz in Augsburg, über Tier- und Verbraucherschutz. Ziel dieses Vereins ist es, durch investigativen Journalismus tierrechtswidrige Zustände in Ställen, Schlachthöfen und Tierversuchslaboren europaweit zu dokumentieren und an die Medien weiterzuleiten. Jeder Bürger hat ein Recht auf Aufklärung und der entstehende Medienrummel z.B. durch TV-Auftritte bei stern TV oder Spiegel TV zeigte bereits Wirkung.
Bewegend, interessant und auch erschütternd war das teils bei Undercover Recherchen entstandene Bildmaterial zu den Themen Nutztierhaltung, Eierproduktion, Tierversuchen und Pelzindustrie.

Nachdenklich lauschten die Schüler sowie deren Lehrkräfte Angelika Mußbach und Silke Michel dem Vortrag, einige Jugendliche beeindruckten durch großes Vorwissen und auch viele Fragen konnten beantwortet werden.
So wusste Merdan aus der 6c, dass ein Küken vom Schlüpfen bis zur Tötung  41 Tage leben darf, während es in der Natur eine Lebenserwartung von 6-8 Jahren hat. Nicola aus der 8bR kannte bereits das aus Weizeneiweiß hergestellte und ursprünglich aus Japan stammende Seitan und Amelie wusste, wie grausam Primatenversuche am MPI in Tübingen sind.

Ein Ratequiz veranschaulichte den Jugendlichen unglaubliche Zahlen des derzeitigen Fleischkonsums: jeder Deutsche isst in seinem Leben durchschnittlich 1100 Tiere und jährlich müssen in Deutschland 750 Millionen Tiere für Lebensmittel sterben. Zur Herstellung von 1kg Rindfleisch werden stolze 15000l Trinkwasser benötigt, für 1kg Kartoffeln hingegen nur 100l.
Diese Fakten sorgten für sichtliche Überraschung und Betroffenheit und es wurde klar, dass Fleischkonsum nicht nur den Einzelnen betrifft, sondern auch die natürlichen Ressourcen der Erde und letztlich zu Wasserknappheit und Umweltzerstörung beiträgt.

Die älteren Schüler der 8bR, einige haben bereits Erfahrungen in vegetarischer Ernährung gesammelt,  interessierten sich sehr für die sog. „Fleischersatzprodukte“ aus Soja oder Tofu und erkundigten sich nach vegetarisch-veganen Restaurants im Umkreis.
Tier- und Umweltschutz wurden an diesem Unterrichtstag greifbar und es wurde klar, dass jeder Einzelne sich engagieren und die bestehenden Zustände im Kleinen und Großen verändern kann.

Ein herzliches Dankeschön an Hanna Elsig und Soko Tierschutz für den Besuch!

Weitere Informationen zum Verein : www.soko-tierschutz.org

von: Silke Michel

FSJ – Team für das Schuljahr 2018/2019 gesucht

Unser aktuelles FSJ-Team für das Schuljahr 2017/18

Die Martin-Buber-Schule in Heppenheim sucht für das kommende Schuljahr freundliche junge Menschen, die ein Freiwilliges soziales Jahr absolvieren möchten. Falls Sie Interesse an einer Tätigkeit als FSJ-Kraft an unserer Schule haben, können Sie sich die nachfolgenden Informationen herunterladen.

FSJ-Ausschreibung-2018-19 (442.8 KiB, 190 downloads)