Ein Tag zum Glänzen

Copyright Echo Online 19.11.2019
Von Dagmar Jährling

Martin-Buber-Schule zeigt sich mit neuen Projekten von ihrer Schokoladenseite.

Die neuen Ersthelferinnen sind an ihren Sicherheitswesten zu erkennen. (Foto: Dagmar Jährling)

 
HEPPENHEIM – Tag der offenen Tür, dazu das Herbstfest: Logisch, dass da viel los war an der Martin-Buber-Schule (MBS). Die Haupt- und Realschule lud auch die Ehemaligen ein, sich das Angebot anzuschauen und frühere Klassenkameraden zu treffen. Eltern von Viertklässlern nutzten ebenfalls die Gelegenheit, sich mit ihrem Nachwuchs in der Schule umzuschauen. Die Enkelin von Beate Schmiedl geht bereits in die fünfte Klasse der MBS, so nutzte die Großmutter den Tag und kam mit. „Das ist eine tolle Schule“, befand sie.
Wer sich in der Gruppe durch das Schulgebäude zu den verschiedenen Veranstaltungsorten führen ließ, hat eine gute Entscheidung getroffen. Der Überblick konnte bei dem großen Angebot nämlich leicht verloren gehen. Zehntklässlerin Nele war mit einer Erwachsenengruppe unterwegs und zeigte diesen die Mediothek, wo auch die Arbeitsgemeinschaft (AG) „Digitale Helden“ vorgestellt wurde. Die Schüler werden in diesem Projekt sensibilisiert für die Themen Mobbing und Cybermobbing. Schüler der neunten Klassen erlernen in der AG von Stefan Krenz den sicheren Umgang mit dem Internet. Einer von ihnen ist Kashif. „Ich wurde selbst gemobbt und will Kindern jetzt helfen, dass es ihnen nicht genauso geht“, sagte Kashif. Die Neuntklässler geben ihre Erfahrungen an Fünft- und Sechstklässler weiter.
Neu an der Schule aufgebaut hat Anke Ludewig den Schulsanitätsdienst. Mit Unterstützung des Deutschen Roten Kreuzes (DRK) wurden die ersten Schüler ausgebildet. Sie begleiten Schul- und Sportfeste und sind abwechselnd in den Pausen unterwegs. Einige der Schüler sind sowieso schon bei DRK und Feuerwehr aktiv. Für sie war die Teilnahme an dem Angebot quasi selbstverständlich. Zu ihnen gehören Zarin und Zine – sie legten Schülern Verbände an und klebten ein Pflaster auf. Diese Vorführungen stießen bei Alisja, Vivien und Efza auf Interesse. Sie überlegen, sich ab nächstem Schuljahr ebenfalls zu Schulsanitätern ausbilden zu lassen.
Auch Cerem ist bei den Ersthelfern aktiv. Sie war am Samstag gleich an mehreren Ständen unterwegs, engagierte sich zum Beispiel auch für Kosmetik ohne Tierversuche. Die Neuntklässlerin bewirbt sich gerade als Einzelhandelskauffrau. „Bio und ganz ohne Kerne“, trommelten Cernen, Emirhan und Menden für ihr selbstgekochtes Johannisbeergelee. Die Jungs hatten die Beeren bei ihrer Lehrerin in Hemsbach gepflückt und anschließend zum Fruchtaufstrich verarbeitet.
Weniger Müll wegzuwerfen, dies ist das Anliegen einer AG, die sich mit Upcycling beschäftigt. Sie bastelten aus Milchtüten bunte Laternen. „Besser ist es natürlich, Müll zu vermeiden und zum Beispiel eine Stofftasche mit zum Einkaufen zu nehmen“, sagte Nico aus der achten Klasse. Ziemlich aufgeregt war Madeej vor Beginn der ersten Aufführung. Madeej ist 13 Jahre alt und Klassensprecher der Sprachintensivklasse. Sie führten Robinson Crusoe als Puppentheater auf. Zu den an der Realschule zusätzlich erlernbaren Fremdsprachen ist neben Französisch auch Spanisch hinzugekommen. In der Sporthalle wurde die Kletter-AG vorgestellt, außerdem übten sich Schüler im Balancieren auf Slacklines, zeigten Tanz- und Musikprojekte.