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Martin-Buber-Schule: 75 Absolventen erhalten ihre Zeugnisse der Mittleren Reife

Von Astrid Wagner (Copyright Echo Online 24.06.2017)

HEPPENHEIM – Fouad Amiri hatte wohl die meisten Lacher des Abends auf seiner Seite: Bei der Übergabe der Abschlusszeugnisse an die 75 Realschulabsolventen der Heppenheimer Martin-Buber-Schule dankte er im Namen seiner Klasse 10 c wohl am charmantesten von allen seiner Lehrerin Ferdag Kaye: „Sie waren die hübscheste und süßeste Lehrerin der Schule“, sagte er und erhielt dafür viel Applaus.

Es war eine herzliche Abschlussfeier, die am Donnerstagabend im großen Saal des „Halben Mondes“ über die Bühne ging. Zum ersten Mal hatte ein Team aus fünf Müttern die Feier komplett alleine organisiert: Tanja Herbert, Susanne Kaselitz, Patricia Fuhr, Ulrike Horster und Melanie Büchler.

Die Heppenheimer Martin-Buber-Schule feiert und verabschiedet ihre Realschulabsolventen. Foto: Dagmar Jährling

 

GEDULDSFÄDEN

Klassenlehrer und Schulleiterin durften sich über ein originelles Abschiedsgeschenk freuen: Im Einmachglas kamen Geduldsfäden, Notfallkreide und Ersatzbatterien daher – für den Fall, dass der Akku der Pädagogen einmal leer sein sollte. Da kann ja in Zukunft nichts mehr schief gehen. (rid)

 

Vivien Greifenberg Jahrgangsbeste

Es stimmte einfach alles: die Deko, die Lightshow beim Einmarsch der Schüler zum Timberlake-Song. Die Eintrittskarten zierten stilisierte bunte Männchen, Luftsprünge machend, die Zeugnisse fröhlich in die Luft werfend. Oben drüber die Worte: „Wisch und weg“ – das Motto des Abends. Künstlerisch gekonnt umgesetzt hat das Motiv Susanne Kaselitz. Das Motto hatte freilich nichts mit Küchenrollen zu tun, die man mit diesem Slogan in Verbindung bringt. Der Wisch, so erklärte Tanja Herbert in ihrer originellen und unterhaltsamen Eröffnungsrede, bei der auch die Schülerinnen und Schüler aufmerksam zuhörten, sei das Zeugnis, das sie nun bald alle in den Händen halten würden. Und dann seien sie weg. Weg von der Martin-Buber-Schule.

Nach zehn Jahren Schule machen sich die einstigen Abc-Schützen, denen man doch gerade erst noch die Schultüte gebastelt und Pausenbrote geschmiert hatte, auf den Weg in ihr weiteres Leben. Die einen machen eine Ausbildung, andere besuchen weiter die Schule. „Wir sind stolz auf euch! Das Leben ist wie ein Labor, experimentiert, probiert euch aus. Geht euren Weg“, gab Tanja Herbert den Jugendlichen mit.

Schulleiterin Petra Röhrig schlug ernstere, mitunter kritische Töne an. Sie verglich die Schullaufbahn der Absolventen mit einem Segeltörn. Sie als Kapitänin habe es zu tun gehabt mit „gradlinig Charmanten“ und „unverschämt Mauligen“, mit „witzigen Pfiffigen“ und „beleidigenden Respektlosen“. Segeln könne man jedoch nur gut, wenn „alle an Bord an einem Strang ziehen, sich einbringen mit ihren Stärken“. Viele hätten das getan, einige hätten jedoch nicht so gehandelt, dass „das Schiff auf Kurs blieb“. Mit großer Anstrengung sei es dennoch gelungen, das Schiff sicher in den Zielhafen zu fahren.

Bei der Zeugnisvergabe hatte sich Mathias Menzner, Klassenlehrer der 10 a, als Moderator seinen Kollegen Mathihas Leible mit auf die Bühne geholt, dem zu jedem der Jugendlichen etwas einfiel. Mit viel Humor und noch mehr Umarmungen überreichte Menzner seinen Schülern die Zeugnisse. Unter ihnen war auch Jahrgangsbeste Vivien Greifenberg, die für ihre herausragenden Leistungen ausgezeichnet wurde.

Als Beste in Antje Buschendorffs Klassse 10 b freute sich Iga Possala über ein Präsent. Besonders herzliche Worte fand Lehrerin Ferdag Kaye, die zwei Jahre lang die 10 c geleitet hat. Als bester Schüler ihrer Klasse schnitt Utku Dagli ab. Auch hier verließ niemand ohne eine herzliche Umarmung die Bühne. Damit war der offizielle Teil beendet, und es konnte gefeiert werden. Tobias Wohlfahrt und Jan Wipplinger sorgten als DJs für musikalische Unterhaltung.