Auf Buddhas Wegen

Buddha 150316Ganz neue Erfahrungen unterrichtlicher Praxis durften die Schülerinnen und Schüler der Ethikklasse 9R/9H unserer Schule machen, denn auf dem Stundenplan stand der Besuch des budd­histischen Klosters in Sie­delsbrunn. Zuvor hatte man sich im Religions- und Ethikunterricht mit dem Buddhismus  intensiv aus­einandergesetzt, aber auch die großen Weltreligionen, nämlich das Christentum, der Islam und das Judentum waren im Rahmen dieses Themenkreises behandelt worden.

Ein drei stündiges Programm erwartete die Schülergruppe. Nach einer herzlichen Begrüßung durch die Hausleitung, konnten die Schülerinnen und Schüler Fragen stellen, die sie sich zuvor im Unterricht überlegt hatten. Interessiert und diszipliniert folgten die Schüler den Aus­führungen des koreanischen Mönches. „Gibt es bei den Buddhisten auch eine Bibel, bzw. Koran?“, oder „Dürfen buddhistische Mönche heiraten“,  und „Erklären Sie uns die Aussage, sich auf den Weg bege­ben!“. Interessant waren die Antworten des Mönches, denn er gab oft den Ball an die Zuhörer zurück und forderte sie auf, sich mit „Selbstverständlichem“ auseinanderzusetzen und sich mit neuen Sicht- und Denkweisen diesen Themen zu nähern!

Eine besondere Erfahrung stellte die nun anschließende Mittagspause dar. Im Speisesaal wartete ein reichhaltiges, vegetarisches  Essensbuffet auf die Besucher. Nach dem Ertönen des Gongs, sollte man zehn Minuten schweigend essen. Für machen Schüler eine ungewohnte Herausforderung, aber in der Gemeinschaft ein besonderes Erlebnis. In dieser konkreten Situ­ation war der Begriff der Achtsamkeit für jedermann erfahrbar. Wie erleben wir dieses so wichtige Grundbedürfnis der Nahrungsaufnahme in der Wirklichkeit und welche Bedeutung messen wir diesem täglichen Ritual heute bei? Eine interessante Frage, gerade in einer Zeit, in sich ein Hauptteil der Gesellschaft mit Fastfoodprodukten und Menüs ernährt.

Ein weiterer Höhepunkt erwartete die Schüler am Nachmittag, denn der betreuende Mönch hatte sich für die Jugendlichen eine Einführung in die buddhistische Meditation überlegt.

Dazu begab man sich in die große Meditationshalle des Klosters, setzte sich im Kreis auf Kissen und hörte dem „monotonen“ Sprechgesang, welche man Sutren nennt, des Meditationsleiters zu.

„Mir hat die ruhige und bejahende Atmosphäre des Klosters sehr gut getan“, berichteten die Schü­ler einhellig. Auch die begleitenden Lehrkräfte Katja Schubach und Matthias Leible freuten sich über den gelungen Unterrichtsgang, der sich durchaus institutionalisieren lasse und damit zu einem festen Programmpunkt im Jahres­kreis der Schule werden könnte. (ml)

Informationen zu Unterrichtsbesuchen sind direkt im Sekretariat der Klosters „ Buddhas Weg“ https://www.buddhasweg.eu/ zu erfragen.

Investition in die Fachkräfte von morgen

Copyright Starkenburger Echo, 10.03.2015

Ausbildung – Seit drei Jahren lernen Martin-Buber-Schüler in der Talent Company in Heppenheim die Berufswelt kennen

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Seit drei Jahren gibt es an der Martin-Buber-Schule in Heppenheim eine Talent Company. Darüber freuen sich Projektleiterin Dagmar-Eva Mempel von der Talent Company, Koordinatorin Beate Späth und Andreas Link, der Geschäftsführer der Strahlemannstiftung  Foto: Karl-Heinz Köppner

 

 

Seit drei Jahren gibt es an der Heppenheimer Martin-Buber-Schule (MBS) die von der Strahlemann-Stiftung unterstützte Talent Company. Das ist ein Fachraum für die Berufsorientierung.

„Wir sind sehr stolz darauf, dass es an der Martin-Buber-Schule (MBS) die Talent Company gibt“, begrüßt die kommissarische Leiterin Petra Röhrig die Gäste, die mit der Strahlemann-Initiative die ersten drei Jahre Bestehen dieses Fachraums für Berufsorientierung feiern wollen. „Wir genießen das Privileg, wissen es zu schätzen und nutzen den Raum so oft und so gut wie möglich.“

Eingeweiht wurde die „Talent Company“, die mehr einem bestausgestatteten Büro in der Chefetage gleicht als herkömmlichen Klassensälen, am 31. November 2011. Für die Strahlemann-Initiative („Bildung ist Herzenssache“) ist, das war zu sehen, nur das Beste gut genug als Baustein für die Brücke zwischen Schule und Wirtschaft, zwischen Arbeitgeber und künftigem Mitarbeiter.

„In diesen Raum kommt nichts Gebrauchtes rein“, erinnerte sich Strahlemann-Impulsgeber und Stiftungsvorsitzender Franz-Josef Fischer an seine Vorgaben für die Talent Companys, die es mittlerweile an etlichen Schulen nicht nur in Hessen gibt. Zehn Standorte zwischen Cloppenburg und Landsberg am Lech arbeiten schon, die nächsten Ziele – Hamburg, Wuppertal, Mannheim, Stuttgart, Frankfurt und Dreieich – sind in Planung. Finanziert werden Talent Companys durch Spenden ortsansässiger Unternehmen, die sich im Gegenzug dort präsentieren und für freie Ausbildungsplätze geeignete Bewerber, die dringend nötigen Fachkräfte von morgen, finden können.

Ein Dilemma, das auch Fischer umtreibt: Auf der einen Seite „unser wertvollstes Kapital hier in der Schule – die Kinder“, von denen viele ohne Chance auf einen passenden Beruf auf der Strecke bleiben, auf der anderen Seite Firmen, die ihre Ausbildungsplätze nicht besetzen können. „Leider haben wir es noch nicht geschafft“, bedauerte Fischer, „genügend Unternehmer für die Talent Companys zu begeistern.“

Viel Lob gab es für die Mitarbeiter an der Martin-Buber-Schule: „Wir unterstützen, helfen und verlegen die Schienen, Sie bringen den Zug darauf und sorgen dafür, dass unsere Kinder eine Zukunft haben.“

In der MBS hält Beate Späth als Koordinatorin für Berufsorientierung seit 2012 die Talent Company am Laufen. Dazu gehören Berufsberatung, Bewerbungstraining, die Assessmenttage, bei denen dieses Jahr 74 Neuntklässler des Realschulzweigs mit Fachleuten aus zehn regionalen Firmen je einen Wunschberuf kennenlernen können. Dazu kommen Betriebsbesichtigungen oder spektakuläre Schnupperaktionen wie beim „Trucker Day“ der Speditionsfirma Schüssler, die mit schwerem Gerät einige Tage auf dem Schulhof für einen Hingucker sorgte“, so Späth. „Unter den bundesweit arbeitenden Talent Companys liegt uns Heppenheim natürlich besonders am Herzen“, sagte Projektleiterin Dagmar-Eva Mempel von der Strahlemann-Geschäftsstelle in der Mozartstraße: „Diese Talent Company hat sich von Anfang an hervorragend gemausert. Ein großartiges Team, zu dem auch Berufseinstiegsbegleiterin Kimberly Beck gehört.“

Schirmherr und Strahlemann-Kuratoriumsmitglied Rainer Burelbach dankte den Verantwortlichen für die Aufbauarbeit und den Unternehmern, die das Vorhaben unterstützen: „Ich bin erstaunt, was inzwischen hier entstanden ist. Die Talent Company war vor drei Jahren schon top und hat sich noch weiter entwickelt.“ Zudem brach der Bürgermeister eine Lanze für die Lehre als Alternative zum Studium: „Eine gute Ausbildung ist Gold wert und man steht später nicht schlechter da“, so Burelbach.

Die Zukunft an der MBS dürfte gesichert sein: „Wir werden weiterhin alles Nötige tun“, versprach Geschäftsführer Andreas Link, und ging konform mit Markus Braunert von Trainingscenter der Firma ABB in Heidelberg. „Wir brauchen die Wirtschaft in Bildungseinrichtungen mehr denn je und werden einen Aufruf starten, sich nicht nur finanziell, sondern auch inhaltlich zu engagieren.“

Für die Schüler hatte er zur Feier einen druckfrischen Talent Company Guide mitgebracht, der alle Möglichkeiten und Firmen aufführt. Die Schüler ihrerseits gratulierten musikalisch: ein toller Beitrag, den Katja Schubach, die Leiterin des Schulchors, mit den Lehrern Dorothee Jeckel (Gesang) und Mathias Jakob (Gitarre) vorbereitet hatte.

Berufsfindung auf dem Stundenplan

Copyright: Darmstädter Echo; 06.03.2015

Erziehung – „Bewerbertage“ für Neuntklässler an der Martin-Buber-Schule – Zum Auftakt geht’s um die Pflegerausbildung

Darmstädter Echo 150306

Auch Blutdruckmessen gehört zum Arbeitsalltag einer Krankenpflegerin: Schüler der Heppenheimer Martin-Buber-Schule können sich während der „Bewerbertage“ ein Bild von verschiedenen Berufen machen.  Foto: Karl-Heinz Köppner

Berufsfindung auf dem Stundenplan: In der Martin-Buber-Schule stehen bis Dienstag (24.) Bewerbertage für die Neuntklässler an. Zum Auftakt am Dienstag präsentierte die Gesundheitsakademie Bergstraße ihre Pflegerausbildung.

Kinder wissen es noch ganz genau: „Ich werde Lokomotivführer, Ingenieur, Astronaut, Tierärztin oder Puppenmutter“ – wenn die Bäume noch in den Himmel wachsen, scheint jedes Ziel zum Greifen nah. Bis der Schulalltag andere Prioritäten setzt, neue Fächer Wünsche relativieren und Zeugnisse Grenzen setzen. „Ich werde Chef“, zitiert Petra Röhrig, kommissarische Leiterin der Martin-Buber-Schule, einen oft geäußerten, flapsigen Ausspruch ihrer jugendlichen Klientel, der sich mit der Wirklichkeit auf dem Arbeitsmarkt beißt, gleichzeitig aber wohl auch ausdrückt, dass die Planung des Lebens nach der Schule nicht jedem leicht gelingt.

Hilfestellung zur Berufsfindung gibt es zuhauf – Ausbildungstage, Ausbildungsmessen, bis hin zu großen Veranstaltungen wie den „Nächten der Ausbildung“ in größeren Städten der Region. Die Martin-Buber-Schule geht seit fünf Jahren einen anderen Weg: Jeweils vor den Osterferien stehen für die Schüler der neunten Jahrgangsstufe des Realschulzweigs die „Assessmenttage“ (Bewerbertage) auf dem Stundenplan, wobei sich in einem Zeitfenster von zwei bis drei Wochen pro Nachmittag jeweils ein ortsansässiges oder regionales Unternehmen präsentiert. Treffpunkt nach der vierten Stunde ist dann die „Talent Company“, ein mit allem Drum und Dran ausgestatteter Fachraum für Berufsorientierung, den die „Strahlemann-Initiative“ eingerichtet hat.

„Die Schüler – jeweils acht können sich pro Termin anmelden – haben die Wahl, sich je nach Neigung, Interessen und Stärken für ein Angebot zu entscheiden“, sagt Beate Späth, die Koordinatorin für Berufsfindung an der Buberschule. Zur Vorbereitung gibt es Betriebsbesichtigungen, zudem kooperieren Deutsch- und Arbeitslehreunterricht und üben vor allem die „perfekte Bewerbung“. Nachbereitet werden die Assessmenttage im Fach Arbeitslehre, wobei das Feedback laut Beate Späth durchaus positiv ausfällt, die Bewerbertage auch schon in Ausbildungsverhältnisse mündeten.

„Wir können den Schülern damit individueller und intensiver die jeweiligen Berufsbilder nahebringen“, werten Petra Röhrig und Beate Späth unisono. Eine Einschätzung, die Gudrun Statz, die Leiterin der in Heppenheim ansässigen Gesundheitsakademie Bergstraße (GAB), die sich zum zweiten Mal an den Bewerbertagen beteiligt, am Dienstag bestätigt: „Nicht nur die Schüler, auch wir haben mehr Zeit und können uns inhaltlich genauer vorstellen“, sagt sie, sodass auch Spielraum bleibt für Brainstorming und praxisnahe Übungen wie Desinfektion der Hände oder Blutdruckmessen.

Waschen, baden, Spritzen gebenChristin, Natascha, Hatice, Miriam, Dilan, Dilara, Danja und Lea machen gut mit, erarbeiten zunächst Begriffe, die sie mit der Ausbildung zum Gesundheits- und Krankenpfleger verbinden, vom Waschen, Baden und Spritzengeben bis zum Spiele spielen und reden, „damit sich die Patienten nicht so allein fühlen“. Auch die Anforderungen, die das Berufsbild an Bewerber stellt, haben sie gut im Blick und nennen unter anderem Belastbarkeit, Hilfsbereitschaft, die Fähigkeit zur Teamarbeit und Menschenkenntnis.

Was noch dazugehört in den drei Jahren Theorie an der GAB sowie der Praxis auf Station in den Trägerkrankenhäusern – der Vitos gGmbH, dem Heilig-Geist-Hospital (Universitätsmedizin Mannheim) und dem Kreiskrankenhaus (Universitätsklinikum Heidelberg) –, zudem in weiteren medizinischen Facheinrichtungen bis hin zum Bensheimer Hospiz, erläuterte Gudrun Statz den acht Neuntklässlerinnen ausführlich, ließ auch die Anforderungen, die Schicht- und Feiertagsdienst stellen sowie Sterben und Tod – „das werden Sie als Schülerin auch erleben“ – nicht außen vor. Für den, der sich darauf einlassen möchte, wären Berufs- und Weiterbildungsaussichten allerdings gut, inklusive einer Übernahmegarantie bei guten Examensergebnissen: „Sie haben dann jede Menge Möglichkeiten.“

Bis Dienstag (24.) werden den insgesamt 74 Neuntklässlern des Realschulzweigs weitere neun Firmen ihre Karrierechancen ans Herz legen, wobei das Spektrum von kaufmännischen bis zu gewerblich-technischen Berufen reicht. Dabei sind die Barmer Ersatzkasse, die SHR-Fachschule Heidelberg (Medien, Logopädie), Aldi Süd, die Sparkasse Starkenburg, Sirona Bensheim, Merck Darmstadt, ABB Mannheim und Jäger direkt aus Reichelsheim, demnächst mit einem neuen Standort in der Kreisstadt Heppenheim.

Einige Unternehmen haben im Vorfeld von den Schülern Bewerbungsunterlagen angefordert, andere werden bei den Assessmenttagen Einstellungsgespräche üben oder Konstruktionsaufgaben ausführen lassen – auf jeden Fall aber wird es für die Neuntklässler individuelle Rückmeldungen und Bewertungen geben sowie eine Teilnahmebescheinigung für die eigene Bewerbungsmappe.

 

Betriebserkundung bei Sirona in Bensheim

© Bergsträßer Anzeiger, Montag, 02.02.2015

Sirona hat einiges zu bieten

Interesse an technischen Berufen wecken

Betriebserkundung Sirona 01-2015

So geht Technik: Holger Weitzel (rechts), bei Sirona verantwortlich für technische Ausbildung, erläuterte Schülern der Buber-Schule, die im Wahlpflichtunterricht den Kurs Elektrotechnik besuchen, wie elektropneumatische Systeme funktionieren. © oh

 

Heppenheim. Nie wieder Mathe – oder? Über Anforderungen und Chancen naturwissenschaftlich-technischer Berufe informierten sich jetzt Acht- und Neuntklässler der Martin-Buber-Schule in der Sirona Dental Systems GmbH in Bensheim.

Interesse an Jobs mit mathematischem, technischem und naturwissenschaftlichem Schwerpunkt zu wecken, ist Ziel des Projektes „I am Mint“, das in der Martin-Buber-Schule (MBS) mit anderen Veranstaltungen den künftigen Absolventen die Berufsfindung erleichtern soll. Auch die weiterführenden Bildungseinrichtungen, die Karl-Kübel- sowie die Heinrich-Metzendorf-Schule in Bensheim, beteiligen sich als Kooperationspartner: Lehrer beider Schulen leiten an der MBS auch den Wahlpflichtunterricht.

Einblicke in die Praxis

Um sich auch in der Praxis kundig zu machen, fuhren elf Jungen und zwei Mädchen aus den Realschuljahrgängen acht und neun, die in Heppenheim den Wahlpflichtkurs „Elektrotechnik“ besuchen, mit Kursleiter Jürgen Ende von der Metzendorfschule und Beate Späth, der Koordinatorin für Berufsorientierung an der MBS, nach Bensheim. Auf dem Programm stand eine Betriebserkundung bei Sirona, einem der größten Arbeitgeber im Kreis Bergstraße.

Sirona stellt als Unternehmen der Medizintechnik Behandlungs- und Diagnosegeräte für Zahnarztpraxen, Laboratorien und Kliniken her und hat, wie die Schüler erfuhren, auch in puncto Ausbildung einiges zu bieten. Holger Weitzel, bei Sirona verantwortlich für technische Ausbildung und Schülerpraktikanten, stellte den Realschülern zunächst das Unternehmen vor und erläuterte im Anschluss die bei Sirona möglichen Berufsfelder Mechatronik, Industriemechanik und Zerspanungstechnik.

Die Voraussetzungen

Die Ausbildung dauere drei bis dreieinhalb Jahre; Voraussetzung sei ein guter Haupt- beziehungsweise Realschulabschluss, wobei in Deutsch, Mathematik und Englisch mindestens die Note drei benötigt werden. Verlangt werde darüber hinaus ein gutes Arbeits- und Sozialverhalten, was auch bedeute, dass unentschuldigte Fehltage nicht vorkommen sollten.

Bewährung im Praktikum möglich

Bewerben sollten sich Interessenten schon am Ende der neunten Klasse; sich zudem auf einen Einstellungs-, einen Praxistest und ein Gruppenauswahlverfahren vorbereiten. Als Alternative, wenn es nicht gleich mit der Lehrstelle klappe oder die Noten schlechter seien, biete Sirona an, sich bei einem Praktikum oder beim Probearbeiten zu bewähren. Das könnte sich lohnen, denn, so Weitzel, eine Ausbildung in einem großen Betrieb sei nicht nur vielseitig, sondern könne auch den Weg ebnen in Richtung Fortbildung zum Techniker, Meister oder zum Ingenieurstudium. Jens Schmitt, Auszubildender im dritten Lehrjahr bei Sirona und künftiger Mechatroniker, führte die Heppenheimer zum Abschluss durch den Betrieb und beantwortete gemeinsam mit Holger Weitzel alle Fragen, die den Besuchern noch zum Thema einfielen. Das Interesse an technischen Berufen hat der Aufenthalt bei Sirona jedenfalls weiter angefacht: Zwei Drittel der Schüler gaben an, dass sie sich eine derartige Karriere vorstellen könnten. jn

Lesenacht

MARTIN-BUBER-SCHULE: Lesenacht in der Mediothek

Zum Abschluss gab es einen Film

 

Die Schülerinnen und Schüler der Martin-Buber-Schule bei der Lesenacht in der Mediothek mit Betreuern und Lehrer Stefan Krenz.

© oh

HEPPENHEIM. Endlich gab es die lang geplante Lesenacht an der Martin-Buber-Schule. 13 Schüler und Schülerinnen kamen dazu um 20 Uhr in der Mediothek zusammen. Glücklicherweise lief die Heizung diesmal; der erste Termin für die Lesenacht musste nämlich wegen der Umbaumaßnahmen an der Schule – es war kalt in der Mediothek – verschoben werden.

Schnell fanden die Schüler zwischen den Bücherregalen ihre Schlafplätze. Die Isomatten wurden ausgerollt, Decken und Kopfkissen ausgepackt und die Taschenlampen in Sicherheit gebracht. Dann räumten alle gemeinsam die Mediothek um, stellten die Schultische und Stühle zur Seite und platzierten die Sessel und Sofas im Kreis.

Nach einer Vorstellungsrunde bekamen alle Schüler und Schülerinnen das Buch „Anton macht’s klar“ von Milena Baisch geschenkt. Abwechselnd lasen die Schüler die ersten Kapitel aus dem Buch vor. Nach etwa einer Stunde gab’s eine Trink- und Lesepause. Danach wurden je zwei Mädchen- und Jungenbücher „ausgewürfelt“. Die Freude über die gewonnenen Bücher war groß. Weiter ging es mit dem „Anton“-Buch. Deutschlehrer Stefan Krenz, der die Lesenacht begleitete, war von der tollen Lesestimmung ganz begeistert.

Nach einer zweiten Pause stellten die Schüler ihre Lieblingsbücher vor und lasen jeweils eine spannende Stelle daraus vor. Auch die „Betreuer“, die Schülerinnen der 9. beziehungsweise 10. Klasse, kamen nicht darum herum, aus ihren Lieblingsbüchern vorzulesen.

Erst um 23 Uhr wurde dann der Film „Tintenherz“ nach Cornelia Funke geschaut. Natürlich hatten sich die Schüler einen Film ausgesucht, der von Büchern handelt. Müde, aber zufrieden suchten die Schüler gegen 1 Uhr ihre Schlafplätze auf. Eine kurze Nacht folgte, danach, am Morgen, begann das Aufräumen. Nach einem gemütlichen Frühstück wurden die „Leseratten“ dann um 9 Uhr von ihren Eltern abgeholt.zg

© Bergsträßer Anzeiger, Dienstag, 17.02.2015

Martin-Buber-Schule ehrt die Sieger des Mathematikwettbewerbs

Mathewettbewerb 2015

Von links: Frau Röhrig, Philipp Mai, Christoph Schall, Fatlum Requica, Frau Englmeier Es fehlt: Leon Geuthner

(D.E.) Jährlich findet im Land Hessen ein Mathematikwettbewerb der 8. Klassen statt. Am ersten Donnerstag im Dezember treten die 8. Klassen aller hessischen Schulen gegen die anderen Klassen derselben Schulform an. Jede Schule ermittelt in der 1. Runde ihre Schulsieger, die eine Runde weiterkommen. Die einzelnen Schulsieger ermitteln in der 2. Runde dann den Kreissieger. Diese wiederum nehmen an der Endrunde, in der Landessieger ermittelt werden, teil. Die Jury zur Ermittlung der Landessiegerinnen und Landessieger werden vom Hessischen Kultusministerium berufen.

Am Ende des 1. Halbjahres wurden nun die Schulsieger der Martin-Buber-Schule geehrt.

In der Realschule belegte Christoph Schall aus der Klasse 8 b R den ersten Platz, den zweiten Platz erreichte Fatlum Requica und den dritten Platz Philipp Mai, beide ebenfalls aus der Klasse 8 b R. Die Hauptschule hat ebenfalls ihren Schulsieger ermittelt. Dies ist in diesem Jahr Leon Geuthner.

Als Anerkennung ihrer respektablen Leistung überreichte die kommissarische Schulleiterin Petra Röhrig gemeinsam mit der Fachbereichsleiterin für Mathematik Diana Englmeier den Schülern eine Urkunde und ein Buchpräsent.

Im März treten die vier Schulsieger dann in der zweiten Wettbewerbsrunde an.

Neue Öffnungszeiten der Mediothek

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  • in den großen Pausen:
    09:20 – 9:40 Uhr und 11:10 – 11:30 Uhr  
  • NEU:
    nach Unterrichtsende bis 13:45 Uhr   

 

Tag der offenen Tür

Copyright by Starkenburger Echo, 04.02.2015 (Von rid)

Spannend: Mikrokosmos im „Dreckwasser“ entdecken

Erziehung – Tag der offenen Tür an der Martin Buber-Schule gut besucht – Vielfältige Angebote an der Heppenheimer Haupt- und Realschule – Besuch von Viertklässlern

Mit einer Tanzimprovisation, die Beate Theisinger einstudiert hatte, wurden die Viertklässler und ihre Eltern beim Tag der offenen Tür an der Heppenheimer Martin-Buber-Schule begrüßt. Für die Zehnjährigen steht in den kommenden Monaten die Entscheidung an, wie es nach der Grundschule weitergeht.  Foto: Karl-Heinz Köppner

Mit einer Tanzimprovisation, die Beate Theisinger einstudiert hatte, wurden die Viertklässler und ihre Eltern beim Tag der offenen Tür an der Heppenheimer Martin-Buber-Schule begrüßt. Für die Zehnjährigen steht in den kommenden Monaten die Entscheidung an, wie es nach der Grundschule weitergeht.  Foto: Karl-Heinz Köppner
Den Tag der offenen Tür in der Heppenheimer Martin-Buber-Schule nutzten viele Eltern, um sich über die Angebote zu informieren.
HEPPENHEIM.

Ob es an der Molchlarve lag oder an Biolehrer Ulrich Domes? Jedenfalls war es dieses Projekt, das am Samstag in der Heppenheimer Martin-Buber-Schule die Viertklässler am meisten faszinierte. Diese waren gekommen waren, um die Bildungseinrichtung einmal genauer unter die Lupe zu nehmen. Denn schon bald steht die Entscheidung an: Wie geht es weiter nach der Grundschule?

Beim Tag der offenen Tür an der Heppenheimer Haupt- und Realschule nutzten Eltern und Kinder gleichermaßen die Gelegenheit, sich über die Angebote zu informieren. In der Sporthalle ging es los: Nach einer beeindruckenden Eröffnungs-Show der Turn-AG von Beate Theisinger wurde erst einmal aufgeteilt: Die Mädchen und Jungen machten sich mit den fünf FSJ-Kräften der Bildungseinrichtung auf den Weg durchs Schulhaus. An fünf spannenden Stationen sollte ihnen Lust auf Unterricht gemacht werden. Für die Mamas und Papas gab es einen Vortrag von Schulleiterin Petra Röhrig über die Ganztagsklassen, die pädagogische Nachmittagsbetreuung, die individuelle Förderkonzeption und vieles mehr, bevor auch sie das Schulgebäude erkundeten. Lea Hofer führte ihre Gruppe in den Keller der Schule, wo Lehrer Matthias Leible mit einigen seiner Schüler wartete. Tristan, Dennis und Leon hatten im Arbeitslehre-Unterricht eine Farbschleuder gebaut, mit der die Grundschüler nun nach Herzenslust experimentieren durften. Es entstanden wunderschöne Spiralbilder.

Lego-Modellen Leben einhauchenMax Krämer war mit den ihm anvertrauten Schützlingen in den Räumen der Talent Company zu finden. Lehrerin Angelika Mußbach stellte dort eine begehrte AG der Schule vor: die Lego-Mindstorm-AG. Hier kann getüftelt und programmiert werden. Lego-Modellen wird mit Hilfe moderner Computer-Technik Leben eingehaucht.

Darüber hinaus gibt es an der Buber-Schule bereits für Fünftklässler im Fach Arbeitslehre einen PC-Grundlagen-Kurs. Neben Handwerkszeug wie dem Arbeiten mit Word, dem Erstellen von Präsentationen, werden Hilfen mit auf den Weg gegeben, um verantwortlich mit dem Internet umzugehen. Lange gab es dieses Angebot erst in der siebten Klasse im Rahmen des Wahlpflichtunterrichtes. Je früher die Kids den richtigen Umgang mit dem PC lernen, umso besser können sie auch vor den Gefahren geschützt werden.

Die Gruppe von Annalena Knapp konnte sich vom Bio-Saal nicht trennen. Spannend, was Biolehrer Ulrich Domes dort aufgebaut hatte. Eigentlich sah das Wasser aus dem Teich auf den ersten Blick unspektakulär aus. „Dreckwasser“ halt, wie ein Schüler meinte. Doch beim zweiten Blick entdeckten die Mädchen und Junge eine kleine Wunderwelt: Winzige Lebewesen tummelten sich da. Unter Domes Anleitung wurde die Tierchen unter Binocularen unter die Lupe genommen. Sarah und Emelie waren hin und weg von der Molch-Larve mit den winzigen Ärmchen. Auch eine Teichschnecke streckte ihre Fühler aus. „Hier ist was Ekliges“, rief ein Mädchen. Und lernte, dass aus der unscheinbaren Larve einmal eine wunderschöne Libelle werden würde. An anderen Stationen konnten die Schüler Bäume bestimmen oder den menschlichen Körper „begreifen“. Nicht selten, so Domes, passiere es, dass seine Schüler beim Pausenklingeln ganz traurig seien.

Lena Bauer und „ihre“ Grundschüler tauchten in der Englisch-Werkstatt tief in die Fremdsprache ein, die die beiden Lehrerinnen Julia Pavic und Miriam Ulrich mit allerlei Spielen praktisch näher brachten. An Stationen wie „Smelling“ oder „Feeling“ konnten die Mädchen und Jungen überprüfen, wie gut ihre Englisch-Kenntnisse bereits sind. Den Eltern nahmen die beiden Pädagoginnen ein bisschen die Angst vor dem Einstieg: Da die Voraussetzungen der Kinder in der fünften Klasse wegen der unterschiedlichen Lehrinhalte in den Grundschulen sehr verschieden seien, beginne man quasi bei null. Spätestens mit Beginn der Weihnachtsferien seien alle auf einem Stand.

Michael Perrot war in der Sporthalle zu finden. Dort konnten sich die Kinder unter fachkundiger Anleitung von Schulleiter Jonas Meier, Robert Vuletic und Jürgen Pieper an der Kletterwand versuchen, Getränkekisten erklimmen oder auf der Slackline balancieren.

Der Förderverein bewirtete die Gäste mit Kaffee und Kuchen. Am Ende eines spannenden und informativen Vormittages erzählten sich Eltern und Kinder gegenseitig von ihren Erfahrungen. „Das ist meine Schule, hier will ich hin!“ war sich ein junger Mann ganz sicher.

Schritt hin zur Selbstständigkeit

Copyright by Starkenburger Echo, 24.01.2015 Erziehung – Heppenheims

Martin-Buber-Schüler profitieren vom Programm „Berufsfindung“

 

 

Orientierungshilfe: Die Schülerinnen und Schüler der Martin-Buber-Schule mit Diakon Peter Jakob (links) und Roy Kanzler (Zweiter von links) vom Malteser-Hilfsdienst (MHD) Mainz, Simon Mitsch (Dritter von rechts), stellvertretender Stadtbeauftragter MHD Heppenheim, und Beate Späth (rechts), Koordinatorin für Berufsorientierung an der Martin-Buber-Schule in der Heppenheimer Malteser-Unterkunft.  Foto: Sigrid Jahn

Was will ich werden – reich, berühmt, Bestsellerautor, Nobelpreisträger oder Bundeskanzler? Traum und Wirklichkeit prallen aufeinander, wenn es um die eigene Lebensgestaltung geht, wenn die Schule aus und Selbstständigkeit gefragt ist. An der Martin-Buber-Schule gibt’s Orientierungshilfe.

Damit Heranwachsende im Abschnitt nach dem Abschied von der Schule nicht auf sich allein gestellt sind, gibt es an der Heppenheimer Martin-Buber-Schule schon lange vor der Abschlussprüfung Hilfestellungen. Wie zum Beispiel das Programm „Berufsfindung“, kurz „Bufi“ genannt, eine Initiative von Sankt Peter und der Kolpingfamilie in Heppenheim.

Diakon Peter Jakob hat „Bufi“ im Jahr 2007 ins Leben gerufen, Mitstreiter gesucht und mit Peter Kühn, dem damaligen Rektor der Martin-Buber-Schule, einen Kooperationspartner gefunden, der sogleich von dem Projekt überzeugt war.

Aktuell arbeitet die Berufsfindungsinitiative zusammen mit verschiedenen Behörden, der Arbeitsagentur, der Handwerkskammer Rhein-Main, dem Caritasverband Darmstadt und etlichen Referenten, die den Diakon unterstützen. Denn die Themen, die den Schülern die Karriereplanung erleichtern sollen, reichen von Bewerbung, Einstellungstest und Vorstellungsgespräch im praktisch orientierten Rollenspiel über die Information zu Rechten und Pflichten in der Ausbildungszeit bis zum Reinschnuppern in den Arbeitsalltag bei Firmen in der Region.

Sogar das ABC des guten Benehmens wurde geübt, als sich die fünf Jungen und neun Mädchen aus der neunten Jahrgangsstufe des Realschulzweigs nach den Herbstferien einmal wöchentlich abends im Marienhaus getroffen haben. „Da habe ich auch noch was gelernt“, sagt Beate Späth, seit 2002 Lehrerin an der Buber-Schule. Sie unterrichtet Arbeitslehre und kümmert sich als Koordinatorin für Berufsorientierung auch um „Bufi“. „Das ist keine schulische Veranstaltung, die Teilnahme war freiwillig“, erklärt sie bei der Abschlussveranstaltung am Mittwochabend in der Unterkunft des Malteser-Hilfsdienstes (MHD): „Die Schüler konnten sich für das Projekt melden und haben dafür ihre Freizeit drangegeben.“ Wie auch am Mittwochabend: Alle 14 Teilnehmer kamen, obwohl die Schüler zurzeit ein Betriebspraktikum absolvieren und sich dabei ungewohnten Herausforderungen stellen müssen. Ein kleiner Lohn der Mühen: Es gab für jeden als Beleg ein Zertifikat, das auch in die künftige Bewerbungsmappe eingeheftet werden soll.

Feedback ist auch Diakon Peter Jakob wichtig. Er hält Kontakt mit den mittlerweile 130 Schülern, die er seit 2007 im Berufsfindungsprojekt betreut hat. „Es ist unsere Aufgabe zu helfen, da muss auch die Kirche Flagge zeigen.“ Die Zusammenarbeit mit den Maltesern – Jakob steht ihnen als Geistlicher Rat zur Seite – hat sich ebenso bewährt und wird in Zukunft noch ausgebaut werden. Am Mittwochabend saßen der Diakon, Beate Späth, Roy Kanzler, Daniel Böhm und Simon Mitsch noch lange beisammen. Eine Überlegung könnte schon im nächsten Jahr fruchten: die Theorie zur Abschlussveranstaltung mit einem Stück Praxis im Hilfsdienst aufzulockern. Material, Gerätschaften und ein Dummy als geduldiger Patient sind ja vorhanden.

Link: https://www.echo-online.de/region/bergstrasse/heppenheim/Schritt-hin-zur-Selbststaendigkeit;art1245,5839024

Berufliche Perspektiven bei den Maltesern

Copyright by Starkenburger Echo 24.01.2015

 Roy Kanzler vom Malteser-Hilfsdienst Mainz informierte beim Besuch der Buber-Schüler über eine Alternative zu Ausbildung und weiterführendem Schulbesuch: Bundesfreiwilligendienst und Freiwilliges Soziales Jahr (FSJ), ein Engagement, das auch bei den Maltesern ein reiches Betätigungsfeld eröffnet – zur Überbrückung der Wartezeit vor Lehre und Studium, das jedoch – wie auch bei Kanzler – in die Berufsfindung münden kann. „Ich habe 1992 als Zivi angefangen, dann die Ausbildung zum Rettungssanitäter und Rettungsassistenten (der heute Notfallsanitäter heißt) absolviert – die klassische Karriere im Rettungsdienst.“ Roy Kanzler arbeitet jetzt in Mainz hauptamtlich als Leiter Rettungsdienst und Referent Notfallvorsorge.

Ehrenamtlich tätig sind die 20 Aktiven in der 1964 gegründeten Heppenheimer Stadtgliederung, deren Aufgaben von Sanitätsdienst und Katastrophenschutz über Erste-Hilfe-Ausbildung und Hausnotruf bis zu Essen auf Rädern und Dienst im Senioren-Café „Malta“ reichen. Daniel Böhm, der stellvertretende Einsatzleiter, ist von Hause aus vom Helfer-Gen geprägt – Vater Christian Böhm ist Stadtbeauftragter.

2012 als FSJler eingestiegen, ist er dabei, die Ausbildung zum Rettungsassistenten abzuschließen. „Mit ein bisschen Engagement fasst man sehr schnell Fuß in der Gemeinschaft bei den Maltesern“, weiß er. Ob im Sanitätsdienst oder auf anderen Gebieten: „Der eine bringt den Generator zum Laufen, der andere legt den Zugang“, schildert Simon Mitsch, stellvertretender Stadtbeauftragter, ganz anschaulich, was bei den Hilfsorganisationen an Talenten gefragt ist. Die Einladung an die „Bufi“-Schüler, einfach mal bei den Übungsabenden donnerstags ab 19.30 Uhr in der Unterkunft vorbeizuschauen, steht: „Fragt nach, wenn Ihr Interesse habt“, ermunterte Stadtbeauftragter Christian Böhm die Neuntklässler.

Link: https://www.echo-online.de/region/bergstrasse/heppenheim/Berufliche-Perspektiven-bei-den-Maltesern;art1245,5839028