Es klappern die Mühlen…am Heppenheimer Stadtbach

Wind- Wasserkraft und Sonnenenergie gewinnen immer mehr an Bedeutung bei der Versorgung von privaten und kommerziellen Abnehmern mit Strom. Um die Wirkweise und der Nutzen dieser Energielieferanten einmal in einem sehr kleinem, aber doch recht anschaulichem Umfang kennen zu lernen, bauten die Schülerinnen und Schüler des WPU Kurses Holzwerken funktionstüchtige Wasserräder.

Nachdem man eine geeignete Stelle am Heppenheimer Stadtbach gefunden hatte, installierten die Schüler ihre Wasserräder in der Flussmitte, da wo die Strömung durch eine Bachverengung am stärksten war. Sogleich nach dem Einsetzen der Räder begannen sie sich recht schnell zu drehen. Dabei konnten die Schülerinnen und Schüler feststellen, dass die Räder, die auf einem Kugellager aufgesetzt waren, wesentlich leichter liefen und auch höhere Drehzahlen aufwiesen, als die Räder, die nur ein Holzlager hatten.

Ein Phänomen, welches schon in dem altdeutschen Lied „Es klappert die Mühle am rauschenden Bach…“, besungen wurde, konnten die experimentierfreudigen Jugendlichen hören, denn das Eintauchen der Schaufeln ins Wasser erzeugte diesen klappernden Klang.

Die Drehgeschwindigkeit der Räder war nach Meinung des begleitenden Arbeitslehrers, Herrn Teutsch, so hoch, dass es sich nun lohnt einen kleinen Dynamo an die Räder zu montieren. Dann hätte man die Lerneinheit in vielerlei Hinsicht umfangreich bearbeitet. Zum einen stellte die Herstellung der Räder eine große handwerkliche Herausforderung für die Schüler dar und zum anderen wird nun die physikalische Wirkweise von Wasserkraft zur Gewinnung von Energie unterrichtlich thematisiert und behandelt. Darüber hinaus bereitete der Unterrichtsgang zum Stadtbach allen Beteiligten große Freunde und der an sonst trocknen Unterrichtsstoff wird in spielerischer Art und Weise erfahrbar und erlernt. (ml)