Wie junge Menschen die Welt verändern

„Soko Tierschutz“ zu Gast an der Martin Buber Schule

 

„Sei du selbst die Veränderung, die du dir wünschst für diese Welt.“ Wieviel Wahrheit in den Worten Mahatma Gandhis steckt und dass jeder Einzelne viel bewegen kann, erfuhren Schüler der Martin Buber Schule Heppenheim bei einem Besuch von Soko Tierschutze.V. . Hanna Elsig informierte die Klassen 6c und 8bR über die Arbeit des Vereins mit Sitz in Augsburg, über Tier- und Verbraucherschutz. Ziel dieses Vereins ist es, durch investigativen Journalismus tierrechtswidrige Zustände in Ställen, Schlachthöfen und Tierversuchslaboren europaweit zu dokumentieren und an die Medien weiterzuleiten. Jeder Bürger hat ein Recht auf Aufklärung und der entstehende Medienrummel z.B. durch TV-Auftritte bei stern TV oder Spiegel TV zeigte bereits Wirkung.
Bewegend, interessant und auch erschütternd war das teils bei Undercover Recherchen entstandene Bildmaterial zu den Themen Nutztierhaltung, Eierproduktion, Tierversuchen und Pelzindustrie.

Nachdenklich lauschten die Schüler sowie deren Lehrkräfte Angelika Mußbach und Silke Michel dem Vortrag, einige Jugendliche beeindruckten durch großes Vorwissen und auch viele Fragen konnten beantwortet werden.
So wusste Merdan aus der 6c, dass ein Küken vom Schlüpfen bis zur Tötung  41 Tage leben darf, während es in der Natur eine Lebenserwartung von 6-8 Jahren hat. Nicola aus der 8bR kannte bereits das aus Weizeneiweiß hergestellte und ursprünglich aus Japan stammende Seitan und Amelie wusste, wie grausam Primatenversuche am MPI in Tübingen sind.

Ein Ratequiz veranschaulichte den Jugendlichen unglaubliche Zahlen des derzeitigen Fleischkonsums: jeder Deutsche isst in seinem Leben durchschnittlich 1100 Tiere und jährlich müssen in Deutschland 750 Millionen Tiere für Lebensmittel sterben. Zur Herstellung von 1kg Rindfleisch werden stolze 15000l Trinkwasser benötigt, für 1kg Kartoffeln hingegen nur 100l.
Diese Fakten sorgten für sichtliche Überraschung und Betroffenheit und es wurde klar, dass Fleischkonsum nicht nur den Einzelnen betrifft, sondern auch die natürlichen Ressourcen der Erde und letztlich zu Wasserknappheit und Umweltzerstörung beiträgt.

Die älteren Schüler der 8bR, einige haben bereits Erfahrungen in vegetarischer Ernährung gesammelt,  interessierten sich sehr für die sog. „Fleischersatzprodukte“ aus Soja oder Tofu und erkundigten sich nach vegetarisch-veganen Restaurants im Umkreis.
Tier- und Umweltschutz wurden an diesem Unterrichtstag greifbar und es wurde klar, dass jeder Einzelne sich engagieren und die bestehenden Zustände im Kleinen und Großen verändern kann.

Ein herzliches Dankeschön an Hanna Elsig und Soko Tierschutz für den Besuch!

Weitere Informationen zum Verein : www.soko-tierschutz.org

von: Silke Michel