Tobias Diehl neuer stellvertretender Leiter der Heppenheimer Martin-Buber-Schule

Von Astrid Wagner
Copyright Echo Online 21.02.2018

Quartett komplett: Mit der Ernennung von Tobias Diehl zum stellvertretenden Schulleiter hat das Führungsteam der Martin-Buber-Schule volle Mannschaftsstärke erreicht. Unser Bild zeigt (von links): Konrektorin Beate Späth, Tobias Diehl, Schulleiterin Petra Röhrig und Konrektor Jonas Meier. Foto: Sascha Lotz

HEPPENHEIM – Tobias Diehl ist der neue stellvertretende Schulleiter der Heppenheimer Martin-Buber-Schule (MBS). „Nach vier Jahren ist unser Schulleitungsteam endlich voll besetzt“, freut sich Schulleiterin Petra Röhrig gemeinsam mit den beiden Konrektoren Beate Späth und Jonas Meier.

Diehl, der vor knapp zwei Wochen den Dienst an der MBS antrat, kommt von der Bensheimer Geschwister-Scholl-Schule nach Heppenheim (wir haben berichtet). Dort war er in den vergangenen zweieinhalb Jahren Leiter des Realschulzweigs. Der 40 Jahre alte gebürtige Lorscher ist Lehrer für Deutsch, Geschichte sowie Politik und Wirtschaft, hat in Heidelberg studiert.

Seine Laufbahn als Lehrer begann er an der Heppenheimer Konrad-Adenauer-Schule und der Auerbacher Schillerschule. Auf der Suche nach neuen Herausforderungen verschlug es Diehl für sechseinhalb Jahre an eine Schule in München.

Kombiklassen haben ausgedient

Irgendwann zog es ihn zurück in seine Heimat: „Ich bin Bergsträßer“, unterstreicht er im Gespräch. Sieben Jahre war er an der Scholl-Schule. Dann kam der Ruf nach Heppenheim. An der Buber-Schule habe er sich vom ersten Tag sehr wohl gefühlt, sagt der Pädagoge. Es sei familiärer hier. In Bensheim gibt es 1500 Schüler, in Heppenheim sind es 520.

Begeistert zeigt er sich von der „tollen Medienausstattung“ – eines der Ergebnisse von Modernisierungsmaßnahmen. „Die Kreidezeit liegt hinter mir“, scherzt er mit Blick auf die zur Verfügung stehenden Smartboards.

In Heppenheim unterrichtet er Deutsch und Geschichte, derzeit in der sechsten, neunten und in der Sprachintensiv-Klasse. An der neuen Aufgabe reizt Diehl, dass er stärker als zuvor Schule mitgestalten, eigene Ideen einbringen und umsetzen kann. Eine der ersten Maßnahmen ist die Digitalisierung des Stundenplans. Künftig kann man online sehen, welchen Unterricht man wo hat – und welche Stunden eventuell ausfallen. Ein großes Lob zollt Diehl der Berufsorientierung; er freut sich, künftig die Abschlussprüfungen mitzugestalten.

Ein Meilenstein ist die Auflösung der Kombiklassen. Bisher wurden Haupt- und Realschüler in der fünften und sechsten Klasse gemeinsam unterrichtet. Ab dem kommenden Schuljahr werden die Schulzweige wieder komplett getrennt. „Fördern und fordern“ ist das Konzept überschrieben, das große Chancen für beide Zweige birgt. Die Hauptschüler werden gefördert, zwei Lehrer kümmern sich im Unterricht um sie, es gibt einen Projekttag pro Woche, an dem durch Praxis gelernt wird.

Petra Röhrig ist froh, dass man zu viert nun die Aufgaben neu verteilen kann und sich mehr auf die Schulentwicklung konzentrieren kann. „Wir sind im Aufbruch“, kündigt Diehl an, der sich auch auf die Zusammenarbeit mit den Eltern – etwa im Förderverein – freut.

Ein Aufbruch auch in die Moderne: Denn die vor etwa zehn Jahren begonnenen Umbau- und Sanierungsarbeiten an der Haupt- und Realschule finden nun ihren Abschluss.

Renoviert verfügt die Schule über neue Klassenräume, neue naturwissenschaftliche Räume, neue Werkstätten, eine Mediothek und eine Mensa. Ganztagsklassen bieten neben der Hausaufgabengarantie zusätzlich je eine Förderstunde in den Hauptfächern. Alle Stunden, auch die Hausaufgabenbetreuung, finden bei den Lehrern statt. Zusätzliches Personal (FSJler und Schüler der neunten Klasse während des verpflichtenden Sozialpraktikums) steht zur Verfügung. Das Angebot ist bis auf das Mittagessen kostenlos.

Ab der siebten Klasse wirkt das Berufsorientierungs- und Übergangskonzept der Schule. Jährliche intensiv betreute Berufspraktika vermitteln Einblicke in die Arbeitswelt und ermöglichen Kontakte zu interessanten Betrieben ebenso wie die Talent Company im Gebäude der MBS. Firmen stellen sich hier vor, Workshops werden von Personalleitern, Unternehmern und anderen Fachkräften geleitet. Profis aus der Wirtschaft leiten die Bewerbungstrainings, Gymnasial- und Berufschullehrer der Karl-Kübel-Schule und der Heinrich-Metzendorf-Schule gestalten den Wahlpflichtunterricht. In den zehnten Klassen erfolgt eine besondere Förderung in den Hauptfächern für den Übergang in die gymnasiale Oberstufe.