Martin-Buber-Schule: „Wir können alle stolz auf uns sein“

Copyright Echo Online von Meike Paul
Erschienen am 20.06.2019 um 23:00 Uhr, zuletzt geändert am 21.06.2019 um 13:30 Uhr 

Die Absolventen der Martin-Buber-Schule freuen sich auf einen neuen Lebensabschnitt. Ausbildung, Abitur oder ganz etwas anderes, das ist jetzt die Frage.

96 Schüler der Haupt- und Realschule Martin Buber in Heppenheim haben sich in Schale geworfen. Foto: Arne Schumacher

HEPPENHEIM – Neue Segel setzen, auf, zu neuen Ufern: Der Ernst des Lebens, der beginnt nun für 96 Schüler der Haupt- und Real-Schule Martin Buber in Heppenheim. Bei ihrer Entlassfeier in der Aula war nicht nur Wehmut, sondern vor allem Abenteuerlust und Enthusiasmus spürbar. „Wir sind jetzt erst mal froh, dass die Schinderei vorbei ist“, brachte es Schülersprecher Sebastian Fischer im Namen seiner Jahrgangskollegen auf den Punkt, fügte aber hinzu: „Nein, mal im Ernst, wir können alle stolz auf uns und unsere Abschlüsse sein.“ Eine Tatsache, die auch die Schulleitung bestätigte: Petra Röhrig und Tobias Diehl dankten ihren Abgängern für die erlebnisreiche Zeit und wünschten alles Gute: „Wir sind mit der Leistung und dem Sozialverhalten sehr zufrieden“, so Röhrig.
Die jungen Damen hatten sich richtig rausgeputzt: lange, wallende Abendroben ausgewählt, schweren Schmuck und hohe Stöckelschuhe dazu kombiniert. Ein leichtes Sommerkleidchen wäre bei den hohen Temperaturen in der Schul-Aula sicher angenehmer gewesen – doch für ihren großen Tag wollten die Absolventinnen noch einmal richtig auftrumpfen. Auch die Jungs schwitzten in ihren Anzügen mit Krawatte oder Fliege.
 
„Gleich könnt ihr feiern. Aber natürlich nur mit alkoholfreien Cocktails“, sagte Klassenleiter Robert Vuletic augenzwinkernd, der dafür lautes Gelächter erntete. Kurz wollten sich die Lehrkräfte fassen, ihre Schutzbefohlenen schnell in die Zukunft entlassen: „Auf eine Reise, bei der hoffentlich der Sonnenschein dominiert und sich der Wind nur selten in einen tosenden Sturm verwandelt“, so Antje Buschendorffs. Schülersprecher Sebastian Fischer dankte im Namen seiner Kameraden, für die schulische Ausbildung: „Die Lehrer sind jetzt sicher froh, dass sie wieder einen Jahrgang Rabauken überstanden haben“ und ließ die vergangenen Jahre Revue passieren. Besonders die Schulfahrt an den Gardasee ist da allen in lebhafter Erinnerung geblieben.
Doch in all den Jahren wurde natürlich nicht nur gefeiert, sondern auch etwas gelernt. Mit einem Notendurchschnitt von 1,6 wurde Vanessa Höhn die Jahrgangsbeste in den Hauptschulklassen. Die Realschüler Jan Hofmann und Nojan Lylami teilten sich den Titel mit der Note 1,5. „Wir haben gelernt, wie schön Erfolg sein kann. Aber, dass wir dafür auch etwas tun müssen“, resümierte Fischer, der einräumte, es den Lehrern sicher nicht immer leicht gemacht zu haben. Doch was am Ende bleibt, das ist Dankbarkeit. Dass viele der Abgänger schon wissen, wie es weitergehen soll, das sorgte für Zufriedenheit: Ausbildung beginnen oder fürs Abitur pauken. „Nur manche sind noch unschlüssig. Euch wünsche ich eine schnelle Eingebung“, so Fischer. Mit Liedbeiträgen, Fotos von Unternehmungen und Anekdoten lockerten die Absolventen die Zeugnisübergabe auf. Und natürlich wurde hierbei verdient gejubelt.