Heppenheimer Martin-Buber-Schule stellt sich vor

Copyright Echo Online 04.02.2019 von Astrid Wagner

Beim Tag der offenen Tür zeigt die Haupt- und Realschule alles, was sie zu bieten hat. Das reicht von der Kletterwand bis zum 3D-Drucker.

An der Martin-Buber-Schule gibt es auch eine Kletterwand. Piyapong zeigt, wie es geht. Foto: Sascha Lotz

HEPPENHEIM – Piyapong zeigt wie es geht: Mit geübten Griffen klettert der Sechstklässler die Kletterwand in der Sporthalle der Heppenheimer Martin-Buber-Schule empor. Unten steht Benjamin und sichert ihn. Die beiden Jungs sind in der Kletter-AG der Schule und haben die Sportart schon richtig gut drauf. Die neunjährigen Zwillinge Isabell und Nicole probieren es das erste Mal – die sportlichen Mädels schaffen es auf Anhieb bis ganz nach oben.
Es ist Tag der offenen Tür an der Haupt- und Realschule am Rande der Altstadt. Es wimmelt nur so von Viertklässlern und ihren Eltern, die die Schule erkunden. Über allem steht die Frage: An welche Schule wechselt das Kind nach der Grundschulzeit? Entscheidungshilfen gibt es hier genug. Lehrer und Schüler der MBS haben einen Film gedreht, in dem man so allerlei erfährt über den Schulalltag. In der Aula gibt es zahlreiche Infostände. Hier kann man unter anderem in die Fremdsprachen Englisch (ab der 5. Klasse), Französisch (ab Klasse 7) und Spanisch (ab Klasse 9) hineinschnuppern. Der Fachbereich Ethik zeigt, wie mit Kindern bereits philosophiert werden kann.
Jenseits der üblichen Fächer wie Deutsch und Mathe gibt es auch AGs und Wahlpflichtunterricht. Der zwölfjährige Merdan präsentiert den Wahlpflichtunterricht „Schüler für Tiere“. Wortgewandt erzählt er, was die Kinder im Laufe des Schuljahres alles gemacht haben, etwa Blumen im Schulgarten gepflanzt für Bienen und Hummeln. Demnächst geht’s nach Lorsch in den Unverpackt-Laden und zum Müll sammeln an den Bruchsee.
Seit diesem Schuljahr werden Haupt- und Realschüler wieder ab Klasse 5 getrennt unterrichtet. Man könne so die Bedürfnisse der einzelnen Schüler besser fördern, heißt es von der Schulleitung. Für die Hauptschüler bedeutet das: Einmal in der Woche steht ein Projekttag an. Evin aus der Fünften stellt einen solchen vor, in dem sich alles um Hieroglyphen und Geschichte dreht. Die Projekttage sind fächerübergreifend gestaltet. Auch handwerkliche Elemente sind enthalten. Von Anfang an lernen die Kinder, Themen methodisch zu erarbeiten, so werden Schlüsselkompetenzen gefördert.
Oben im ersten Stock wird Theater gespielt, in der Mediothek stellen sich die „Digitalen Helden“ vor. Unten in den Fachräumen von Biologie, Chemie und Physik wird experimentiert. Im Chemiesaal steht neuerdings ein 3D-Drucker, mit dem die Lehrer viele der benötigten Utensilien selbst herstellen. Die technische Ausstattung ist modern, vom Smartboard bis hin zur Ausstattung der Fachräume. Experimentieren steht im Vordergrund, man ist abgekommen vom Frontalunterricht.
 
Holz- und Nähwerkstatt gewähren Einblick
Semira, ein Chemie-Ass aus der 10. Klasse, ist wie viele andere an diesem Tag freiwillig gekommen, um zu helfen. In der Holzwerkstatt sind es Ceren und Hamid, die den künftigen Schulkameraden praktisches Arbeiten mit Holz zeigen. Auch in der Nähwerkstatt können die künftigen Fünftklässler sich ausprobieren. Gut besucht sind auch die Lego-Mindstorm-Station und die Räumlichkeiten der Talent Company. Schulleitung, Elternbeirat und Förderverein geben Auskunft. Und die Grundschüler? „Das ist hier viel spannender als in unserer Schule“, findet ein Mädchen und rennt mit der Freundin schon zur nächsten Station.