Joey Kelly an der Martin-Buber-Schule

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Joey Kelly an der Martin-Buber-Schule

Ein Selfie mit Joey Kelly? Das war gestern Abend im Berufsorientierungsraum der Martin-Buber-Schule, der Talent Company, möglich.

Vor dem Vortrag des Ausdauersportlers, Sängers, Entertainers im Halben Mond zum Thema „No Limits“ gastierte Kelly mit der Strahlemann-Initiative an der Buber-Schule.

Schulleiterin Petra Röhrig und Olov-Fachfrau Beate Späth nutzten die Gelegenheit für ein Bild.

 

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HEPPENHEIM. Joey Kelly, Extremsportler und ehemaliges Mitglied der berühmten Musikgruppe The Kelly Family ist neuer Botschafter der Strahlemann-Initiative. Am Rande der Veranstaltung „Strahlemann im Dialog“, bei der Kelly als Hauptreferent auftrat, erklärte er seine Bereitschaft, den in Heppenheim ansässigen Verein zu unterstützen.

„Natürlich bin ich dabei, wenn Sie mich als Botschafter brauchen“, antwortete Joey Kelly vor fast 200 Zuhörern im Halben Mond auf das Werben des Vorstandsvorsitzenden Franz-Josef Fischer. Der 2002 gegründete Verein Strahlemann fördert Bildungsprojekte vor allem für benachteiligte Jugendliche in Deutschland und weltweit.

Prominente Unterstützung

Zu den bisherigen Botschaftern gehören vor allem Sportler wie Timo Hildebrandt (Fußball), die Kanu-Olympiasiegerin Nicole Reinhardt und das Motorsport-Talent Lucas Wolf, aber auch der Musiker Hartmut Englert von der Band Pur.

Die Strahlemann-Botschafter sind aber nicht nur prominent, sondern von den Zielen und der Arbeit des Heppenheimer Vereins überzeugt. Sie engagieren sich etwa mit Benefizkonzerten, Stadionbesichtigungen für Projektklassen oder Seminaren, die sie an den beteiligten Schulen für Jugendliche organisieren. Für Joey Kelly ist das Ehrenamt nichts Ungewöhnliches: So ist er bereits Botschafter der José-Carreras-Stiftung für Leukämiekranke und nimmt regelmäßig an Spendenläufen und Benefizveranstaltungen teil.

Vor der Veranstaltung in Heppenheim besuchte Kelly die „Strahlemann Talent Company“ an der Martin-Buber-Schule. Dort erhielt er von der stellvertretenden Schulleiterin, Petra Röhrig, der Beauftragten für Berufsorientierung, Beate Späth und Sozialpädagogin Kimberly Beck zusammen mit einigen Schülern einen Einblick in das Programm.

Die Schüler hatten eine Fotocollage mit allen Schülern der Buber-Schule vorbereitet, die von Joey Kelly signiert wurde. Im Gespräch mit den Jugendlichen interessierte sich der prominente Gast für deren Berufswünsche und die Schüler dankten es ihm: „Total frisch, munter und sympathisch war der Iron Man und mehrfache Weltmeister. Danke Joey“, lautete anschließend ihr Facebook-Eintrag. ax

© Bergsträßer Anzeiger, Freitag, 17.10.2014

Berufsorientierungszertifikate erworben

Schüler der Martin-Buber-Schule erhielten ihre BerufsorientierungszertifikateBBZ

Insgesamt 19 Schülerinnen und Schüler der Martin-Buber-Schule in Heppenheim erhielten zum Abschluss ihrer vierwöchigen Berufsorientierung ihre Zertifikate.

Zuvor hatten die Schülerinnen und Schüler verschiedene Berufsbereiche kennengelernt und durchlaufen. So konnte man in den Bereichen Holz, Metall, Gartenbau, Frisör und Hauswirtschaft seine Fähigkeiten, Begabungen und Interessen erkunden und für sich am Ende ein persönliches Fazit dieser vielfältigen Angebote ziehen.  Frau Irene Stephan, Dipl. Sozialpädagogin im BBZ, organisierte die unterschiedlichen Einsatzorte der Schülerinnen und Schüler.  Bei der feierlichen Verabschiedung ermutigte sie die Schüler, auf die gewonnen Erfahrungen und Erkenntnisse aus dieser Zeit  aufzubauen.  Auch wenn noch zwei Schuljahre vor den 19 Hauptschülern lägen, die Zeit verstreiche schnell und eine Berufswahl sollte gut überlegt und vorbereitet sein, resümierte die Pädagogin.

Der betreuende Klassenlehrer Herr Leible, bedankte sich im Namen der Schüler und der Martin-Buber-Schule für die Organisation und Durchführung dieses Berufsorientierungskurses. Auch für ihn sei es eine lehrreiche Zeit gewesen, in der er seine Schüler von einer ganz anderen Seite kennenlernen durfte und nebenbei auch sehr nette Begegnungen und interessante Fachgespräche mit Ausbildern des Berufsbildungszentrums hatte.  (ml)

Den Joghurt nie nach unten packen

Siebtklässler der Martin-Buber-Schule generieren als Einkaufshilfen im Rewe-Markt Spenden für „Tiere in Not“


Die Mädchen und Jungen der Klasse 7cR der Martin-Buber-Schule waren stolz auf sich: sage und schreibe 1305,72 Euro haben sie in der vergangenen Woche mit einer gemeinsamen Aktion für die Organisation „Tiere in Not Odenwald“ gesammelt. Lehrerin Silke Schuchmann kann zurecht stolz auf ihre engagierte Truppe sein.
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HEPPENHEIM.Im März 2014 zerstörte ein Feuer ein Großteil des Tierheims von „Tiere in Not Odenwald“ („TiNO“) in Reichelsheim-Spreng. Tierarztpraxis, Quarantänestation und die Katzenhäuser wurden ein Raub der Flammen. Alles ins allem entstand ein Schaden in Höhe von über 100 000 Euro. Zumindest konnten die meisten Tiere gerettet werden.

Zum Sachschaden kommen die laufenden Kosten für Personal und Versorgung der Tiere von rund 20 000 Euro im Monat – eine Summe, die die Tierschützer nicht allein aufbringen können. Aus diesem Grund ist die Organisation auf Spenden angewiesen, damit nach 20 Jahren erfolgreicher Arbeit nicht das Aus kommt. 2013 hat die Organisation den hessischen Tierschutzpreis bekommen.

Auch die Schüler der Klasse 7cR haben von der Notsituation gehört, in der sich die Einrichtung befindet. Und als die Projektwoche der Schule anstand, entschlossen sie sich gemeinsam zu einer Aktion, um Tierschützern und Tieren zu helfen.

Eine Idee war schnell gefunden: Im Rewe-Markt an der Tiergartenstraße halfen die Teenager die vergangene Woche über den Kunden: Sie boten sich als Einkaufhelfer an, packten Tüten an den Kassen, schleppten die Einkäufe zu den Autos, wuschen Scheiben an der Waschanlage – und sammelten für ihre Dienste Spenden.An der Höhe der gesammelten Summe kann man ablesen, dass die Mehrzahl der Kunden den Jugendlichen und ihrem Anliegen gegenüber aufgeschlossen war. Der 14-jährige Enes – wie seine Kameraden mit dem Schul-Sport-Trikot ausgestattet – erklärte geduldig und gekonnt das Anliegen der Schüler. Man merkte ihm wie den anderen an, dass sie mit großem Engagement bei der Sache waren.

Manche Erwachsene beleidigen die KinderEr erzählte auch, es habe einige blöde Kommentare von Kunden gegeben, bis hin zu Beleidigungen. Doch das hatten die Schüler im Vorfeld mit Lehrerin Schuchmann geübt: „Wie reagiere ich auf Beleidigungen, Provokationen oder gar Aggressionen?“ Und die Lehrerin hatte ihre Schüler natürlich immer im Blick, um notfalls eingreifen zu können.

Nach sieben Minuten an Tag 1 der Aktion, so Schuchmann, hätten die ersten schon aufgeben wollen, weil noch kein Cent in den Spendenbüchsen gelandet war. „Das hat doch keinen Sinn, keiner will was geben“, so die enttäuschten Kommentare der Kinder. Kurze Zeit später war an Aufgeben nicht mehr zu denken, Cent für Cent und Euro für Euro wurde gesammelt. Bereits am ersten Tag kamen 400 Euro zusammen. Eine riesige Motivation für die Heranwachsenden, die gelernt haben, dass belohnt wird, wer am Ball bleibt.

Meltem, Vincenz, André, Mehmet, Fouad, Mehmet-Can, Noah und Adrian berichteten vor den großen Infotafeln, die sie im Vorfeld gestaltet hatten, von ihren Eindrücken. Das lange, ungewohnte Stehen, jeden Tag von 10 bis 14 Uhr, strengte ganz schön an. Und manche Kunden nervten gehörig. Sie seien als Bettler bezeichnet, angeschrien worden – da war es manchmal schwer, ruhig zu bleiben. Es hat aber geklappt. Die meisten Leute seien aber nett gewesen, hätten sich gerne helfen lassen.

Natürlich haben sie vor der Aktion auch gelernt, wichtige Hausfrauen-Tipps zu beherzigen: Niemals Joghurt oder etwa Erdbeeren ganz unten in der Tüte verstauen und dann Konservendosen obendrauf packen etwa. So konnte nichts schiefgehen und die Kunden waren zufrieden.

Das Ergebnis der Spendenaktion der Buber-Schüler übertraf alle Erwartungen bei Weitem. Silke Schuchmann und ihre Klasse freuen sich riesig, dass sie „TiNO“ mit einem so großen Betrag tatkräftig unter die Arme greifen können.