WICHTIG: Pünktliches Erscheinen zur Zentralen Abschlussprüfung

Wegen der angekündigten und eventuell stattfindenden Bahnstreiks an den Prüfungstagen 20. und 22. Mai 2015 werden die Zentralen Abschlussarbeiten nicht später beginnen oder verschoben. Der Bahnstreik gilt auch nicht als Entschuldigung für eine Verspätung oder Versäumnis.

Die Schulleitung

Klassenstufenturnier der 8. Klassen

Das diesjährige Basketballturnier der 8.Klassen war spannend wie schon lange nicht mehr. Nach acht von insgesamt zwölf Spielen waren alle 4 Mannschaften punktgleich, getrennt lediglich von einem mehr oder weniger günstigen Korbverhältnis.

Erst in den letzten Spielen konnte sich eine Mannschaft durchsetzen – dies vor allem, weil sie die Regelung, dass weibliche Korberfolge doppelt gewertet wurden, gnadenlos umsetzten. Nachdem die 8A zwischendurch in einem Spiel gnadenlos mit 2:22 abgewatscht wurde, spielten sie mutig, oft mit zwei weiblichen Spielern in der Spitze und setzten diese so ein, dass sie zum Wurf kamen.

So kam es zu zwei Siegen für die 8A in den letzten beiden Spielen, während die Konkurrenz sich gegenseitig die Punkte abnahm. Folgerichtig sind sie die verdienten Sieger dieses Turniers.

Die spielstärkste Mannschaft stellte die 8H – ihre „Super Sayajins“ gewannen überlegen alle ihre Spiele, leider hatte die Klasse wohl vergessen, dass dies ein Klassenturnier ist und so reichten die dazu addierten drei Niederlagen der zweiten Mannschaft nur zum 3.Platz.

Etwas Pech hatte die 8B, die sehr ausgewogen besetzt war und sich erst im letzten Spiel nach hartem Kampf geschlagen geben musste. Dies kostete sie den Sieg – sie nahmen aber verdient den 2.Platz ein.

Der 8C danken wir für die Teilnahme – wollen aber nicht vergessen, dass auch sie ein Spiel gewonnen haben… – dies reichte allerdings nur für Platz 4.

 

Endergebnis:

1. 8A 8:4 38:40
2. 8B 6:6 38:27
3. 8H 6:6 41:36
4. 8C 4:8 30:44

 

Menzner (Turnierleitung)

P.S. Vielen Dank an große Teile der 10B, die mit für einen reibungslosen Ablauf sorgten.

 

Plötzlich schnurrt das Schwungrad los

Copyright: Darmstädter Echo, 17.04.2015

Bildung – Schüler der Martin-Buber-Schule lernen den Zusammenhang zwischen Energieerzeugung und Umweltbelastung

Was die GGEW ist, erklärte Bereichsleiterin Kommunikation Susanne Schäfer (rechts) den Schülern der Martin Buber Schule. Christine Horn (Referentin Aktion für Umwelt, Zweite von rechts) führte im Anschluss spannende Experimente zum Thema Strom vor.  Foto: Dagmar Jährling

Was die GGEW ist, erklärte Bereichsleiterin Kommunikation Susanne Schäfer (rechts) den Schülern der Martin Buber Schule. Christine Horn (Referentin Aktion für Umwelt, Zweite von rechts) führte im Anschluss spannende Experimente zum Thema Strom vor.  Foto: Dagmar Jährling

HEPPENHEIM. Das Thema erneuerbare Energien stand am Mittwoch für elf Siebtklässler der Martin-Buber-Schule auf dem Stundenplan. Mit Referentin Christine Horn von der Deutschen Umweltstiftung lernten sie, wie Sonne, Wasser und Wind Strom erzeugen, wie eine Dampfmaschine funktioniert und warum der Klimawandel auch sie angeht.

Christine Horn, Referentin der Deutschen Umwelt-Aktion (DUA), hat die Modelldampfmaschine mit Brennstoff befeuert und die Siebtklässler der Martin-Buber-Schule (MBS) warten gespannt, was sich tut. Nichts, zunächst, denn das Wasser im Zylinder braucht einige Minuten, um sich zu erhitzen. Erste Siedegeräusche sind zu vernehmen, das Manometer zeigt an, wie der Druck stetig steigt und dann, plötzlich, schnurrt das Schwungrad los wie entfesselt, Licht flammt auf, es pfeift aus allen Kesseln, bis sich einige Schüler die Ohren zuhalten. So fühlt sich Energieerzeugung an, wenn der Strom nicht still, leise und geruchsneutral aus der Steckdose kommt.
Was am Mittwoch nach der Demonstration der kleinen Maschine im Chemiesaal der MBS müffelt, verweist allerdings auf den Verbrennungsrückstand: Abgase mit dem Schadstoff Kohlendioxid, der Mensch und Natur belastet.

Ein aus den Fugen geratener Treibhauseffekt, globale Erwärmung und zu Ende gehende Ressourcen bei stetig steigendem Energiebedarf sind Themen, die auch die heute zwölf und dreizehn Jahre alten Schüler angehen, denn diese Phänomene und ihre Auswirkungen werden ihr Leben bestimmen. Den Gedanken des Naturschutzes in Kindergärten, Grund- sowie weiterführende Schulen zu tragen, hatte sich die DUA mit Sitz in Düsseldorf bei ihrer Gründung 1958 als Aufgabe vorgenommen. Die Schüler sollten damals lernen, „Rücksicht auf Boden, Wasser, Luft, Tiere und Pflanzen“ zu nehmen, wobei sich seit dem Jahr 2000, als sich die klimatischen Veränderungen immer deutlicher abzeichneten, das Themenspektrum im Umweltunterricht erweiterte. So wurden unter anderem die alternativen, erneuerbaren Energiequellen einbezogen, die auch Gegenstände der etwas anderen Unterrichtseinheit für die Siebtklässler waren.

„Wir wollen Impulse geben und informieren“

„Wir wollen Impulse geben und informieren – in der Hoffnung, dass sich die Impulse als tragfähig erweisen“, beschrieb Referentin Christine Horn das Ziel der Doppelstunde. Unterstützung erhielt sie von Susanne Schäfer, Bereichsleiterin Kommunikation, und Junior Referent Dominik Rudolf, von der GGEW AG, die das Projekt finanziert. Seit einiger Zeit sind sie Schulen im Versorgungsgebiet zu Gast.
Mit Erfolg, denn auch die elf Mädchen und Jungen aus dem Wahlpflichtkurs „Natur, Umwelt und Kosmos“ von Physik- und Chemielehrer Jochen Ott haben am Mittwoch einiges gelernt: Dass die Erderwärmung Polkappen und Gletscher schmelzen lässt, in der Folge Hochwasser und Überschwemmungen drohen, Lebensräume für Pflanzen, Tiere und Menschen verschwinden: „Das betrifft uns alle ganz direkt“, erklärte Christine Horn und ließ anschließend den Unterschied zwischen den fossilen Energieträgern Kohle, Gas, Uran und Erdöl und den erneuerbaren Energielieferanten Wasser, Wind und Sonne herausarbeiten, die kein klimaschädliches Kohlendioxid freisetzten.
Was die Fotovoltaik-Technik betraf, mussten die Schüler am Mittwoch nur aus dem Fenster des Chemiesaals schauen, denn seit 20. November 2000 erzeugen Solarmodule auf fast 200 Quadratmetern Dachfläche der MBS über 20 000 Kilowatt Strom pro Jahr und ersparen der Erdatmosphäre somit alle zwölf Monate mehr als zwölf Tonnen Kohlendioxid.
Für eigene Experimente hatte ihnen Christine Horn eine Taschenlampe als Lichtquelle und Solarautos mitgebracht, die sich auf dem Lehrertisch Rennen lieferten, und wie ein Windkraftwerk funktioniert, erfuhren die Jungen und Mädchen unter vollem Einsatz ihrer Atemluft, bis das LED-Lämpchen an den Mini-Windrädern ob dieses Energieschubs hell aufleuchtete.
Mit ihrem Lehrer Jochen Ott werden die Schüler das Thema erneuerbare Energien im Wahlpflichtunterricht noch einmal aufgreifen, und wenn sie im nächsten Schuljahr mit Chemie beginnen, auch die Formel für den Klimaschädling Kohlendioxid kennenlernen.

Einladung zum Schüler- und Lehrerkonzert der Martin-Buber-Schule

Am 8. Mai 2015 findet wie jedes Jahr unser Schüler- und Lehrerkonzert statt. Wir laden alle Eltern, Schüler/innen und andere Interessierte sehr herzlich dazu ein.

Das angebotene Repertoire umfasst sowohl klassische Musik als auch Folk, Pop bis hin zu Rock und Rap.

Das Konzert findet jedes Jahr hohen Anklang sowohl bei den Schüler/innen als auch im Kollegium und bei den Eltern.

Einlass: 18:00 Uhr

Beginn: 18:30 Uhr

Der Eintritt ist frei. Eine Spende an den Förderverein wird erbeten.

FSJ-Team für das Schuljahr 2015/16 gesucht

Interessiert an einem Freiwilligen Sozialen Jahr an der Martin-Buber-Schule?

IHRE AUFGABEN

  • Betreuung der Schülerinnen und Schüler im Unterricht,
  • Nachmittagsbetreuung (in den Ganztagsklassen 5/6),
  • Begleitung bei Klassenfahrten/Ausflügen/Lerngängen.

DAS BRINGEN SIE MIT

  • Sie sind interessiert an der Arbeit mit Kindern und Jugendlichen und möchten vielleicht Lehrerin oder Lehrer werden,
  • Sie sind kommunikationsfähig, kontaktfreudig und teamorientiert,
  • Kreativität, Flexibilität, Selbstsicherheit und Eigeninitiative zählen zu Ihren Stärken.

DAS BIETEN WIR

  • ein spannendes und vielfältiges Aufgabenfeld,
  • ein nettes, offenes Kollegium,
  • Möglichkeiten zur eigenständigen Übernahme kleiner Projekte und direkte Einbindung in den Schulalltag,
  • Möglichkeiten Ihren Berufswunsch im Alltag zu prüfen.

Allgemeine Infos gibt’s unter www. fsj-hessen.de oder Sie melden sich direkt per Telefon oder Mail bei uns. Wir freuen uns auf Ihre Bewerbung.

Martin-Buber-Schule
Gräffstr. 2

64646 Heppenheim
Tel.: 0 62 52-61 01
mail@martin-buber-schule.de

 

Sie haben noch Fragen? Fragen Sie unser aktuelles FSJ-Team.

Sie haben noch Fragen? Fragen Sie unser aktuelles FSJ-Team.

 

 

Alle genannten Informationen stehen zusätzlich in der folgenden Datei zum Download bereit.

Drogenprävention: Sporttag der MBS

Artikel: Jürgen Pieper & Matthias Menzner

Am Dienstag, den 24.03.2015 fand ein Sporttag für die 7.Klassen im Rahmen der Drogenprävention-Reihe in der Turnhalle der Martin-Buber-Schule statt.

An diesem Tag werden die Schüler/Innen begleitet von ihren Klassenlehrer/Innen vor unterschiedliche Aufgaben gestellt, die ihnen ermöglichen vielfältige Erfahrungen zu sammeln.

Dabei wurde Wert darauf gelegt eine Gemeinschaft zu entwickeln, eigene Stärken und Schwächen in Gruppenaufgaben einzubringen und gemeinsame Erlebnisse und Erfolge zu feiern. Dies gelang allen Klassen unterschiedlich schnell und gut – allerdings hatten alle Gruppen am Schluss die nicht immer ganz leichten Aufgaben geschafft.

Man geht davon aus, und Untersuchungen bestätigen dies, dass solcherart vorbereitete junge Menschen gleich oder später mehr Widerstand gegenüber Drogen aller Art entwickeln können als labilere Personen.

Dieser Baustein wird von der Sportfachschaft der MBS jedes Jahr angeboten. Er findet eine Fortsetzung in einem Kurzaufenthalt von drei Tagen (2015 in Kröckelbach), ebenfalls mit den Klassenlehrern und weiteren Betreuern. Dort werden ähnliche Aufgaben intensiviert angeboten.

Wer sich die Bilder anschaut wird sehen können, dass die Kinder mit viel Spaß und Engagement bei der Sache waren.

Auf Buddhas Wegen

Buddha 150316Ganz neue Erfahrungen unterrichtlicher Praxis durften die Schülerinnen und Schüler der Ethikklasse 9R/9H unserer Schule machen, denn auf dem Stundenplan stand der Besuch des budd­histischen Klosters in Sie­delsbrunn. Zuvor hatte man sich im Religions- und Ethikunterricht mit dem Buddhismus  intensiv aus­einandergesetzt, aber auch die großen Weltreligionen, nämlich das Christentum, der Islam und das Judentum waren im Rahmen dieses Themenkreises behandelt worden.

Ein drei stündiges Programm erwartete die Schülergruppe. Nach einer herzlichen Begrüßung durch die Hausleitung, konnten die Schülerinnen und Schüler Fragen stellen, die sie sich zuvor im Unterricht überlegt hatten. Interessiert und diszipliniert folgten die Schüler den Aus­führungen des koreanischen Mönches. „Gibt es bei den Buddhisten auch eine Bibel, bzw. Koran?“, oder „Dürfen buddhistische Mönche heiraten“,  und „Erklären Sie uns die Aussage, sich auf den Weg bege­ben!“. Interessant waren die Antworten des Mönches, denn er gab oft den Ball an die Zuhörer zurück und forderte sie auf, sich mit „Selbstverständlichem“ auseinanderzusetzen und sich mit neuen Sicht- und Denkweisen diesen Themen zu nähern!

Eine besondere Erfahrung stellte die nun anschließende Mittagspause dar. Im Speisesaal wartete ein reichhaltiges, vegetarisches  Essensbuffet auf die Besucher. Nach dem Ertönen des Gongs, sollte man zehn Minuten schweigend essen. Für machen Schüler eine ungewohnte Herausforderung, aber in der Gemeinschaft ein besonderes Erlebnis. In dieser konkreten Situ­ation war der Begriff der Achtsamkeit für jedermann erfahrbar. Wie erleben wir dieses so wichtige Grundbedürfnis der Nahrungsaufnahme in der Wirklichkeit und welche Bedeutung messen wir diesem täglichen Ritual heute bei? Eine interessante Frage, gerade in einer Zeit, in sich ein Hauptteil der Gesellschaft mit Fastfoodprodukten und Menüs ernährt.

Ein weiterer Höhepunkt erwartete die Schüler am Nachmittag, denn der betreuende Mönch hatte sich für die Jugendlichen eine Einführung in die buddhistische Meditation überlegt.

Dazu begab man sich in die große Meditationshalle des Klosters, setzte sich im Kreis auf Kissen und hörte dem „monotonen“ Sprechgesang, welche man Sutren nennt, des Meditationsleiters zu.

„Mir hat die ruhige und bejahende Atmosphäre des Klosters sehr gut getan“, berichteten die Schü­ler einhellig. Auch die begleitenden Lehrkräfte Katja Schubach und Matthias Leible freuten sich über den gelungen Unterrichtsgang, der sich durchaus institutionalisieren lasse und damit zu einem festen Programmpunkt im Jahres­kreis der Schule werden könnte. (ml)

Informationen zu Unterrichtsbesuchen sind direkt im Sekretariat der Klosters „ Buddhas Weg“ https://www.buddhasweg.eu/ zu erfragen.

Investition in die Fachkräfte von morgen

Copyright Starkenburger Echo, 10.03.2015

Ausbildung – Seit drei Jahren lernen Martin-Buber-Schüler in der Talent Company in Heppenheim die Berufswelt kennen

150310 talent Company
Seit drei Jahren gibt es an der Martin-Buber-Schule in Heppenheim eine Talent Company. Darüber freuen sich Projektleiterin Dagmar-Eva Mempel von der Talent Company, Koordinatorin Beate Späth und Andreas Link, der Geschäftsführer der Strahlemannstiftung  Foto: Karl-Heinz Köppner

 

 

Seit drei Jahren gibt es an der Heppenheimer Martin-Buber-Schule (MBS) die von der Strahlemann-Stiftung unterstützte Talent Company. Das ist ein Fachraum für die Berufsorientierung.

„Wir sind sehr stolz darauf, dass es an der Martin-Buber-Schule (MBS) die Talent Company gibt“, begrüßt die kommissarische Leiterin Petra Röhrig die Gäste, die mit der Strahlemann-Initiative die ersten drei Jahre Bestehen dieses Fachraums für Berufsorientierung feiern wollen. „Wir genießen das Privileg, wissen es zu schätzen und nutzen den Raum so oft und so gut wie möglich.“

Eingeweiht wurde die „Talent Company“, die mehr einem bestausgestatteten Büro in der Chefetage gleicht als herkömmlichen Klassensälen, am 31. November 2011. Für die Strahlemann-Initiative („Bildung ist Herzenssache“) ist, das war zu sehen, nur das Beste gut genug als Baustein für die Brücke zwischen Schule und Wirtschaft, zwischen Arbeitgeber und künftigem Mitarbeiter.

„In diesen Raum kommt nichts Gebrauchtes rein“, erinnerte sich Strahlemann-Impulsgeber und Stiftungsvorsitzender Franz-Josef Fischer an seine Vorgaben für die Talent Companys, die es mittlerweile an etlichen Schulen nicht nur in Hessen gibt. Zehn Standorte zwischen Cloppenburg und Landsberg am Lech arbeiten schon, die nächsten Ziele – Hamburg, Wuppertal, Mannheim, Stuttgart, Frankfurt und Dreieich – sind in Planung. Finanziert werden Talent Companys durch Spenden ortsansässiger Unternehmen, die sich im Gegenzug dort präsentieren und für freie Ausbildungsplätze geeignete Bewerber, die dringend nötigen Fachkräfte von morgen, finden können.

Ein Dilemma, das auch Fischer umtreibt: Auf der einen Seite „unser wertvollstes Kapital hier in der Schule – die Kinder“, von denen viele ohne Chance auf einen passenden Beruf auf der Strecke bleiben, auf der anderen Seite Firmen, die ihre Ausbildungsplätze nicht besetzen können. „Leider haben wir es noch nicht geschafft“, bedauerte Fischer, „genügend Unternehmer für die Talent Companys zu begeistern.“

Viel Lob gab es für die Mitarbeiter an der Martin-Buber-Schule: „Wir unterstützen, helfen und verlegen die Schienen, Sie bringen den Zug darauf und sorgen dafür, dass unsere Kinder eine Zukunft haben.“

In der MBS hält Beate Späth als Koordinatorin für Berufsorientierung seit 2012 die Talent Company am Laufen. Dazu gehören Berufsberatung, Bewerbungstraining, die Assessmenttage, bei denen dieses Jahr 74 Neuntklässler des Realschulzweigs mit Fachleuten aus zehn regionalen Firmen je einen Wunschberuf kennenlernen können. Dazu kommen Betriebsbesichtigungen oder spektakuläre Schnupperaktionen wie beim „Trucker Day“ der Speditionsfirma Schüssler, die mit schwerem Gerät einige Tage auf dem Schulhof für einen Hingucker sorgte“, so Späth. „Unter den bundesweit arbeitenden Talent Companys liegt uns Heppenheim natürlich besonders am Herzen“, sagte Projektleiterin Dagmar-Eva Mempel von der Strahlemann-Geschäftsstelle in der Mozartstraße: „Diese Talent Company hat sich von Anfang an hervorragend gemausert. Ein großartiges Team, zu dem auch Berufseinstiegsbegleiterin Kimberly Beck gehört.“

Schirmherr und Strahlemann-Kuratoriumsmitglied Rainer Burelbach dankte den Verantwortlichen für die Aufbauarbeit und den Unternehmern, die das Vorhaben unterstützen: „Ich bin erstaunt, was inzwischen hier entstanden ist. Die Talent Company war vor drei Jahren schon top und hat sich noch weiter entwickelt.“ Zudem brach der Bürgermeister eine Lanze für die Lehre als Alternative zum Studium: „Eine gute Ausbildung ist Gold wert und man steht später nicht schlechter da“, so Burelbach.

Die Zukunft an der MBS dürfte gesichert sein: „Wir werden weiterhin alles Nötige tun“, versprach Geschäftsführer Andreas Link, und ging konform mit Markus Braunert von Trainingscenter der Firma ABB in Heidelberg. „Wir brauchen die Wirtschaft in Bildungseinrichtungen mehr denn je und werden einen Aufruf starten, sich nicht nur finanziell, sondern auch inhaltlich zu engagieren.“

Für die Schüler hatte er zur Feier einen druckfrischen Talent Company Guide mitgebracht, der alle Möglichkeiten und Firmen aufführt. Die Schüler ihrerseits gratulierten musikalisch: ein toller Beitrag, den Katja Schubach, die Leiterin des Schulchors, mit den Lehrern Dorothee Jeckel (Gesang) und Mathias Jakob (Gitarre) vorbereitet hatte.

Berufsfindung auf dem Stundenplan

Copyright: Darmstädter Echo; 06.03.2015

Erziehung – „Bewerbertage“ für Neuntklässler an der Martin-Buber-Schule – Zum Auftakt geht’s um die Pflegerausbildung

Darmstädter Echo 150306

Auch Blutdruckmessen gehört zum Arbeitsalltag einer Krankenpflegerin: Schüler der Heppenheimer Martin-Buber-Schule können sich während der „Bewerbertage“ ein Bild von verschiedenen Berufen machen.  Foto: Karl-Heinz Köppner

Berufsfindung auf dem Stundenplan: In der Martin-Buber-Schule stehen bis Dienstag (24.) Bewerbertage für die Neuntklässler an. Zum Auftakt am Dienstag präsentierte die Gesundheitsakademie Bergstraße ihre Pflegerausbildung.

Kinder wissen es noch ganz genau: „Ich werde Lokomotivführer, Ingenieur, Astronaut, Tierärztin oder Puppenmutter“ – wenn die Bäume noch in den Himmel wachsen, scheint jedes Ziel zum Greifen nah. Bis der Schulalltag andere Prioritäten setzt, neue Fächer Wünsche relativieren und Zeugnisse Grenzen setzen. „Ich werde Chef“, zitiert Petra Röhrig, kommissarische Leiterin der Martin-Buber-Schule, einen oft geäußerten, flapsigen Ausspruch ihrer jugendlichen Klientel, der sich mit der Wirklichkeit auf dem Arbeitsmarkt beißt, gleichzeitig aber wohl auch ausdrückt, dass die Planung des Lebens nach der Schule nicht jedem leicht gelingt.

Hilfestellung zur Berufsfindung gibt es zuhauf – Ausbildungstage, Ausbildungsmessen, bis hin zu großen Veranstaltungen wie den „Nächten der Ausbildung“ in größeren Städten der Region. Die Martin-Buber-Schule geht seit fünf Jahren einen anderen Weg: Jeweils vor den Osterferien stehen für die Schüler der neunten Jahrgangsstufe des Realschulzweigs die „Assessmenttage“ (Bewerbertage) auf dem Stundenplan, wobei sich in einem Zeitfenster von zwei bis drei Wochen pro Nachmittag jeweils ein ortsansässiges oder regionales Unternehmen präsentiert. Treffpunkt nach der vierten Stunde ist dann die „Talent Company“, ein mit allem Drum und Dran ausgestatteter Fachraum für Berufsorientierung, den die „Strahlemann-Initiative“ eingerichtet hat.

„Die Schüler – jeweils acht können sich pro Termin anmelden – haben die Wahl, sich je nach Neigung, Interessen und Stärken für ein Angebot zu entscheiden“, sagt Beate Späth, die Koordinatorin für Berufsfindung an der Buberschule. Zur Vorbereitung gibt es Betriebsbesichtigungen, zudem kooperieren Deutsch- und Arbeitslehreunterricht und üben vor allem die „perfekte Bewerbung“. Nachbereitet werden die Assessmenttage im Fach Arbeitslehre, wobei das Feedback laut Beate Späth durchaus positiv ausfällt, die Bewerbertage auch schon in Ausbildungsverhältnisse mündeten.

„Wir können den Schülern damit individueller und intensiver die jeweiligen Berufsbilder nahebringen“, werten Petra Röhrig und Beate Späth unisono. Eine Einschätzung, die Gudrun Statz, die Leiterin der in Heppenheim ansässigen Gesundheitsakademie Bergstraße (GAB), die sich zum zweiten Mal an den Bewerbertagen beteiligt, am Dienstag bestätigt: „Nicht nur die Schüler, auch wir haben mehr Zeit und können uns inhaltlich genauer vorstellen“, sagt sie, sodass auch Spielraum bleibt für Brainstorming und praxisnahe Übungen wie Desinfektion der Hände oder Blutdruckmessen.

Waschen, baden, Spritzen gebenChristin, Natascha, Hatice, Miriam, Dilan, Dilara, Danja und Lea machen gut mit, erarbeiten zunächst Begriffe, die sie mit der Ausbildung zum Gesundheits- und Krankenpfleger verbinden, vom Waschen, Baden und Spritzengeben bis zum Spiele spielen und reden, „damit sich die Patienten nicht so allein fühlen“. Auch die Anforderungen, die das Berufsbild an Bewerber stellt, haben sie gut im Blick und nennen unter anderem Belastbarkeit, Hilfsbereitschaft, die Fähigkeit zur Teamarbeit und Menschenkenntnis.

Was noch dazugehört in den drei Jahren Theorie an der GAB sowie der Praxis auf Station in den Trägerkrankenhäusern – der Vitos gGmbH, dem Heilig-Geist-Hospital (Universitätsmedizin Mannheim) und dem Kreiskrankenhaus (Universitätsklinikum Heidelberg) –, zudem in weiteren medizinischen Facheinrichtungen bis hin zum Bensheimer Hospiz, erläuterte Gudrun Statz den acht Neuntklässlerinnen ausführlich, ließ auch die Anforderungen, die Schicht- und Feiertagsdienst stellen sowie Sterben und Tod – „das werden Sie als Schülerin auch erleben“ – nicht außen vor. Für den, der sich darauf einlassen möchte, wären Berufs- und Weiterbildungsaussichten allerdings gut, inklusive einer Übernahmegarantie bei guten Examensergebnissen: „Sie haben dann jede Menge Möglichkeiten.“

Bis Dienstag (24.) werden den insgesamt 74 Neuntklässlern des Realschulzweigs weitere neun Firmen ihre Karrierechancen ans Herz legen, wobei das Spektrum von kaufmännischen bis zu gewerblich-technischen Berufen reicht. Dabei sind die Barmer Ersatzkasse, die SHR-Fachschule Heidelberg (Medien, Logopädie), Aldi Süd, die Sparkasse Starkenburg, Sirona Bensheim, Merck Darmstadt, ABB Mannheim und Jäger direkt aus Reichelsheim, demnächst mit einem neuen Standort in der Kreisstadt Heppenheim.

Einige Unternehmen haben im Vorfeld von den Schülern Bewerbungsunterlagen angefordert, andere werden bei den Assessmenttagen Einstellungsgespräche üben oder Konstruktionsaufgaben ausführen lassen – auf jeden Fall aber wird es für die Neuntklässler individuelle Rückmeldungen und Bewertungen geben sowie eine Teilnahmebescheinigung für die eigene Bewerbungsmappe.

 

Betriebserkundung bei Sirona in Bensheim

© Bergsträßer Anzeiger, Montag, 02.02.2015

Sirona hat einiges zu bieten

Interesse an technischen Berufen wecken

Betriebserkundung Sirona 01-2015

So geht Technik: Holger Weitzel (rechts), bei Sirona verantwortlich für technische Ausbildung, erläuterte Schülern der Buber-Schule, die im Wahlpflichtunterricht den Kurs Elektrotechnik besuchen, wie elektropneumatische Systeme funktionieren. © oh

 

Heppenheim. Nie wieder Mathe – oder? Über Anforderungen und Chancen naturwissenschaftlich-technischer Berufe informierten sich jetzt Acht- und Neuntklässler der Martin-Buber-Schule in der Sirona Dental Systems GmbH in Bensheim.

Interesse an Jobs mit mathematischem, technischem und naturwissenschaftlichem Schwerpunkt zu wecken, ist Ziel des Projektes „I am Mint“, das in der Martin-Buber-Schule (MBS) mit anderen Veranstaltungen den künftigen Absolventen die Berufsfindung erleichtern soll. Auch die weiterführenden Bildungseinrichtungen, die Karl-Kübel- sowie die Heinrich-Metzendorf-Schule in Bensheim, beteiligen sich als Kooperationspartner: Lehrer beider Schulen leiten an der MBS auch den Wahlpflichtunterricht.

Einblicke in die Praxis

Um sich auch in der Praxis kundig zu machen, fuhren elf Jungen und zwei Mädchen aus den Realschuljahrgängen acht und neun, die in Heppenheim den Wahlpflichtkurs „Elektrotechnik“ besuchen, mit Kursleiter Jürgen Ende von der Metzendorfschule und Beate Späth, der Koordinatorin für Berufsorientierung an der MBS, nach Bensheim. Auf dem Programm stand eine Betriebserkundung bei Sirona, einem der größten Arbeitgeber im Kreis Bergstraße.

Sirona stellt als Unternehmen der Medizintechnik Behandlungs- und Diagnosegeräte für Zahnarztpraxen, Laboratorien und Kliniken her und hat, wie die Schüler erfuhren, auch in puncto Ausbildung einiges zu bieten. Holger Weitzel, bei Sirona verantwortlich für technische Ausbildung und Schülerpraktikanten, stellte den Realschülern zunächst das Unternehmen vor und erläuterte im Anschluss die bei Sirona möglichen Berufsfelder Mechatronik, Industriemechanik und Zerspanungstechnik.

Die Voraussetzungen

Die Ausbildung dauere drei bis dreieinhalb Jahre; Voraussetzung sei ein guter Haupt- beziehungsweise Realschulabschluss, wobei in Deutsch, Mathematik und Englisch mindestens die Note drei benötigt werden. Verlangt werde darüber hinaus ein gutes Arbeits- und Sozialverhalten, was auch bedeute, dass unentschuldigte Fehltage nicht vorkommen sollten.

Bewährung im Praktikum möglich

Bewerben sollten sich Interessenten schon am Ende der neunten Klasse; sich zudem auf einen Einstellungs-, einen Praxistest und ein Gruppenauswahlverfahren vorbereiten. Als Alternative, wenn es nicht gleich mit der Lehrstelle klappe oder die Noten schlechter seien, biete Sirona an, sich bei einem Praktikum oder beim Probearbeiten zu bewähren. Das könnte sich lohnen, denn, so Weitzel, eine Ausbildung in einem großen Betrieb sei nicht nur vielseitig, sondern könne auch den Weg ebnen in Richtung Fortbildung zum Techniker, Meister oder zum Ingenieurstudium. Jens Schmitt, Auszubildender im dritten Lehrjahr bei Sirona und künftiger Mechatroniker, führte die Heppenheimer zum Abschluss durch den Betrieb und beantwortete gemeinsam mit Holger Weitzel alle Fragen, die den Besuchern noch zum Thema einfielen. Das Interesse an technischen Berufen hat der Aufenthalt bei Sirona jedenfalls weiter angefacht: Zwei Drittel der Schüler gaben an, dass sie sich eine derartige Karriere vorstellen könnten. jn