Wie der Verzicht auf Nutella und Plastik die Welt retten hilft

Robert Marc Lehmann hält Vortrag „Abenteuer extrem“ an der MBS Heppenheim

Am Donnerstag stand der Unterricht der Heppenheimer Martin-Buber-Schule im Zeichen des Umweltschutzes. Alle Klassen der Haupt- und Realschule besuchten den Vortrag des bekannten Meeresbiologen Robert Marc Lehmann, der durch seine Fotografien und Filmbeiträge bei den großen Fernsehsendern berühmt wurde und u.a. im Jahr 2017 das Tierfoto des Jahres schoss.
Er selbst sieht sich als Meeresbiologe, Forschungstaucher und Abenteurer, doch Robert Marc Lehmann ist viel mehr; er ist ein „Robin Hood der Meere“, Umweltaktivist, Kämpfer für die Schöpfung.
Nach einer Begrüßung durch Schulleiterin Petra Röhrig ging es in der Aula der Schule direkt los mit einem Multivisionsvortrag voll von Information, bitterer Wahrheit und notwendiger Aufklärung.
Zuerst für die Klassen 5-7 und danach für die Klassen 8-10 gab der National Geographic Photographer of the Year 2015 mit seinen packenden Bildern Einblicke in den Lebensraum unter Wasser und vermittelte gleichzeitig, wie der Mensch die dort lebenden Tiere gefährdet.
Lehmann berichtete humorvoll und lässig von Tauchgängen mit Orcas, Robben und mit seinen Lieblingstieren, den zu Unrecht als Bestien verschrienen Haien. Während durch Hunde- und Katzenbisse jährlich 30000 Menschen weltweit sterben, sind es durch Haie nur  6. Zudem fressen diese hochsensiblen Tiere die Kadaver toter Meeresbewohner und gelten deshalb als „Gesundheitspolizei“ der Meere.
Weiter ging es mit verstörenden Bildern von Orang Utan Waisen, deren Mütter Brandrodungen zur Palmölgewinnung zum Opfer gefallen waren. Palmöl findet sich heute in so gut wie jedem zweiten Lebensmittel (zum Beispiel auch in Schokoladenaufstrichen), fördert jedoch die Zerstörung des Regenwaldes, Monokulturen und auch Kinderarbeit. Robert Marc Lehmann appellierte an die Jugendlichen, unbedingt auf Produkte mit Palmöl oder Palmfett zu verzichten und betonte, dass es fast immer leckere Alternativen gebe.

Selbst mit dem Angelsport aufgewachsen und als ehemaliger Leiter von Europas größtem Aquarium, kennt sich Lehmann bestens aus mit Tieren in Gefangenschaft. Heute verurteilt er diese Zurschaustellung von fühlenden Lebewesen in Zoos und Aquarien und hält diese für „völligen Quatsch“ und Tierquälerei.
Immer wieder erinnerte er die erstaunten und teils betroffenen Schüler und Lehrer daran, selbst aktiv zu werden – so auch beim Thema Plastikmüll. Qualvoll verendete Meerestiere, Vogelkolonien, die ihre Nester aus Plastikmüll bauen, an dem ihre Jungen ersticken, zugemüllte Südseeinseln, all das machte die Zuschauer sprachlos. Mit 235kg pro Kopf und Jahr seien wir Deutschen die zweitgrößten Plastikmüllproduzenten der Welt, da seien „nur noch die Amis dümmer.“
Nach einer Fragerunde konnten die Schüler abschließend noch Fotos mit sich und dem prominenten Gast machen und sich Autogramme geben lassen.
Wenn 500 Schüler 120 Minuten still sitzen und lauschen und sowohl bei Jugendlichen als auch Lehrern stellenweise Tränen kullern, dann muss das schon ein ganz besonderer Vortrag gewesen sein.
Lehmanns Schlussworte  werden in jedem Fall in Erinnerung bleiben: „Die Welt ist es wert, um sie zu kämpfen. Wir haben`s versaut – aber wir können`s noch ändern. Gebt niemals auf!“ Mit viel Applaus endete der spannende Schultag. Die Schulleiterin dankte Herrn Lehmann für die eindrucksvollen Vorträge und Lehrerin Silke Michel, die für die Organisation des Vortrages verantwortlich war.

(S. Michel)

Bundesjugendspiele am 03.05.2018

Der 2. Versuch im Schuljahr 2017/18

Die Sportlehrerinnen und Sportlehrer der Martin-Buber-Schule blickten am 3.5.2018 immer wieder besorgt zum Himmel, denn der Wettergott durfte nicht noch einmal einen Strich durch die Rechnung machen. Schon zu Beginn des Schuljahres mussten die Bundesjugendspiele aufgrund schlechten Wetters abgesagt werden. Und das kam an der Martin-Buber-Schule in der Vergangenheit eigentlich noch nie vor. Zumindest kann sich keiner der Sportlehrkräfte daran erinnern.
Um 8 Uhr, als die Klassenstufen 5-7 ins Stadion einliefen, herrschten noch recht kühle Temperaturen von ca. 15 Grad und es wehte ein frisches Lüftchen. Aber für sportliche Höchstleistungen waren dies perfekte Bedingungen. Nach einer Begrüßung und motivierenden Worten von Frau Röhrig war der Wettkampf eröffnet und die jüngeren Schülerinnen und Schüler unserer Schule machten sich mit ihren Klassenlehrerinnen und Klassenlehrern auf den Weg zu den verschiedenen Stationen, die von den 10. Klassen und Lehrkräften betreut wurden.
Um 10.00 Uhr trafen dann die 8. und 9. Klassen, sowie die SIK-Klassen ein. Nun versammelte sich die ganze Schülerschaft zum traditionellen Staffellauf, bei dem jeweils ein Jahrgang gegeneinander antrat. Pro Klasse liefen vier Mädchen und vier Jungen unter den Anfeuerungsrufen ihrer Klassen in einer Pendelstaffel im Wechsel.
Nach dem spannenden Staffellauf verließen die „Jüngeren“ den Sportplatz. Nun gaben die 8. und 9. Klassen ihr Bestes im Weitsprung, Sprint und Schlagballwurf. Aber auch die Disziplinen Langstrecke, Kugelstoß und Hochsprung konnten gewählt werden.
Um ca. 12.30 Uhr waren dann auch die letzten Sportler mit allen Stationen fertig. Und ganz zum Schluss kam sogar noch die Sonne hinter den Wolken hervor. Was will man mehr?

Weiterlesen

Crêpes im Erdkundeunterricht

Im Rahmen der Unterrichtseinheit „Europa deckt den Tisch“ sollten die Schülerinnen und Schüler  der Klasse 6c zu Hause recherchieren, woher die Lebensmittel kommen, die sie konsumieren. Dabei stellten sie erstaunt fest, aus wie vielen europäischen Ländern die Produkte stammten. Im nächsten Schritt der Einheit wurden verschiedene europäische Länder in Bezug auf ihre Exportprodukte und Spezialitäten unter die Lupe genommen. Dabei sollte das Thema nicht nur theoretisch, sondern auch praktisch behandelt werden. Das heißt, es sollte auch gebacken, gekocht und selbstverständlich probiert werden.

Herr Ristock, Vater eines Schülers,  bot sich an, mit der Klasse ein landestypisches französisches Gericht zu backen –  Crêpes. Die Kinder waren sofort begeistert. Damit wir gleich mit dem Backen anfangen konnten, hatte Herr Ristock den Teig schon zuhause vorbereitet. In seiner Einführung wurde besprochen, welche Zutaten der Teig hat, wie man diesen auf die heißen Platten bringt, gleichmäßig verteilt, wendet und faltet. Anschließend durften die Schüler selbst aktiv werden. Als Toppings gab es Nutella, Zucker & Zimt, Apfelmus und Bananen. Der Duft der gebackenen Crêpes verbreitete sich schnell in der ganzen Schule. Als Getränk gab es eine Pfirsichbowle, natürlich ohne Alkohol. Alle waren begeistert. An diesem Beispiel sieht man, dass Unterricht auch Spaß machen kann.

An dieser Stelle danken wir  nochmals herzlich  Herrn Ristock für seinen Einsatz. Eine größere Freude hätten Sie uns nicht machen können.

Angelika Mußbach

 

Heppenheimer Realschüler berichten über ihre Berufspraktika

Copyright: Echo Online vom 20.04.2018

Das Glück der Erde: Über den Beruf der Pferdewirtin informiert eine Mädchengruppe bei der Ausstellung in der Aula der Heppenheimer Martin-Buber-Schule. Foto: Karl-Heinz Köppner

Von Astrid Wagner

HEPPENHEIM – Erste Erfahrungen im Berufsleben sammelten in den vergangenen Wochen die Schüler der drei achten Realschulklassen der Heppenheimer Martin-Buber-Schule. Was sie bei ihren Praktika erlebt und gelernt haben, fassten sie zunächst in Praktikumsberichten und auf Plakaten zusammen und stellten es am Mittwochabend ihren Eltern vor. Die drei besten Praktikumsberichte werden in jedem Jahr ausgezeichnet.

Jonas Gugenberger aus der 8aR ist einer der drei Glücklichen. Der Blick in seine Praktikumsmappe, die in der Ausstellung im Foyer der Schule ausliegt, begeistert. „Den würde ich sofort einstellen“, nickt ein Vater zustimmend. Jonas hat sein Praktikum im „Muse Chocolat“ gemacht. Mit zahlreichen Fotos hat er seinen Bericht bebildert.

Liest man hinein, spürt man sofort, wie viel Freude ihm all seine Erfahrungen gemacht haben. Wenn einer in diesem Alter schreibt, dass die Zeit jeden Tag „viel zu schnell“ vorbeigegangen sei, dann merkt man schon, da brennt einer für diese Arbeit. Gekonnt präsentierte der Schüler seine Erlebnisse den Eltern. Dabei sprach er ins Mikrofon, als hätte er nie etwas anderes gemacht. Lauter Bilder von Köstlichkeiten zeigt er dem immer hungriger werdenden Publikum, erklärt ganz genau, was man dort sieht. Gerne, so unterstreicht er, würde das jeden Tag machen. Vielleicht sollte Jonas aber auch über eine Ausbildung in der Werbebranche nachdenken. Denn für seinen Praktikumsbetrieb hat er die beste Reklame gemacht, die man sich vorstellen kann. Mit „Wissen Sie was? Ich durfte das alles auch probieren!“ landet er am Ende noch einen großen Lacher. Ausgezeichnet wurden auch Pascal Tix (8bR) und Damla Cavuldak (8cR). Amelie Seelig berichtete anschaulich von ihren Erfahrungen bei der Firma Langnese.

Darüber hinaus stellte die Agentur für Arbeit die Aufgaben der Berufsberatung vor, Diakon Peter Jakob erläuterte die Berufsfindungsaktion „Bufi“ der Gemeinde St. Peter und der Kolpingfamilie Heppenheim.

Vorab hatten die Gäste Gelegenheit, sich die Ausstellung anzusehen. Hier hatten sich unter anderem vier Mädchen den Beruf des Pferdewirts näher angeschaut. Eine Erfahrung, die Daria in ihrem Berufswunsch bestärkt hat. Mit ganz viel Mühe und Liebe hatten die vier jungen Damen ihre informativen Plakate gestaltet. Auf dem Tisch konnte man Halfter, Hustentee für Pferde und vieles mehr sehen. Auch im Tierheim oder beim Tierarzt sammelten Praktikanten Erfahrungen.

Der Beruf des technischen Produktdesigners wurde unter die Lupe genommen. Ein auseinandergenommener PC ließ bereits von Weitem vermuten, dass es sich um die Ausbildung zum Fachinformatiker handelte. Andere hatten akribisch die Werkzeuge eines Optikers gezeichnet.mn Auch die Berufe einer Erzieherin, eines Kfz-Mechatronikers und einer Rechtsanwaltsfachangestellten wurden ausprobiert.

Gar nicht begeistert war ein Mädchen vom Beruf der Friseurin. „Der Beruf hat mein Interesse nicht geweckt“, schreibt sie im Bericht und ist ein wenig traurig darüber, dass ihr so wenig beigebracht wurde. Der Beruf des Konditors oder Bäckers fand recht guten Anklang. Es habe Spaß gemacht, so viel zu lernen und zu erfahren, konnte man nachlesen. Aber das frühe Aufstehen war dann doch nicht so der Fall des Praktikanten.

Wie junge Menschen die Welt verändern

„Soko Tierschutz“ zu Gast an der Martin Buber Schule

 

„Sei du selbst die Veränderung, die du dir wünschst für diese Welt.“ Wieviel Wahrheit in den Worten Mahatma Gandhis steckt und dass jeder Einzelne viel bewegen kann, erfuhren Schüler der Martin Buber Schule Heppenheim bei einem Besuch von Soko Tierschutze.V. . Hanna Elsig informierte die Klassen 6c und 8bR über die Arbeit des Vereins mit Sitz in Augsburg, über Tier- und Verbraucherschutz. Ziel dieses Vereins ist es, durch investigativen Journalismus tierrechtswidrige Zustände in Ställen, Schlachthöfen und Tierversuchslaboren europaweit zu dokumentieren und an die Medien weiterzuleiten. Jeder Bürger hat ein Recht auf Aufklärung und der entstehende Medienrummel z.B. durch TV-Auftritte bei stern TV oder Spiegel TV zeigte bereits Wirkung.
Bewegend, interessant und auch erschütternd war das teils bei Undercover Recherchen entstandene Bildmaterial zu den Themen Nutztierhaltung, Eierproduktion, Tierversuchen und Pelzindustrie.

Nachdenklich lauschten die Schüler sowie deren Lehrkräfte Angelika Mußbach und Silke Michel dem Vortrag, einige Jugendliche beeindruckten durch großes Vorwissen und auch viele Fragen konnten beantwortet werden.
So wusste Merdan aus der 6c, dass ein Küken vom Schlüpfen bis zur Tötung  41 Tage leben darf, während es in der Natur eine Lebenserwartung von 6-8 Jahren hat. Nicola aus der 8bR kannte bereits das aus Weizeneiweiß hergestellte und ursprünglich aus Japan stammende Seitan und Amelie wusste, wie grausam Primatenversuche am MPI in Tübingen sind.

Ein Ratequiz veranschaulichte den Jugendlichen unglaubliche Zahlen des derzeitigen Fleischkonsums: jeder Deutsche isst in seinem Leben durchschnittlich 1100 Tiere und jährlich müssen in Deutschland 750 Millionen Tiere für Lebensmittel sterben. Zur Herstellung von 1kg Rindfleisch werden stolze 15000l Trinkwasser benötigt, für 1kg Kartoffeln hingegen nur 100l.
Diese Fakten sorgten für sichtliche Überraschung und Betroffenheit und es wurde klar, dass Fleischkonsum nicht nur den Einzelnen betrifft, sondern auch die natürlichen Ressourcen der Erde und letztlich zu Wasserknappheit und Umweltzerstörung beiträgt.

Die älteren Schüler der 8bR, einige haben bereits Erfahrungen in vegetarischer Ernährung gesammelt,  interessierten sich sehr für die sog. „Fleischersatzprodukte“ aus Soja oder Tofu und erkundigten sich nach vegetarisch-veganen Restaurants im Umkreis.
Tier- und Umweltschutz wurden an diesem Unterrichtstag greifbar und es wurde klar, dass jeder Einzelne sich engagieren und die bestehenden Zustände im Kleinen und Großen verändern kann.

Ein herzliches Dankeschön an Hanna Elsig und Soko Tierschutz für den Besuch!

Weitere Informationen zum Verein : www.soko-tierschutz.org

von: Silke Michel

FSJ – Team für das Schuljahr 2018/2019 gesucht

Unser aktuelles FSJ-Team für das Schuljahr 2017/18

Die Martin-Buber-Schule in Heppenheim sucht für das kommende Schuljahr freundliche junge Menschen, die ein Freiwilliges soziales Jahr absolvieren möchten. Falls Sie Interesse an einer Tätigkeit als FSJ-Kraft an unserer Schule haben, können Sie sich die nachfolgenden Informationen herunterladen.

FSJ-Ausschreibung-2018-19 (442.8 KiB, 47 downloads)

 

Präventionsarbeit an der MBS: Wir helfen uns, keiner darf allein zurückbleiben

Schülerinnen und Schüler sind täglich konfrontiert mit Abenteuern. Assoziationen liefern die Medien, Werbung, Zigaretten, besondere alkoholische Getränke, Zigarettenmarken oder die Schulkameraden, welche jemanden überzeugen wollen dieses ‚Abenteuer‘ zu erleben. Dieses setzt besonders bei jungen Menschen ein hohes Maß an Erwartungen, Fragen und auch Problemprozessen in Gang.

Um bei der Bewältigung dieser Problemprozesse eine Alternative zu bieten, haben sich die Pädagogen der Martin-Buber-Schule zusammen mit Kubus e.V. seit vielen Jahren ein Suchtpräventionsprogramm erarbeitet. In diesem interdisziplinarem Konzept sollen Schülerinnen und Schüler positiv bestärkt werden, das eigene Ich zu fokussieren, im richtigen Moment Nein sagen zu können und diesen Standpunkt zu vertreten. Die Förderung der Selbstsicherheit und des Selbstbewusstsein haben hier die oberste Priorität.

So erhalten die Schülerinnen und Schüler seitens der Naturwissenschaften einen Einblick über die Suchtmittel und ihre Folgen. Weiter erarbeiten sie sich gesellschaftliche Folgen und erörtern dies in Bezug auf das Individuum und die umgebende Umwelt. Um diesem Prozess der Förderung der sozialen Kompetenz gerecht zu werden, bedarf es nicht nur der theoretischen Durchdringung und Sensibilisierung, sondern auch eines Zugangs mit praktischer Durchführung und Selbsterfahrung.

In diesem Zusammenhang werden den Schülerinnen und Schüler aller siebten Klassen der Martin-Buber-Schule Lernprozesse mit kooperativen Abenteueraufgaben eröffnet. Im Fokus hier steht die Auseinandersetzung mit der eigenen Person in ständiger Wechselwirkung zu den Mitschülern und den an sie gestellten Wagnisssituationen. Am vergangenen Montag fanden, geleitet durch die Sportfachschaft der MBS, dazu Übungen in der Sporthalle statt, wo es galt Hindernisse in verschiedenen Aufgabenstellungen zu bewältigen. So gab es eine Vertrauensübung, bei der Schüler mit verbundenen Augen von Mitschülern durch die Halle und einen Parcours geführt wurden. An anderen Stationen galt es als Gruppe ein Hindernis zu überwinden. Leitaufgabe war hier: Keiner darf zurückbleiben.

Einige Teilnehmer mussten dabei Ängste überwinden, andere konnten ihnen dabei helfen und erfuhren so eine Wertschätzung. Allgemein waren die Schüler oft überrascht, was man alles als Gruppe leisten kann, wenn man zusammen arbeitet.

Das Überwinden des Berges, das bei der ersten Anschauung vorher oft mit „das geht nicht“ und „das kann ich nicht“ bewertet wurde, war am Ende kein Problem mehr und viele Schülerinnen und Schüler kamen über das Hindernis , die das nicht für möglich gehalten hätten.

Ein Schüler schlussfolgerte richtig: „Es ist gut, wenn helfende Hände da sind und ich weiß, dass ich auch zupacken kann und mir dann die Aufgabenbewältigung leichter fällt.“

Die Lehrkräfte resümierten für den Tag, dass sich das Erlebnis des gemeinsamen Handelns der Schüler untereinander als sehr lohnenswert herausgestellt hat. Die Beiträge der Schüler in den Reflexionen haben deutlich zu verstehen gegeben, dass Kooperation, Teamwork und Empathie Kernaufgaben zur Suchtprävention darstellen und dass dieses Thema als gesellschaftliche Querschnittsaufgabe anzusehen ist, in welcher die Schule als ein zentraler Ort durch einen hohen Grad positiver Einflussnahme auf die jungen Menschen viel bewirken kann.

Die Schülerinnen und Schüler werden an die gemachten Erfahrungen bei einem mehrtägigen Ausflug nach Lindenfels in kleineren Seminareinheiten weiterarbeiten, um die Jugendlichen stark gegen negative Einflüsse zu machen.

von: Robert Vuletić

Die Schulleitung dankt Frau Menzel, Herrn Keller und Herrn Vuletić für ihren Einsatz
für die Schülerinnen und Schüler.

Spektakuläre Auftritte und Beiträge beim Schüler-Lehrer-Konzert

Bilder von Lara Gärtner (9bR) und S. Zappen

Copyright Darmstädter Echo März 2018

In ganz unterschiedlichen Facetten und Besetzungen präsentierte sich das diesjährige Schüler-Lehrerkonzert der Martin-Buber-Schule unter der Leitung von Fachleiter Matthias Jakob. Eine große Zuhörerschaft hatte sich erwartungsvoll in der neuen  Aula versammelt, darunter sehr viele Schülerinnen und Schüler aller Jahrgangsstufen.
Den Anfang machte das Violinen-Duo Anne Trillig und Marie Franken (Klasse 10aR). Tonschön und temperamentvoll musizierten sie den ungarischen Tanz „Czárdás“ von Holzer-Rhomberg. Begleitet wurden sie am Klavier von Albert Sänger, der als Student der Frankfurter Universität und Musikhochschule sein fünfwöchiges Schulpraktikum an der Martin-Buber-Schule absolvierte und sich für das ganze Konzert als wertvoller Begleiter und Solist erwies.
Mit „10 kleine Jägermeister“ und „Applaus, Applaus“ spielte Tabea Fuchs (Klasse 9bR) souverän und mit Freude auf ihrer elektrisch verstärkten Westerngitarre, begleitet von Matthias Jakob auf der akustischen Konzertgitarre.
Mit südamerikanischen Rhythmen in auf- und absteigenden dynamischen Abstufungen folgte das „Percussion-Piece“ von M. Jakob. Samir Rasouli (Klasse SIK B) trommelte auf seinen Congas konzentriert und sicher den durchlaufenden Grundrhythmus.
Anschließend erklang der erste Gesangsbeitrag des Abends. Vanessa Höhn und Lea Krein (Klasse 8H) stimmten „All of me“ von John Legend an. Nach anfänglicher Nervosität wurden sie immer sicherer und konnten sich über ein gelungenes Bühnen-Debut freuen.
Ein erstes Highlight des Konzertes folgte mit Lehrerin Katja Schubach und Maja Dittrich (Klasse 10aR). Schwungvoll und stimmlich top performten sie im Duo „Valerie“ von Amy Winehouse und „Ich will nur“ von Philipp Poisel. Solistisch sang K. Schubach anschließend gefühlvoll das Lied „Keine ist wie du“ von Gregor Meyle.
Die ehemalige Schülerin Laura Esposito, sie bereitet sich auf ein Musikstudium vor, bereicherte das Programm mit zwei schönen, gekonnt vorgetragenen Klavierstücken: „Summer Evening“ (Felix Janosa) und „Tale as old as time“ aus „Beauty and the Beast“ in einer gelungenen eigenen Bearbeitung.
Die von M. Jakob geleitete Gesangs-AG, Jennifer Scholl, Blerona Jashari (Klasse 10bR) und Jennifer Fischer (Klasse 9cR) war von der Grippewelle betroffen. Und obwohl zwei Schülerinnen der Gesangs-AG krankheitsbedingt nicht teilnehmen konnten, avancierten die Gesangsbeiträge zum Höhepunkt der ersten Konzerthälfte. Vor allem „Hallelujah“ (komponiert von Leonard Cohen), intensiv und virtuos dargeboten von Jennifer ist hier hervorzuheben. Von Zuhörern war im Anschluss zu hören, sie hätten beim Zuhören eine Gänshaut hehabt. Die  weiteren Songs waren „Say you won´t let go“, „Too good at Goodbyes“, „Halo“ und „When I was your man“. Unisono gesungen oder mit gekonnt eingesetzten Zweitstimmen überzeugte das Gesangsensemble auf ganzer Linie.
In der sich anschließenden Pause wurde rege das Angebot an Snacks und Getränken genutzt, das der Förderverein der Martin-Buber-Schule vorbereitet hatte.
Nach der Pause setzte das Violinen-Duo Anne und Marie wieder einen instrumentalen Akzent. Die beiden Musikerinnen bewiesen, dass Ed Sheerans „Perfect“ keinen Text benötigt, um beim Publikum anzukommen; dazu trug auch die gekonnte und pointierte Begleltung von A. Sänger am Klavier bei.
Das deutsche Volkslied „Es, es, es und es“ aus dem 18. Jahrhundert wurde von den Lehrern Ulrich Domes, Peter Schmich und M. Jakob dreistimmig als A-cappella-Version, also ohne Begleitung eines Instrumentes, intoniert. Beim folgenden, ebenfalls dreistimmig gesungenen „Wenn ich einmal reich wär“ aus dem Musical „Anatevka“ gelang eine überzeugende Darbietung, auch dank der inspirierten Klavierbegleitung von A. Sänger. Dieser war nun solistisch an der Reihe mit „New York State of Mind“ (Billy Joel) und „Georgia“ (Ray Charles) brannte A. Sänger ein Klavier-Feuerwerk ab. So -durchsetzt mit Improvisationsteilen aus Klassik-, Pop-, Jazz- und Boogie-Woogie-Elementen – hatte man die Stücke noch nie gehört. Entsprechend begeistert applaudierte das Publikum.
Vor dem letzten Programmpunkt dankte Schulleiterin Petra Röhrig sichtlich begeistert allen kleinen und großen Akteuren für die musikalischen Leistungen, insbesondere Albert Sänger, der neben vielen Klavierbegleitungen auch die Tontechnik betreut hatte und Matthias Jakob für die Gesamtleitung.

Der letzte Programmpunkt brachte ein Novum. Nicht nur Schüler und Lehrer waren dieses Mal beteiligt, sondern der Vater von  Lehrerin Dorothee Jeckel wirkte mit. Herr Dahlmann sang mit seiner Tochter im Duett und begleitete sie auf der Gitarre. Die Songs „Looking for the Summer“ (Chris Rea),  „I follow rivers“ (Triggerfinger) und „Summerwine“ (L. Hazlewood/N. Sinatra). Herr Dahlmanns swingendes, fingerfertiges Gitarrenspiel und Dorothee Jeckels wunderbar samtiges Timbre sorgten für einen stimmungsvollen Ausklang des Konzertes.

Schüler und Lehrer musizieren an Buberschule

Copyright Echo Online 17.03.2018

HEPPENHEIM – (red). Das traditionelle Schüler- und Lehrerkonzert wird am Mittwoch, 21. März, in der Aula der Heppenheimer Martin-Buber-Schule veranstaltet. Einlass ist ab 18 Uhr, das Konzert beginnt um 18.30 Uhr. Schülerinnen und Schüler verschiedener Altersgruppen von Klasse sechs bis zehn werden ihr musikalisches Können zeigen auf Violine, Akkordeon, Keyboard, Klavier, Gitarre und Stimme. Die Gesangs-AG singt aktuelle Popsongs solistisch und in der Gruppe, eine Sprachintensivklasse wird auf Perkussions-Instrumenten ihr Können zeigen und eine Lehrergruppe mit dreistimmigen Liedern das Programm bereichern.

Förderverein bewirtet die Zuhörer

Erstmalig ist das Programm nicht nur von Schülern und Lehrern der Buberschule gestaltet, sondern es wird auch eine Kollegin zusammen mit ihrem Vater auftreten. Zwei Schülerinnen der Klasse 10aR führen durch das Programm. Die Schulgemeinschaft mitsamt den ehemaligen Schülern und Lehrern sowie alle musikalisch Interessierten sind zu diesem Konzert eingeladen.

Ab 18 Uhr und in der Konzertpause bewirtet der Förderverein der Martin-Buber-Schule die Gäste mit Getränken und belegten Brötchen. Der Erlös kommt den Schülerinnen und Schülern zugute. Der Eintritt ist frei, eine Spende an den Förderverein willkommen.

An der Martin-Buber-Schule geben Profis Tipps für die Bewerbung

Copyright Echo Online 16.03.2018 von Astrid Wagner

Kerstin Lackmann (Mitte) selbst Auszubildende, erläutert den Jugendlichen, was sie für ihre Bewerbung wissen müssen. Foto: Sascha Lotz

HEPPENHEIM – „Nicht für die Schule, sondern für das Leben lernen wir“, hat Seneca einst geschrieben. An der Martin-Buber-Schule wird zurzeit besonders viel für das Leben gelernt, für die eigene Zukunft: Bei den Assessment-Tagen erfahren die 71 Schüler der neunten Klassen des Realschulzweigs allerhand rund um das Thema Bewerbung.

Drei Wochen lang stehen die Mittagsstunden im Zeichen des Bewerbungstrainings. Aber es sind nicht die Lehrer, die den Kindern graue Theorie zu vermitteln versuchen. Neun Firmen sind es insgesamt, die eng mit der Bildungseinrichtung zusammenarbeiten. Und die schicken in dieser Zeit Mitarbeiter an die Schule, sodass man mit „echten“ Arbeitgebern unter realistischen Bedingungen üben kann.

ASSESSMENT-TAGE

Seit vielen Jahren bereits gibt es die Assessment-Tage an der Heppenheimer Martin-Buber-Schule, wie Beate Späth aus dem Schulleiter-Team berichtete. Hier lernen die Mädchen und Jungen das Einmaleins der Bewerbung kennen: Vom Bewerbungsgespräch bis hin zum Einstellungstest.

Viele kommen hier auf den Geschmack, was das eine oder andere Berufsbild anbelangt, andere lernen, an sich und ihre Stärken zu glauben oder an den Schwächen zu arbeiten. Keiner wird nach dem Schulabschluss unvorbereitet auf den Ausbildungsmarkt entlassen. (rid)

Nicht ganz einfach, vor Publikum zu sprechen

Die Heppenheimer Firma Jäger direkt ist gerade zu Gast. Im neu hergerichteten, stylischen Raum der Strahlemann Talent Company treffen sich die Schüler in Kleingruppen mit Linda Rhein von Jäger direkt und Kerstin Lackmann, die dort eine Ausbildung absolviert. Firmeninhaber Franz-Josef Fischer ist übrigens Vorsitzender der Strahlemann-Stiftung.

Die beiden Frauen stellen das Unternehmen zunächst vor. Für drei Ausbildungsberufe kann man sich – aktuell auch noch für 2018 – bei Jäger direkt bewerben: als Elektroanlagenmonteur, Kaufmann/-frau für Büromanagement oder Fachkraft für Lagerlogistik. Nur alle zwei Jahre wird ein Azubi zum Fachinformatiker gesucht. In den Ausbildungsberufen werden pro Lehrjahr derzeit zwölf Jugendliche ausgebildet – 36 sind es insgesamt in dem 260 Mitarbeiter starken Unternehmen. Im Vorhinein mussten die Schüler sich einen „Wunsch-Beruf“ aussuchen und sich bewerben – auch, wenn der eigentliche Traumberuf nicht dabei war. Es soll schließlich möglichst realistisch geübt werden.

Neben einer schriftlichen Bewerbung freut man sich bei Jäger direkt, die künftigen Azubis während eines Praktikums kennenzulernen. Denn eine schriftliche Bewerbung lesen, mit einem Bewerber reden, das sei etwas ganz anderes, als ihn bei der praktischen Arbeit kennenzulernen. Ist er teamfähig? Wie geht er mit Herausforderungen um? „Brennt“ er für den Job?

Viele Firmen fordern von ihren Bewerbern bei der Vorstellung kleine Präsentationen. Die beiden Mitarbeiterinnen von Jäger direkt geben den Schülern allerlei Ideen für eine Kurz-Präsentation an die Hand. Eine Viertelstunde ist Zeit, sich vorzubereiten. Wichtig: Man sollte zu einem Thema sprechen, das einen interessiert, für das man sich begeistert. Da muss es nicht zwangsläufig um den künftigen Beruf gehen. Die Arbeitgeber wollen vielmehr sehen, wie sich der Bewerber verkaufen kann.

Zwei Minuten vom liebsten Hobby oder vom letzten Urlaub erzählen – das klingt gar nicht so schwer, mögen sich die einen denken. Anderen sieht man die Panik bei dem Gedanken an, vor Publikum reden zu müssen. Johannes, 15 Jahre alt, traut sich als Erster. Und er macht seine Sache gut, lächelt viel, zeigt sich offen und sucht den Blickkontakt zu den Zuhörern. Linda Rhein schafft es, auf charmante und motivierende Art zu kritisieren. Bei jedem der Vortragenden nennt sie zunächst das, was gut war an der Präsentation. Und dann gibt es Tipps, was besser werden könnte, Tipps, die Mut machen.

Der 15-jährige Abi erzählt von seiner Liebe zur Mathematik, Fabian (14) reißt alle mit seiner strukturierten Erzählung lustiger und spannender Urlaubserlebnisse förmlich mit. Selina (15), die Tierpflegerin werden möchte, erzählt von ihrem Traumberuf. Lob und gute Ratschläge gibt es für alle. Mit der Zeit legt sich bei allen die Nervosität und sie spüren: Übung macht den Meister.